ARD, NDR, ZEIT, SPIEGEL: Medien schwenkten auf Pro-Atomkurs daraus folgt:
ENTEIGNET VATTENFALL & CO <===== Kommentar des Webmasters!*

E.on; EnBW, RWE & Co machen sich auf zur klage nach Karlsruhe
E.on will noch in diesem Jahr beim Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen den vorzeitigen Atomausstieg einreichen. Die Konkurrenz um EnBW, RWE und Vattenfall prüft bereits ähnliche Vorgehensweisen. Droht der vorzeitige Atomausstieg tatsächlich zu kippen?

Vattenfall als ausländischer Konzern geht nach Washington
Greenpeace Kommentar zur Vattenfall Klage gegen Deutschland
Hamburg (Greenpeace e.V.) 2. November 2011 – Die heutige Meldung über eine Schadensersatz- Klage des schwedischen Vattenfall-Konzerns gegen Deutschland kommentiert Greenpeace- Energieexperte Andree Böhling:

„Die Klage des Vattenfall-Konzerns ist ein hilfloser Versuch, die eigene verfehlte Geschäftsstrategie mit hochriskanten und umweltschädlichen Atomkraftwerken nachträglich vermünzen zu wollen. Die Klage beim Washingtoner Schiedsgericht für Investitionsstreitigkeiten zeigt, der Konzern sieht bei deutschen Gerichten kaum Erfolgschancen für eine Schadensersatz-Klage gegen den Atomausstieg.

Vattenfall arbeitet mit Nachdruck daran, sein Image als umweltbelastendes und gewissenloses Unternehmen zu stärken. Es ist eine Dreistigkeit des Konzerns, die Bundesbürger dafür verklagen zu wollen, dass Pannenmeiler wie in Krümmel oder Brunsbüttel endlich stillgelegt wurden.

*Art. 14 Grundgesetz (GG) lautet:
Absatz 1: Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
Absatz 2: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Absatz 3: Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.
Empfehlung: Als Entschädigung weisen der Souverän dem bzw. den Eigentümern ordentliche Steuerpflichtige Arbeitsplätze zu. Durch Beschlüsse des Souveräns soll niemand an den Bettelstab gebracht werden! Niemand soll hungern oder frieren, in dem Zusammenhang kämpfen wir auch für Mindestlöhne von 10,-€ an aufwärts! Wir sind zu Auseinandersetzungen über die Artgerechte Haltung von Investoren; Bankern & sonstigen Unternehmern jederzeit Bereit.
Die Links dazu:
http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=123773&cHash=38def4184445e6813c179f7a5f2f89ed

http://www.deraktionaer.de/aktien-deutschland/e-on--enbw--rwe---co--auf-nach-karlsruhe-17326949.htm
 

http://www.tschuess-vattenfall.de/startseite.html

Metainfo hh
Japan: im Griff des Energiemonopolisten

Staaten als Geiseln großer Energie- und Ölkonzerne
Der sich abzeichnende Super-GAU des Kraftwerks Fukushima und seiner 4 Reaktorblöcke reiht sich ein in das Muster der Mega-Katastrophen, die von großen Konzernen bisher verursacht wurden. Zu den bekanntesten Vorläufern dieses Ereignisses ist die Ölkatastrophe des BP-Konzerns zu rechnen. Die Ablaufmuster gleichen sich weitgehend: ein monopolistischer Konzern nutzt seine Macht, um sich praktisch jeder Aufsicht zu entziehen, minimiert seine Kosten und nimmt Staat und Bevölkerung als Geisel unverhältnismässiger Risiken.
 
Bei dem japanischen Energiekonzern TECPCO handelt es sich um einen der global größten Energiekonzerne: er liegt nach EON, der französischen (überwiegend staatlichen) EDF, der deutschen RWE auf dem vierten Platz. Er verfügt über eine Anzahl von 17 Atomreaktoren, die der Zahl entspricht, die derzeit in Deutschland insgesamt in Betrieb befindlich sind.. Wie die anderen Konzerne in dieser Spitzenliga der Monopolisten ist er aus einem Staatsunternehmen hervorgegangen, das privatisiert wurde. Auch in diesem Fall gilt die Praxis, dass Einnahmen und die erheblichen Gewinne an private Kapitaleigner fließen, während die Risiken weiterhin die Öffentlichkeit belasten.

Regierungen und Behörden als Hilfsagenturen der Konzerne
In praktisch allen Fällen der erwähnten Energiekonzerne - und in vergleichbarer Form zu beobachten auch im Fall des Ölkonzerns BP - lässt sich feststellen, dass eine Kontrolle von seiten der jeweiligen Regierungen und staatlichen Instanzen praktisch nicht mehr besteht, sondern höchstens vorgetäuscht wird, sobald gravierende Vorfälle in der Öffentlichkeit die Frage nach der Verantwortlichkeit erregen.
Beispielhaft war dies in den USA zur Zeit der großen Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu beobachten: Präsident Obama äußerte sich mehrfach mit unverhohlener Kritik am Krisenmanagement des Konzerns. Seine Erklärungen blieben gleichzeitig überwiegend folgenlos, bis auf wenige "Bauernopfer" unter den Verantwortlichen der zuständigen Behörden.
Ungeachtet der von seiten der Regierung und der Medien geäußerten Kritik überließ man der BP in vollem Umfang die Leitung des Krisenmanagements, die Kontrolle des Informationsflusses und einer Bereinigung der PR zur Schadensbegrenzung für den Konzern. Die in der Exekutivfunktion zuständige US-Behörde, die Küstenwache am Golf von Mexiko folgte den Anweisungen, die von der Konzernzentrale der BP kamen und verbannte in deren Auftrag etwa unerwünschte Journalisten und Beobachter von den verseuchten Stränden.

Ähnliches ist aktuell in Japan zu beobachten: bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die japanische Regierung die Funktion übernommen hat, die Massnahmen des TEPCO-Konzernmanagements der Bevölkerung zu vermitteln. Diese Funktion machte sich auch an der Kleiderordnung im Rahmen der öffentlichen Auftritte fest: die Mitglieder der Regierung erschienen vor den Kameras in Uniformen des Werk- bzw. Katastrophenschutzes. Das TEPCO-Management hingegen machte seine Führungsrolle deutlich durch seinen Auftritt in Anzug und Krawatte.
Es stellt sich die Frage, ob der kolportierte "Wutausbruch" des Ministerpräsidenten Kan nicht ebenfalls im Kontext der öffentlichen Inszenierung zu sehen ist: er konnte hiermit die infrage gestellte Autorität der Regierung stabilisieren, in einer Situation, in der die Machtvollkommenheit des Konzernmanagements bereits offensichtlich wurde, während sich die Regierung degradiert fand in der Rolle von "Hampelmännern".

Ungeachtet dessen änderte sich auch anschliessend nichts am Verhalten der Regierung, die weiterhin die Funktion als PR-Organ des Konzerns ausführte und diesen darin unterstützte, eine fast vollständige Intransparenz und Vernebelung der tatsächlichen Vorgänge am Unglücksort aufrechtzuerhalten. Dies entspricht praktisch vollständig dem Verhalten der US-Regierung während der Ölkatastrophe im vergangenen Sommer, als die Regierung dem BP-Konzern half, kritische Informationen - etwa nach der Menge des ausströmenden Öles oder der Toxizität der Detergentien - der Öffentlichkeit vorzuenthalten und unabhängigen Beobachtern und Experten den Zugang zum Katastrophengebiet und zu den relevanten Daten zu verweigern.
Die erkennbaren Parallellen sind in einer Weise bemerkenswert, dass es nicht mehr erstaunen würde, sollte ein Handbuch, eine Anleitung oder ein entsprechendes Trainingskonzept von Agenturen zum professionellen PR-Management für Konzernführungen und Regierungsangehörige öffentlich werden.

Regierungen als ausführende Organe der Großkonzerne
Darüberhinaus offenbaren sich starke Parallellen in dem Verhalten und den Strukturen, die die Konzerne in der Vergangenheit an den Tag legten: sowohl die BP wie auch TEPCO haben mehrfach in gravierender Form und vorsätzlich gegen geltende Sicherheitsmassregeln verstossen. Dies geschah in einem Ausmass, dass es schliesslich zu einer öffentlichen Untersuchung kam (bei der BP nach der Explosion einer Raffinerie in Texas, bei TEPCO nach groben Unregelmässigkeiten und systematischen Fälschungen von Sicherheitsprotokollen), infolge derer die groben Verstöße und Fahrlässigkeiten öffentlich wurden, jedoch mit so vernachlässigbaren Sanktionen belegt, dass sie eher als Ermutigung zur Fortsetzung dieser Praxis wirkten.

Die Praxis, dass die Regierungen großer westlicher Industriestaaten effektiv als ausführende Organe zugunsten der Belange großer, mehr oder weniger monopolistischer Energie- (oder Öl-)Konzerne agieren, ist kaum anders auch in Deutschland zu beobachten: ob im Rahmen der Vorgänge um die Privatisierung der ursprünglich staatlich bzw. kommunalen Energieversorger, beim Enstehen des Energiemonopolisten EON mithilfe der ersten rot-grünen Bundesregierung und Wirtschaftsminister Müller oder der von der schwarz-gelben Koalition unter Merkel durchgesetzten Laufzeitverlängerung unter skandalösen Bedingungen wie einer Abschwächung der Sicherheitsauflagen: feststellen lässt sich, dass jede Kritik oder "Opposition" gegenüber den Interessen und Ansprüchen der großen Energiekonzerne nicht über Lippenbekenntnisse, die den jeweiligen Politikern helfen, jweils bevorstehende Wahlgänge zu absolvieren, hinausgehen.
Aus: http://news.web-hh.de/?site=metainfo&lid=33686
http://en.wikipedia.org/wiki/Tokyo_Electric_Power_Company
http://www.stern.de/wirtschaft/geld/fukushima-betreiber-tepco-japans-luegnerischer-energeriese-1663915.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,750961,00.html
http://news.web-hh.de/?newsfull=1&lid=33596&rubrik=politik
 

Japan: Nuklearkatastrophe eskaliert weiter  
Fukushima: nuklearer Output übertrifft Thschernobyl-Super-GAU  
Fukushima-Super-GAU nimmt Gestalt an - Katastrophe wird global  
Radioaktiver Regen in den USA: Grenzwert 80-fach überschritten


Die Bestandsaufnahme der Vorfälle in Fukushima fällt von Monat zu Monat düsterer aus: inzwischen ist klar, dass nicht einmal eine Kontrolle der Atomruine - etwa wie in Tschernobyl, durch die Abdeckung des Katastrophenreaktors erreicht werden kann. Im Jahr 2011 ist das jedenfalls nicht mehr zu realisieren. Die Probleme und Risiken bleiben auf lange Zeit un- beherrschbar und überfordern den Betreiberkonzern Tepco völlig. Die internationalen Experten der Nuklearindustrie haben allem Anschein nach auch kein Lösungskonzept! In drei Reaktoren findet eine unkontrollierte Kernschmelze statt. Die grösste Gefahr geht von dem vierten Reaktor aus, dessen Gebäude vom Einsturz bedroht ist während seine Innnereien, eine Neigung zu unkontrollierbaren Kettenreaktionen ("Rekritikalität") zeigen. In einem solchen Fall - etwa durch Nachbeben ausgelöst - ist Japan und die Welt mit umfassenden Emissionen bedroht.
Der Brand im Brennelementebecken des vierten Reaktors hatte bereits im März starke Frei- setzungen von radioaktivem Material der Brennstäbe verursacht, die von keiner Schutzhülle mehr aufgehalten wurde.

Die Notwendigkeit, die Reaktoren zu kühlen, produziert täglich tausende Tonnen an kontaminiertem Wasser, die ungehindert durch Lecks aus den Reaktoren austreten und Keller und Versorgungsgräben füllen. Das Kühlwasser wird durch unmittelbaren Kontakt mit den zerstörten Brennstäben bzw. der Kernschmelze hochradioaktiv verseucht.
Das im Versuch befindliche Konzept, das Kühlwasser in einem Kreislauf einzusetzen und dabei die radioaktiven Stoffe herauszufiltern, ist bisher als nicht gelungen anzusehen: das Material, das sich in den Filtern ansammelt verstopft diese. Durch die hohen Temperaturen, von der Kernschmelze verursacht, werden diese letztlich zerstört.
Die Radioaktivität schliesst ausserdem aus, dass sich Arbeiter ohne Gesundheitsschäden den Filtern nähern, um sie auszutauschen. Umfassende Verseuchung durch austretendes Kühlwasser betrifft das Grundwasser in der Gegend um Fukushima und die anliegenden Teile der Meeresbucht.

Wer die Informationspolitik der Japaner nach dem Nukleardesaster beobachtete, konstatiert man habe dort nichts im Griff, die Politik ist vollkommen überfordert, sowie auch der Kraftwerks- betreiber Tepco. Dieser Schluss trifft in technischer und organisatorischer Hinsicht bezogen auf das Katastrophenmanagement zu.

Wer einen Blick wirft auf die Resultate dieses Durcheinanders, dieser Belege der Unfähigkeit auf höchster Ebene, kommt zu der Feststellung, dass die Opfer, die Betroffenen dieser "Inkompetenz" nicht ihre Urheber selbst sind, sondern die allgemeine Bevölkerung, die unter den Konsequenzen zu leiden hat.
 
Perfekt dagegen funktionieren die diversen Ansätze der Schadensbegrenzung durch Vernebelung und Verwirrung des Publikums seitens der Verursacher.

Urheber ist letztlich die globale Nuklearindustrie und die ihr zuarbeitenden Politiker. Es war leicht zu erkennen, dass die Muster ihrer Geschäftstätigkeit und Energiepolitik in den westlichen Staaten weitgehend identisch sind: die kompromisslose Verdrängung der Risiken, die Leichtfertigkeit im Umgang mit den Gefahren, die Neigung, die Kosten zu minimieren ungeachtet der Konsequenzen, die Verfilzung von staatlichen Kontrollbehörden mit privaten Kraftwerksbetreibern, die Leugnung von Störfällen und Emissionen solange, bis sie nicht mehr in Abrede zu stellen sind, die Kumpanei von Medien und Politikern mit den Energiekonzernen und ihrem Management, die Unterschiede sind geringfügig, ob man nach Japan, die USA, Frankreich oder Deutschland blickt.

In Japan wurden, nur unter dem Druck, der Öffentlichkeit Fehler und Kontrollverluste eingeräumt. In anderen Ländern, in denen die Nuklearindustrie einen relevanten Anteil an der Stromerzeugung hat, wird das Desaster als japanischer Sonderfall hingestellt.
Dass die Atomkonzerne auch hier eng vernetzt sind mit den Kontrollbehörden und gemeinsam mit diesen jedes Risiko solange bestreiten, bis das reale Eintreten eines Schadens nicht mehr zu leugnen ist, wird nur selten in den Medien erwähnt. Es wird noch immer behauptet, ein Bruch des Reaktor - Sicherheitsbehälters, des Containments, sei praktisch undenkbar. Dieser Fall ist in den Reaktoren Fukushima 1 - 3 aufgetreten. Risse des Containments waren allerdings auch vorher bereits bei amerikanischen Reaktoren bekannt geworden - dessen ungeachtet bestritt die US- Kontrollbehörde, dass ein solcher Fall möglich sei.

In Deutschland stellen sich die Nuklearkonzerne auf den Standpunkt, dass der Betrieb der Reaktoren ihr gutes Recht sei und der Versuch von seiten der Politik, dies Recht einzuschränken, als illegitim zu betrachten sei. Dieser Versuch wird naheliegenderweise von der schwarz-gelben Koalition unter Agela Merkel unterstützt, indem das Atomausstiegsgesetz so schlecht begründet wird, dass es den Energiekonzernen eine Steilvorlage für juristische Gegenmassnahmen und hohe Entschädigungsforderungen liefert.

Zweck dieses Vorgehens kann nur sein, dass die Atomkonzerne auf Kosten von Steuerzahler und Gemeinwesen alimentiert werden sollen. Gleichzeitig wird dadurch der Öffentlichkeit vorgespiegelt, man bemühe sich um einen wirksamen Atomausstieg. Die Probleme seien in der Komplexität der Energiepolitik bzw. der technischen Gegebenheiten zu suchen und seien beim besten Willen nicht vorteilhafter zu lösen - dabei wäre etwa ein simpler Weg, den Konzernen die Haftung für das Risiko des Betriebs der Kraftwerke aufzuerlegen - keine Versicherung ist bisher bereit dies Risiko zu übernehmen, das bisher per Gesetz dem Staat übertragen wurde. Die Auflage, Sicherheits- anforderungen auf einen Level zu heben, auf dem durch einen bei anderer Gelegenheit gern zitierten Terrorangriff keine Gefährdung der Bevölkerung verursacht würde, hätte die Abschaltung aller Atomkraftwerke zur Konsequenz. Damit läge die Last bei den Kraftwerksbetreibern anstatt bei der Öffentlichkeit, beim Steuerzahler, wie es die schwarz-gelbe Regierung bezweckt.

Atomkraftwerke realistisch versichern - das ist nahezu unmöglich!
Durch so eine AKW-Versicherung würde Atom - Strom unbezahlbar. Die Schäden, die ein Atom- unfall in der Art von Fukushima zur Folge hat, sind finanziell kaum absehbar. Wie groß ist das Ausmaß der Schäden, die nach einem schweren Unfall in einem deutschen Atomkraftwerk zu erwarten sind?
"Die Prognos-Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums und andere fundierte Unter- suchungen beziffern die Schadenshöhe eines Super-GAU in Deutschland auf 2500 bis 5500 Milliarden Euro für Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden: das ist das 10- bis 20-fache des jährlichen Bundeshaushaltes. Würde man für eine Fläche von 10 000 km2, die in einem atomaren Sperrgebiet in Deutschland den Besitzern entzogen würde, einen sehr niedrigen Quadratmeterpreis für Grund und Boden von nur 50 Euro ansetzen, ergäbe das schon einen Vermögensschaden von 500 Milliarden Euro."<---aus: http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 
Wer trägt das Risiko
eines Atomunfalls? - Sie!
Bundesweite Unterschriftenaktion
Sofort volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke! 

Hier Unterschreiben: http://www.atomhaftpflicht.de/formular.php3

Mehr Info’s:
http://www.fairewinds.com/
http://www.chrismartenson.com/blog/exclusive-arnie-gundersen-interview-dangers-fukushima-are-worse-and-longer-lived-we-think/58689

Messungen:
http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/03/20/aktuelle-messwerte-der-radioaktivitat-in-deutschland-und-in-japan/
http://odlinfo.bfs.de/

 

  WELTWEIT EXISTIEREN 440 AKW'S ALLEIN 54 DAVON IN JAPAN
  
WELTWEIT EXISTIEREN 440 AKW'S

Ich habe E-Post erhalten:
Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freundinnen und Freunde,
wir fordern Sie/Euch auf, an den nächsten Protestaktionen gegen die Atomindustrie -wo immer nur möglich- teilzunehmen – u.a. an der bundesweiten „Endlagerdemo“ am 8.11.2008 in Gorleben (13.00 Uhr)! Ihre/Eure Solidarität mit dem Widerstand gegen die Atomindustrie ist enorm wichtig!


Wir protestieren gegen die Atomenergie,
--->Weil diese (auch im Normalbetrieb) umweltzerstörend und todbringend ist (Eine Studie für das EU-Parlament, PE-Nr. 303.110/Oktober 2001, „WISE-Studie“, kommt zu dem Ergebnis: „Die Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente in Sellafield und La Hague ist die Quelle der weltweit größten vom Menschen verursachten Freisetzung von Radioaktivität in die Umwelt in dem Ausmaß eines sich jährlich ereignenden großen kerntechnischen Unfalls.“)

--->weil sie überflüssig und ungeheuer teuer ist,
--->weil sie die dringend erforderliche Energiewende behindert,
--->weil sie zwangsläufig einen demokratiefeindlichen Polizei- und                              Überwachsungsstaat mit sich bringt,
--->weil sie auf’s Engste mit der Atombombe und der globalen Verseuchung                   verknüpft ist (Uranmunitionseinsatz in Jugoslawien, Irak),
--->weil weltweit das Entsorgungsproblem nicht gelöst werden kann (der Salzstock            Gorleben ist –gutachterlich untermauert- u.a. durch Laugeneinbrüche im                    Deckgebirge völlig ungeeignet),
--->weil die Regierungen die Profite der mächtigen Energiekonzerne schützen und      dafür    unsere Grundrechte opfern,
--->weil das Gerede vom Atomausstieg eine Lüge ist, vielmehr wird die                      Atomindustrie nach wie vor hoch subventioniert (siehe u.a. den EURATOM-                  Vertrag),
--->weil Milliarden dafür ausgegeben werden, die besser für unsere Kinder und                  soziale Aufgaben eingesetzt würden.

Wenn der Castor rollt, herrscht im Wendland der Ausnahmezustand: ca. 18.000 Polizisten gegen 50.000 Einwohner. Die Medien-Öffentlichkeit wird weitgehend ausgeschlossen oder polizeilich gesteuert.
Das darf es nicht mehr geben!

Gegen Kriminalisierung und den Abbau der Grundrechte hilft nur eins:
Kommt alle (i.d.R.: im November) ins Wendland, wenn der Atommüll aus dem französischen La Hague in nicht genehmigten Behältern quer durch die Republik nach Gorleben rollt. Denn, lieber mit Spaß aktiv, als todtraurig radioaktiv. Der wirksamste Schutz der Grund- und Freiheitsrechte besteht darin, sie aktiv wahrzunehmen und zu verteidigen.

Wir fordern:
Schützt uns, nicht die Atomindustrie! Sofortige Stillegung aller Atomanlagen weltweit! Suche eines geeigneten Endlagerstandortes sofort!

Übrigens, den persönlichen Atomausstieg kann jeder sofort –bei geringen Mehrkosten- volllziehen: Wechsel des Stromanbieters - hin zu atomenergiefreien Versorgern mit Strom aus regenerativen Energien! Info: www.eurosolar.org, www.robinwood.de, www.lichtblick.de, www.ews-schoenau.de, www.greenpeace-energy.de

Attac-Gruppe Wendland (www.attac-netzwerk.de/wendland/atomianer) - wendanix@t-online.de; Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Drawehner Str. 3, 29439 Lüchow-Tel.: +49-5841/4684 – buero@bi-luechow-dannenberg.de – Internet: www.bi-luechow-dannenberg.de; 
www.atomianer.wg.vu
OBIGER TEXT als PDF: HIER
Zu den Information auf deiner HomePage: JAPAN-AKW-INFO gibt es aktuelleres von den Atomianern. Bitte folgende links angeben:
www.attac-netzwerk.de/wendland/atomianer 
und: http://www.atomianer.wg.vu/ 
und: http://www.pm-magazin.de/r/technik/botschaften-f%C3%BCr-die-ewigkeit 
Siehe auch: Atomianer-Flugblatt-S1 & S2

September 2011
Bild unten links  NHK-Captures, unten rechts Japaner immer noch in Notunterkünften
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VON DEN GRABKAMMERN DER PHARAONEN
ZU DEN GRABKAMMERN DER ATOM-ÄRA
ENDLAGERUNG VON ATOMMÜLL

Das erste AKW der Welt ging in Obninsk am 27. Juni 1954 ans russische Stromnetz. Die Anlage bei Obninsk 110 Kilometer südwestlich von Moskau wurde am 30. April 2011 dicht gemacht.
Sie diente in letzter Zeit nur noch zu Forschungszwecken und soll jetzt zum Museum umgebaut werden.
Am 27. August 1956 ging als nächstes Kernkraftwerk Calder Hall in Groß-britannien mit einer Leistung von 50 MW ans Netz. Alldieweil nun das Russen-AKW keine AG sondern nur ein "VEB"(1) war, war es, logo auch nicht das erste kommerzielle AKW. Dieser "RUHM" erstes kommerzielles AKW am Netz, gebührt selbstverständlich der freien westlichen Welt mit dem AKW Calder Hall in GB. Sowie auch die Tatsache das in der nähe von Calder Hall am 03. Mai 2011 fünf Männer unter Terrorverdacht festgenommen wurden. Die Verdächtigen waren um die 20 Jahre alt, sie wurden beim Filmen der Atomanlagen beobachtet und kämen aus London, teilte die Polizei an jenem Dienstag mit. 

>>Weltweit wurden inzwischen 212 Kernkraftwerke mit 442 Reaktorblöcken in 30 Ländern und einer installierten elektrischen Gesamtleistung von 374.682 Megawatt (MW) genutzt, um kommerziell elektrische Energie zu gewinnen (Informationsstand: 2011). 65 weitere befinden sich in Bau. 125 Reaktorblöcke mit einer installierten Gesamtleistung von 37.794 MW wurden bis 2011 aus verschiedenen Gründen außer Betrieb genommen.
(Daten wicki)<< (2)Liste der AKW's

60 Jahre lang wird neben dem Strom Atommüll produziert
Es gibt mehr radioaktiven Müll als Gold auf der Welt

Von: kh ## Aus a) zitiert:
>>Die USA alleine produzieren jährlich 71.000 Tonnen Atommüll. Die mehr als nur tödliche Gefahr, die von den radioaktiven Materialen ausgeht, beschränkt sich jedoch nicht nur auf uns und unsere Kinder. Sie währt 200.000 Jahre lang.....
Hugo Chavez erheitert mit provokanten Behauptungen gerne die Gemüter. Sein jüngster Kommentar(3), dass es vielleicht Kapitalismus war, der eine Zivilisation auf unserem Nachbarplaneten Mars ausgelöscht haben könnte, sollte jedoch eher zum Nachdenken anregen...

Essen Sie gerne Meeresfrüchte?
100.000 Tonnen Atommüll wurden bis zum Jahr 1994 völlig legal in die Meere geworfen....
Am Mittwoch dem 23. 03. 2011 wurde im österreichischen Fernsehen eine 28-minütige Reportage zum Thema Atommüll gesendet. Zu Beginn zeigt sie Unterwasser-Aufnahmen von Greenpeace-Tauchern. Gefilmt wurden vom Rost zerfressene Fässer am Meeresboden, in denen sich einst nukleare Abfälle befanden. Wie auch bei Wikipedia nachzulesen ist, wurden bis zum Jahr 1994 insgesamt 100.000 Tonnen radioaktiven Mülls von Schiffen aus ins Meer geworfen.
Der vermutlich größte Teil der Behälter ist verrottet.
Der Inhalt im Meer verschwunden...

Die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield (GB) Und Le Hague (FR)
Schon der Ausdruck Wiederaufbereitung ist Schönfärberei

Meeresbodenproben aus Sellafield (GB) mußten als Atommüll entsorgt werden – Bremer Behörde ordnete Abtransport von Greenpeace-Proben in nukleares Zwischenlager an.

Greenpeace hatte die Proben im frei zugänglichen Gebiet in der Nähe des Abwasserrohres der Anlage in Sellafield entnommen und zur Untersuchung nach Deutschland gebracht. Ergebnis:
Das Material war derart radioaktiv belastet, daß es nach deutschem Gesetz als Atommüll galt.
Der Abtransport der Meeresproben aus Sellafield in ein atomares Zwischenlager belegt den ganzen Irrsinn der Wiederaufarbeitung.

Der sogenannte Brennstoffkreislauf ist eine Sackgasse:
Er verwertet nicht, sondern verzwanzigfacht die Atommüllmenge, und er ist nicht schadlos, sondern verseucht ganze Landstriche und Meeresregionen. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, die Verseuchung von Mensch und Umwelt durch deutschen Atommüll zu beenden und die Wiederaufarbeitung sofort zu verbieten.

Wikipeda: "Die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague spült über ein viereinhalb Kilometer langes Rohr täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal". Völlig legal, ungehindert, denn nur das Entsorgen von Atommüll mittels Schiffen wurde im Jahr 1994 von der International Maritime Organisation untersagt...(4)

Wie warnt man die Archäologen der Zukunft?
Der kanadische Wissenschaftler Hubert Reeves soll einen passenden Vergleich angestellt haben. Man stelle sich vor, die ägyptischen Pharaos hätten uns Atommüll hinterlassen. Was würden wir heute damit tun?
Und das ist bloß 3.000 Jahre her.

Derzeit existieren nirgendwo auf der Welt Endlager für den hoch-gefährlichen Atommüll.
In Deutschland wird in Hallen der Atommüll, in sogenannten Castoren angeblich sicher "zwischengelagert". Wirklich sicher und unbestritten ist das physikalische Prinzip der Thermik:
Warme Luft zieht nach oben. Wenn trotz aller theoretischer Berechnungen und trotz aller Beteuerungen unserer Behörden ein CASTOR undicht oder gar zerstört werden sollte, dann ist eine schnelle Verbreitung des giftigen und radioaktiven Inventars in luftige Höhen mit Hilfe der erhitzten Hallenluft garantiert. In nur einem einzigen CASTOR kann so viel radioaktives Inventar aufbewahrt werden, wie seinerzeit in Tschernobyl freigesetzt wurde.
b)siehe ippnw Reinhold Thiel Oktober 2003

In den EU Ländern fallen pro Jahr etwa 18.450 Tonnen Atommüll an
Nach 60 Jahren Schlendrian will die EU nun Konzepte 
aber erst zum Jahr 2015

Die EU hat in der Vorletzten Juli Woche im Jahr 2011 ein Gesetz verabschiedet, wonach jedes Mitgliedsland bis 2015 ein Konzept vorlegen muss, wie es seinen Atommüll endlagern will.
Etwa 7 000 Kubikmeter hoch radioaktiver Müll fallen in den 14 EU-Ländern, die AKW's betreiben pro Jahr an. Deponiert wird bisher in sog. Zwischenlagern.
Nur in drei Ländern- Finnland, Frankreich, Schweden - ist der Bau eines Endlagers, das neuere Sicherheitsstandards erfüllt in Planung.
Nach einer Verlautbarung der EU-Kommission befindet sich zur Zeit, auch kein Endlager außerhalb der EU im Bau bzw. in Planung.

2011 Das Juli - Endlager - Gesetz der EU
Ist es Teil der Sabotage der Stromkonzerne bei der Endlagersuche?

Alle jetzt von neuen Atommüll-Zwischenlagern bedrohten Regionen müssen sich im Klaren sein, daß damit die versprochene Räumung der sogenannten Zwischenlager immer unwahrscheinlicher wird. Wird niemand die inzwischen in 40 Jahren angesammelten „zwischen-gelagerten“ Castoren abholen kommen? Werden sie 'durchrosten'? Werden sie mit ihrem tödlichen Inhalt die umliegenden Landkreise zur Todeszone machen? Verschleppen Stromkonzerne die Endlagersuche, weil sie als Verursacher für die Kosten aufkommen müßten? Sie müßten ihre momentan höchst lukrativen Rückstellungen von etwa 35 Milliarden Euro im Falle eines Endlagers, für dessen Auf- und Ausbau ja verbrauchen.

Wie viel Zins & Zinseszins bringen eigentlich 35 Mrd. Euro pro Jahr?

Sie haben es fast geschafft die EU verlangt lediglich ein Konzept bis zum Jahr 2015, die Planung na ja mindestens weitere 15 Jahre. Fertigstellung weitere 15 Jahre so um das Jahr......

Wann sind die ersten der ältesten Castoren durchgerostet?.....

DAS EINZIGE EXISTIERENDE ENDLAGER FÜR ATOMMÜLL WELTWEIT: Endlager Ozean!
Nicht nur Tepco in Fukushima, auch in La Hague, Sellafield und anderenorts verseuchen Atomkonzerne die Weltmeere mit Atommüll. Jahrzehntelang durften radioaktive Abfälle sogar legal in den Ozeanen verklappt werden.
  Es ist immer noch ihre "billigste Entsorgungsvariante", und wer kann sie daran hindern?

a)
http://www.theintelligence.de/index.php/wissenschaft/umwelt/2382-es-gibt-mehr-radioaktiven-muell-als-gold-auf-der-welt.html 
b)
http://www.ippnw-ulm.de/text_gundremmingen-60jahre-atommuell.htm 

(1) Merke:
"VEB"~"Volkseigene Betriebe", erzeugen mit kommerzieller-Brille betrachtet, keine Ware zum Verkauf, wie z. B. AG's. Der relativ geringe Antrieb zur Steigerung einer Produktivität, die irgendwie den Wohlstand des ganzen Volkes heben sollte, brachte keinem beteiligten Individuum für sich meß-baren Zuwachs an Wohlergehen. Das, das System dennoch etliche Jahre dahinvegetierte ist für alle gut ausgebildeten Volkswirtschaftler, ein bisher nicht zu lüftendes Geheimnis.
Zum mitmeißeln: Eine Aktiengesellschaft (AG), die ein AKW betreibt, kauft alles zur Errichtung desselben (Selbstverständlich auf Kredit von Aktien-inhabern + Banken & mit Staatlichen Fördergeldern) Grund & Boden; Material aller Art; Planung; Bauausführung und so weiter. Die Betreiber AG- übernimmt vom Baukonsortium die Betriebsfertige Anlage und kauft nun, nur noch Monatlich: die Arbeitskraft, der Angestellten, Ingenieure, Techniker usw. bis zum Mann der den Hof fegt.

Der eigentlich wichtige Job der AG ist, alles so zu planen, das nach Abzug der Kreditzinsen der Tilgungsraten auf die Kredite und der Instandhaltungs-kosten, den Aktionären eine gute Dividende gezahlt werden kann.
Die Dividende kann um so höher sein, je grösser der Unterschied zwischen den Kosten zum Ankauf der Arbeitskräfte und dem Verkaufspreis des mit ihnen erzeugten Stromes ist. Hilfreich ist dabei auch, das die Arbeitnehmer, weil sie "IHRE" AG so lieben, zunächst bis zu einem Monat ohne Gegenleistung in Form von Euro's arbeiten und erst dann bezahlt werden müssen.
Warum Arbeitnehmer ihre AG's o.ä. so lieben, ist vor Jahren eher ungewollt, so aber doch ansatzweise durch die Theorie des sog. Stockholm-Syndrom erklärt worden. 
Siehe wikipedia Stockholm-Syndrom - Ursachen:
...Täter werden sich Opfern gegenüber oftmals wohlwollend verhalten, weil sie die Opfer als Vermögenswerte ansehen oder um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Hieraus kann eine emotionale Bindung und Dankbarkeit von Opfern gegenüber Tätern entstehen.
Der maximale Kontrollverlust bei einer Geiselnahme ist nur schwer zu verkraften. Erträglicher wird dies, wenn sich das Opfer einredet, es sei zum Teil auch sein Wille, beispielsweise, da es sich mit den Motiven der Entführer identifiziert.(5)

(2)Liste der AKW's:
  http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke#Geschichte 
(3)Chavez Kommentar:
   http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704461304576217060217916894.html 
(4) http://www.verbrauchernews.de/umwelt/tests/0000000956.html 
   http://www.bfs.de/de/ion/papiere/oekoinstitut02.pdf 
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom#Ursachen 

http://www.3sat.de/nano/natwiss/149389/index.html :
= ein Atomkraftwerk ca 14 t Atommüll pro Jahr
= ca 440 Atomkraftwerke = ca 6160 t pro Jahr!!
..Atomkraftwerke gibt es schon Jahrzehnte lang!

Folgender Text und Bilder aus: http://www.vordem.de/popup-atomianer.htm
P.S.
dann gibt's noch die "Atomianer" sie symbolisieren mit ihren Auftritten die Notwendigkeit, durch einen Kult die Information über die tödliche Strahlung des Atommülls 30.000 Jahre in die Zukunft zu übermitteln. aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie:

Atomianer
Die Atomianer, eigentlich: „Atomianer – Priesterschaft des Atommülls“, sind eine Gruppe politisch engagierter Atomkraftgegner aus Deutschland (u.a. aus der attac-Gruppe „Freies Wendland“). Zielsetzung der Atomianer ist es die Folgen der aktuellen Energiepolitik, insbesondere der Nutzung der Atomenergie und der Problematik der Endlagerung von radioaktiven Abfällen, in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Experten gehen davon aus, dass Atommüll für mindestens 1 Million Jahre an einem erdgeologisch und klimageschichtlich sicheren Ort eingeschlossen werden muss.

Die Benennung als „Priesterschaft des Atommülls“ geht zurück auf eine Idee des Linguisten Thomas Sebeok. Er schlug die Schaffung einer so genannten „Atom-priesterschaft“ vor, die mit eigenen Ritualen und Mythen das Wissen um die Lagerstätten und die damit verbundenen Gefahren durch radioaktive Abfallprodukte mit langen Halbwertszeiten (z.B.: Plutonium239: 24.400 Jahre, Technetium99: 200.000 Jahre) an zukünftige Generationen weitergeben soll.

Diese „Atompriesterschaft“ ist ein Lösungsansatz neben weiteren, die im Rahmen der Atomsemiotik entwickelt werden.
Die Problemstellung dabei besteht darin Wege zu finden, wie Informationen über die tödliche Ge- fahr über eine noch nicht abschätzbare Anzahl von Kulturen und geschichtlichen Abläufen hinweg sprachlich, kulturell und politisch tradiert werden können.

2005-atomianerEs ist die Frage zu beantworten, wie bereits heute - vor der Schaffung eines weltweit ersten sicheren Endlagers für tödlich strahlende Abfälle aus der zivilen und militärischen Nutzung der Atomenergie - ein kommunikativ-gruppendynamisches Modell, das eine fast ewig sozial und politisch sichere Perspektive bietet, install- iert werden kann, damit das für das Überleben der Menschheit unver- zichtbare Wissen über Sprachen, Generationen, und Kulturen hinweg bewahrt und weitergegeben werden kann."

 

 


 Besuchen Sie die Seite--> http://www.damals-im-wendland.de/
 
Obiger Text & Bilder als PDF: HIER

PDF zum 66. Jahrestag des A-Bombeneinsatzes am 6 August, 1945 in Nagasaki: HIER


Im AKW Fukushima Sonntag 10. Julie 2011

Es war inzwischen gelungen Wasser zu dekontaminieren und mit diesem Wasser die Kühlung der Reaktoren 1-3 in einer Art Kreislauf zu betreiben. Erklärungsversuch: Es wird kein neues nicht kontaminiertes Wasser zur Kühlung benutzt. Das Wasser im “Kreislauf”, wird bei jeder “Runde” neu kontaminiert und dekontaminiert. Die Wasser - Dekontaminierungsanlage dekontaminiert mehr Wasser als zum Kühlkreislauf benötigt wird. So werden die im AKW Fukushima angesammelten 100.000 Tonnen radioaktiv verseuchtem Wasser langsam verringert.
Jetzt wurde die Reinigung des radioaktiven Wassers abgebrochen, nachdem am Sonntagmorgen dort Chemikalien freigesetzt worden waren, die zur Dekontamination dienen. Es handele sich nach Angaben des Betreibers TEPCO nicht um giftige Substanzen. Es bestehe keine Gefahr für die Umwelt. Das Unternehmen arbeitet bereits daran, das Leck zu finden. Es seien circa 50 Liter der Substanz ausgetreten, so die Nachrichtenagentur Kyodo. Laut TEPCO konnte die Kühlung jedoch weiterhin mit Wasser das bereits dekontaminiert worden war fortgesetzt werden- es gab keine Probleme im Kühlkreislauf der Anlage.

Dekontaminierungsversucch mit Sonnenblumen
In Gebieten mit Strahlungswerten von 7 bis 21 Mikrosievert pro Stunde wurden Sonnenblumen ausgesät. Bei den Ortschaften Namie und Katsurao zugehörig der Präfektur Fukushima ist ein Test
angelaufen. Schon bei derTschernobylkatastrophe 1986 wurden Sonnenblumen benutzt, da sie radioaktives Cäsium aufnehmen. Sollte die Cäsiumaufnahme ausreichend sein, soll die Dekontamination des Bodens durch Sonnenblumen auf größere Gebiete ausgeweitet werden.
Die Sonnenblumen wären danach wie radioaktiver Abfall zu behandeln.

Ende Juni Anfang Juli
Bei Bodenproben im japanischen Katastrophengebiet rund um die AKW-Ruine Fukushima eins sind weitere Spuren von radioaktivem Strontium entdeckt worden. Der gefährliche Stoff sei an elf verschiedenen Orten in der Provinz gefunden worden, gab das Wissenschaftsministerium bekannt.
Strontium wird vom Körper in den Knochenaufbau eingebaut und erzeugt dann Leukämie. Bei der Katastrophe in Fukushima ist es offenbar in einigen Reaktoren zu einer so starken Kernschmelze gekommen sein, dass sich der Brennstoff durch die Reaktordruckbehälter gefressen hat. So ein Untersuchungsbericht, den die japanische Regierung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) übermitteln wird.

Fleisch aus Fukushima stark mit Cäsium belastet:
Mit 2300 Becquerel von radioaktivem Cäsium pro Kilogramm wurde erstmals in Fleisch der in Japan geltende zulässige Maximalwert von 500 Bq/kg überschritten.

Stresstest
Trotz Strommangel sollen 54 Meiler einer Belastungsprobe unterzogen werden, bevor sie wieder ans Netz gehen. Derzeit sind 35 der 54 Kernkraftwerke in Japan abgeschaltet - entweder weil sie beschädigt wurden oder als Vorsichtsmaßnahme. Der Strom ist deshalb seit Monaten knapp. Im Sommer erhöht sich der Strombedarf in Japan wegen der vielen Klimaanlagen rapide. Schon jetzt steigt das Quecksilber stellenweise auf fast 40 Grad. Nach einem sogenannten Stresstest sollen die Meiler dann so schnell wie möglich wieder hochgefahren werden. Damit stößt die japanische Regierung jedoch auf Widerstände bei den umliegenden Gemeinden, die fordern schärfere Sicherheitsauflagen. Die Nachrichtenagentur Kyodo meldet einen neuen Zwischenfall in einem AKW. Im AKW Tokai Nummer 2 in der nordöstlichen Provinz Ibaraki war ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht werden konnte.

Kyushu Eletric Affäre
Mitarbeiter von Kyushu Electrics waren von der Firmenleitung aufgefordert, sich als normale Bürger auszugeben und bei einer Fernsehshow durch senden eigener E-Mails eine breite Unterstützung der Bevölkerung für die Neustarts der Kernkraftwerke vorzutäuschen. Auf die Art sprachen sich so insgesamt 286 von den 589 eingegangenen E-Mails für eine Weiterführung der Atomkraftanlagen aus.

Ökokatastrophe steht bevor
Nachdem der Kühlversuch mit dekontaminiertem Wasser aufgrund von undichten Stellen im Rohrsystem bereits nach 90 Minuten wieder abgebrochen werden musste und die Reparatur- arbeiten nach Angaben der Asahi Shimbun am Dienstag dem 28. Juni begannen, droht Gefahr für die Umwelt.
Die Entsorgung radioaktiv belasteten Wassers aus den Gebäuden ist bis zum heutigen Tag ein nicht zu lösendes Problem. Nach Expertenmeinung würde bereits um den 5. Juli der Wasserstand in den Gebäuden das Erdgeschoss erreichen und große Mengen hochgradig radioaktiven Wassers würden ins Grundwasser, das Erdreich und die umgebenden Küstengebiete gelangen.


Sofortiger Atomausstieg: Artikel von Jürgen Kruse als pdf HIER


WEITERLEITEN & VERBREITEN:
An die Vorsitzenden der Fraktionen des Deutschen Bundestages und der zugehörigen Parteien Berlin, 7. Juni 2011
Offener Brief
Steuerzahler vor Entschädigungsklagen schützen
Atomausstieg vollumfänglich begründen!
den Brief als pdf HIER


IPPNW-Presseinformation vom 19. Juni 2011
Parteien droht Abstrafung durch Wähler
Entschädigungsklagen wegen schlechter Atomgesetz-Begründung

19.06.2011Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW warnt die im Bundestag vertretenen Parteien vor einer Abstrafung durch die Wähler, sollten sie die geplante Atomgesetz-Novelle nicht verfassungsfest und entschädigungssicher machen. "Man muss kein Jurist sein, um zu erkennen, dass in der Begründung des Gesetzentwurfs keine Gründe für die Stilllegung bzw. für die Befristung von Atomkraftwerkslaufzeiten geliefert werden", so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz.

"Damit bereiten CDU, CSU und FDP den Atomkonzernen eine Steilvorlage für Verfassungsklagen und für milliardenschwere Schadensersatzforderungen zu Lasten der Steuerzahler, die leicht vermeidbar wären. Auch SPD und Grüne erwägen eine Zustimmung. Sie scheinen den Ernst der Lage noch nicht erkannt zu haben. Damit riskieren diese Parteien, bei den nächsten Wahlen in einer Weise abgestraft zu werden, wie sie es noch nie erlebt haben."

"Spiegel-Online" zufolge bereiten die Stromkonzerne mit Hilfe von namhaften Anwaltskanzleien und "Top-Gutachtern" bereits Verfassungsklagen gegen die Bundesregierung vor, um das Atomgesetz zu kippen und anschließend milliardenschwere Schadensersatzforderungen stellen zu können. Die IPPNW warnt schon seit Wochen vor den unnötigen Risiken für die Steuerzahler aufgrund eines nicht sauber begründeten Gesetzes.

In einem Offenen Brief an die Vorsitzenden der Fraktionen der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien vom 7. Juni 2011 belegt die IPPNW detailliert die eklatanten Schwächen der Gesetzesbegründung und liefert Begründungselemente, mit denen das Gesetz entschädigungsfest gemacht werden kann. Am vergangenen Freitag initiierte die Organisation eine Kampagne, mit der jede und jeder Einzelne der 621 Bundestagsabgeordneten in die Pflicht genommen wird, das offenkundige Risiko für die Steuerzahler abzuwenden.

Kontakt: Henrik Paulitz (Atomexperte), Tel. 0171-53 888 22. Angelika Wilmen (Pressesprecherin), Tel. 030-69 80 74-15. Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Email: ippnw@ippnw.de


Brennelementwechsel gefährlicher als bisher angenommen
Hohe Tagesspitzenwerte beim AKW-Brennelementwechsel

22.06.2011 Schon bei einem einzigen Brennelementwechsel wird bis zu einem Drittel der jährlich abgegebenen Menge an radioaktiven Edelgasen und bis zu 50% der Jahresabgabe an radioaktivem Jod über den AKW-Kamin abgelassen und in die Umgebung verteilt. Das belegte die gestrige Sendung Plusminus. Die ARD-Recherchen bauen auf Nachforschungen der IPPNW auf und bestätigen die These, dass die Brennelementwechsel gefährlicher sind als bisher angenommen.


40 Prozent Hilfskräfte, 10-Stunden-Schichten und die Verringerung von Prüfungen
Atomkraftwerks-Service
06.06.2011 Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über Tausende Leiharbeiter in deutschen Atomkraftwerken. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert bereits seit langem, dass bei der Wartung deutscher Atomkraftwerke regelmäßig ungelernte Hilfskräfte und Leiharbeiter eingesetzt werden.


Tepco-Techniker stoppen Reinigung radioaktiver Brühe, nach nur 5 Std.


US-Atomkraftwerk Fort Calhoun war durch Missouri-Hochwasser gefährdet
Radioaktivitäts-Freisetzungen aufgrund von Undichtigkeiten denkbar

20.06.2011 Ein Hochwasser des Missouri-River bedrohte das Atomkraftwerk Fort Calhoun im US- Bundesstaat Nebraska. Nach Einschätzung der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW ist es vorstellbar, dass das extreme Hochwasser aufgrund von Undichtigkeiten längst die "Kellerräume" des Atommeilers geflutet hat, in denen sich empfindliche Betriebs- und Sicherheitssysteme befinden. "Für Deutschland liegt die Aussage eines ehemaligen Siemens-Ingenieurs vor, wonach bei weitaus weniger dramatischen Hochwasserständen des Rhein regelmäßig Wasser in das Reaktorgebäude von Biblis eingedrungen ist", so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz....mehr:
http://www.ippnw.de/presse/presse-2011/artikel/7ce0c11540/us-atomkraftwerk-fort-calhoun-koennt.html


Fukushima/Japan/USA
Es gibt nur düstere Ausblicke auf die momentan ablaufenden Vorgänge und die zuküftigen Desaster in Fukushima und anderen AKW-Standorten. Auch von den beiden vom Hochwasser des Missouriflusses in den USA bedrohten AKW's, von denen eines zum Glück ausser Betrieb ist, ist keine Entwarnung zu vermelden.

GREENPEACE: " Von dem ständig steigenden Hochwasser am Missouri-River ist nun auch das Atomkraftwerk Cooper bei Brownville betroffen. Arbeiter versuchen das noch im Leistungsbetrieb befindliche Kraftwerk mit Sandsäcken zu schützen. Laut Betreiberangaben soll das AKW herunte- gefahren werden, wenn der Flusspegel um weitere 90 Zentimeter steigt."
Bilderstrecke: http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/us_atomkraftwerk_von_flut_bedroht/ 

USA: AKW unter Wasser | Julius-Hensel-Blog21. Juni 2011 ... von Reimar Paul
Ein Atomkraftwerk säuft ab, und möglichst niemand soll es mitbekommen. So ließe sich das Szenario umschreiben, ... In den Abklingbecken des AKW Fort Calhoun lagert hochradioaktiver Atommüll der letzten 20 Betriebsjahre.


In Deutschland sind die Medien zur Tagesordnung übergegangen, äußerst selten erfahren wir noch etwas über den Stand der Dinge in Fukushima oder über andere AKW-Krisen.

Die Presse in Japan und International ist zur Vollprofi- Infopolitik im Sinne der Atomindustrie zurückgekehrt. Das um sich greifen der Erkenntnis, die Atomtechnik ist nicht beherrschbar, soll auf jeden Fall eingedämmt werden. Diverse Ansätze der "Schadensbegrenzung", durch Vernebelung und Verwirrung des Publikums seitens der Verursacher, der Atomindustrie werden global inszeniert

1. Im Fall Tschernobyl, da waren die unterentwickelten Sicherheitsstandards der Russen schuld 
2. In Japan das Erdbeben & ein folgender Tsunamie
3. Eine "Nachrichtensperre", auf Druck der Anzeigenkunden
4. Nachrichten verschweigen & verharmlosen

Eine Kontrolle der Atomruine in der Form, wie in Tschernobyl durch einen Sarkophag ist im Jahr 2011 nicht mehr im Plan. Tepco, sowie die internationalen Experten der Nuklearindustrie konstatieren: in drei der Reaktoren findet eine unkontrollierte Kernschmelze statt. Die größte Gefahr geht vom vierten Reaktor aus, sein Gebäude ist vom Einsturz bedroht. Der Inhalt des Reaktors ist derart, das bei eventuellen Nachbeben unkontrollierbare Kettenreaktionen ausgelöst werden. In diesem Fall ist die Welt mit umfassenden Radioaktivenemissionen bedroht.
Der Brand im Brennelementebecken dieses Reaktorgebäudes hatte bereits im März erhebliche Freisetzungen von radioaktivem Material der Brennstaebe zur Folge, sie wurden von keiner Schutzhülle mehr aufgehalten.

Die immer noch provisorische Kühlung der Reaktoren produziert täglich tausende Tonnen kontaminiertes Wasser. Durch diverse Lecks aus den Reaktoren werden Keller, Gruben und Kabelkanäle Graeben mit dem radioktiven Wasser geflutet. Das Kühlwasser durch den Kontakt mit den Brennstäben bzw. den in Kernschmelze befindlichen "Brennstäben" ist hochradioaktiv verseucht. Das Konzept, das Kühlwasser in einem Kreislauf einzusetzen und dabei die radioaktiven Stoffe herauszufiltern, ist nicht realisierbar: das Material, das sich in den Filtern sammelt, würde diese durch die von der Radioaktivität verursachten hohen Temperaturen zerstören. Die Hohe Strahlungsintensität schließt auch aus, daß sich Arbeiter den Filtern zum Austausch nähern können.

Das Grundwasser in der Umgebung der Atomruine wird zunehmend durch das kontaminierte austretende Kühlwasser für Mensch und Tier auf lange Zeit unbrauchbar.

Wer die Informationspolitik der Japaner nach dem Nukleardesaster beobachtete, konnte eventuell zu dem Schluss gelangen, man habe dort nichts mehr im Griff, die Politik sei ebenso vollkommen überfordert, wie der Betreiber Tepco. Dieser Schluss mag in technischer und organisatorischer Hinsicht mit Blick auf das Katastrophenmanagement zutreffen. Wer einen Blick auf, die Resultate dieses Durcheinanders, dieser Sammlung der Unfähigkeit auf höchster Ebene wirft, kommt zur Feststellung, dass die Opfer, die Betroffenen dieser "Inkompetenz" nicht die Urheber selbst sind, sondern die Bevölkerung, die hat unter den Konsequenzen zu leiden.

Als Urheber zu betrachten ist die globale Nuklearindustrie und die ihr zuarbeitenden Politiker. In den vergangenen Monaten war zu erkennen, dass die Muster ihrer Geschäftstätigkeit auf dem Sektor der Energiepolitik in den westlichen Staaten fast identisch sind, eine unbeugsame Haltung der Ablehnung vorhandene Risiken zur Kenntnis zu nehmen. Eine pathologische Verdraengung von Risiken, die Leichtfertigkeit im Umgang mit Gefahren, die Neigung Kosten zu minimieren, ungeachtet der Konsequenzen, die Verfilzung von staatlichen Kontrollbehörden mit privaten Kraftwerksbetreibern. Die Leugnung von Störfällen und Emissionen solange, bis sie nicht mehr in Abrede zu stellen sind, die Kumpanei von Medien und Politikern mit den Energiekonzernen und ihrem Management:- da sind die Unterschiede geringfügig, ob man auf Japan, die USA, Frankreich oder Deutschland fokussiert. 

In Japan wurden nun unter dem Druck der Öffentlichkeit Fehler und Kontrollverluste eingeräumt.
In anderen Ländern, in denen die Nuklearindustrie einen relevanten Anteil an der Stromerzeugung hat, dominieren weiterhin deren Bemühungen, das Desaster als japanischen Sonderfall hinzustellen.

Dass die Atomkonzerne auch hier eng vernetzt sind mit den Kontrollbehörden und gemeinsam mit diesen jedes Risiko solange bestreiten, bis das reale Eintreten eines Schadens nicht mehr zu leugnen ist, wird nur selten von den Medien berichtet. So wurde immer behauptet, ein Bruch des Reaktor-Sicherheitsbehälters, des Containments, sei praktisch undenkbar. Dieser Fall ist in den Reaktoren Fukushima 1 - 3 aufgetreten. Risse des Containments waren allerdings auch vorher bereits bei amerikanischen Reaktoren bekannt geworden - ohne die Kontrollbehörde daran zu hindern, zu bestreiten, dass ein solcher Fall möglich sei.

In Deutschland stellen sich die Nuklearkonzerne auf den Standpunkt, dass der Betrieb der Reaktoren ihr gutes Recht sei und der Versuch von seiten der Politik, dies Recht einzuschränken, als nicht legal zu betrachten sei. Dieser Herangehensweise wird vom Tigerentenclub unter Angela Merkel unterstützt, indem das Atom- Ausstiegs- Gesetz so schlecht begründet wird, dass es den Energiekonzernen eine Steilvorlage für juristische Gegenmassnahmen und hohe Ent- schädigungsforderungen liefert.

Der Zweck dieses Vorgehens kann nur sein, dass auf diesem Weg die Atomkonzerne schadlos gehalten werden sollen - auf Kosten der Steuerzahler - während der Öffentlichkeit vorgespiegelt wird, man bemühe sich ernsthaft um einen wirksamen Atomausstieg. Die Probleme sind angeblich in der Komplexitaet der Energiepolitik bzw. der technischen Gegebenheiten zu suchen und beim besten Willen nicht besser zu lösen. Es wäre so einfach, den Konzernen die Haftung für das Betriebsrisiko der Kraftwerke aufzuerlegen, denn es Existiert keine Versicherung die bereit ist dies Risiko zu übernehmen. Bisher haftet per Gesetz der Staat, für das sogenannte Restrisiko. Auch die Sicherheitsanforderungen auf einen Level zu heben, auf dem durch einen bei anderer Gelegenheit gern zitierten Terrorangriff keine Gefährdung der Bevölkerung verursacht würde, hätte die Abschaltung der AKW's zur Konsequenz. Damit läge die Last bei den Kraftwerksbetreibern anstatt beim Steuerzahler, wie es die schwarz-gelbe Regierung bevorzugt. Die Konzerne mit ihren Rechtsexperten werden den Tigerentenclub einen Gesetzestext verabschieden lassen, GEWINNE FÜR DIE KONZERNE--VERLUSTE WERDEN SOSIALISIERT!

DESHALB WEITERLEITEN VERBREITEN:
An die Vorsitzenden der Fraktionen des Deutschen Bundestages und der zugehörigen Parteien Berlin, 7. Juni 2011 Offener Brief
Steuerzahler vor Entschädigungsklagen schützen Atomausstieg vollumfänglich begründen!
den Brief als pdf HIER

http://www.fairewinds.com/
http://www.chrismartenson.com/blog/exclusive-arnie-gundersen-interview-dangers-fukushima-are-worse-and-longer-lived-we-think/58689
www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33716

 

       “VORSICHT EULENSPIEGELEI!”
  SCHNELLE EINGREIFTRUPPE AUS DE BRINGT ‘HILFE’?:
FUKUSHIMA MON AMOUR
              

BAD NEWS AUS TOKIO
In den Anlagen des havarierten AKW Fukushima stehen 100.000 Tonnen radioaktives Wasser
03.06.2011 Wasserspiegel in Reaktor 1 fällt überraschend:

War der Wasserstand am Montag in 24 Stunden um 376 Millimeter gestiegen, fiel er in den folgenden 24 Stunden um einen und zwischen Donnerstag- und Freitagmorgen um 79 Milimeter. Wohin das Wasser austritt ist unklar, meldet die Yomiuri Shimbun.

Durch einen Riss läuft jetzt das radioaktiv stark belastete Wasser in den Pazifik
Nach Angaben von Hidehiko Nishiyama, Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde ist stark radioaktives Wasser ausgetreten und ins Meer gelangt. Die Betreiberfirma Tepco nennt als Ursache ein Leck im Betonboden von Reaktor 2. TEPCO erklärte, die genaue Ursache sei ein Riss in der Wand einer 2 Meter tiefen Grube für elektrische Kabel unter Reaktor 2. Es werden Strahlungswerte von 1000 Milisievert gemessen. Die Grenzwerte im Meer werden um das Doppelte überschritten: Informationen die das japanische Wissenschaftsministerium veröffentlichte zufolge, überschreitet die Belastung mit radioaktivem Jod 40 km von Fukushima entfernt, in der Nähe der Stadt Iwaki, den Grenzwert um das Doppelte. Japanische Fischer protestieren: Aufgrund der jüngsten zunehmenden Verseuchung des Pazifiks mit radioaktivem Wasser aus dem AKW Fukushima werfen Fischer der Betreiberfirma TEPCO vor, sie würden ihrer Lebensgrundlage beraubt

02.06.2011 Japan zieht grünen Tee wegen Radioaktivität aus dem Verkehr.

29.05 - 01.06.2011
In den Anlagen des havarierten AKW Fukushima stehen 100.000 Tonnen radioaktives Wasser
Wegen des Regens stieg der Wasserpegel stündlich. Damit auch die Gefahr, dass hoch verstrahltes Kühlwasser erneut in großen Mengen in den Boden und das Meer gelangt. Die von TEPCO versprochene Filteranlage wird frühestens im Juli einsatzbereit sein. Im Wasser auf dem Boden des Reaktors 1 wurde radioaktives Cäsium mit Strahlenwerten von zwei Millionen Becquerel pro Kubikmeter gemessen. Es wird vermutet, dass das radioaktive Material von den ge- schmolzenen Brennstäben im Reaktor stammt und aus dem Druckbehälter austritt.
Der TV-Staatssender NHK berichtete, das Wasser steigt in den Turbinengebäuden von Reaktor 2 und 3 mittlerweile um drei, vier Millimeter pro Stunde, seit am Sonntag die ersten schweren Regenfälle in der Region eingesetzt haben.

Betreiber Tepco kann den Plan vom 28. April nicht einhalten
Am 28. April 2011, noch hatte Tepco einen Stufenplan vorgelegt und versicherte, die Atomanlage in sechs bis längstens neun Monaten stabilisieren zu können. Am 31. Mai 2011 zieht der Fukushima- Betreiber diesen Zeitplan zurück. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo die einen Tepco- Manager zitiert, werde es voraussichtlich „eine größere Verzögerung der Arbeit" geben. Die als teilweise Kernschmelze in den Reaktoren l bis 3 bezeichnete Problematik, wird als Begründung für zu erwartende Verzögerungen der Reparaturarbeiten angeführt.
Die Umfrage der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei" ergab, dass inzwischen etwa 70 Prozent der Japaner unzufrieden, mit der Handhabung der Atomkatastrophe durch die Regierung sind.

Arbeiter verstrahlt
Am 30. Mai wurde bekannt, dass zwei Arbeiter in der Kraftwerksruine Fukushima einer zu hohen Strahlendosis ausgesetzt worden sind. Nach Tepco Angaben hat die Dosis mehr als 250 Millisievert an Radioaktivität betragen. Bei medizinischen Untersuchungen der Betroffenen durch die staatliche Atomaufsichtsbehörde sind in der Schilddrüse zehn mal so hohe Werte radioaktiven Jods 131 wie bei anderen Arbeiten festgestellt worden. Der Grenzwert war für die Arbeiten an der Kraftwerksruine Fukushima von der japanischen Regierung "vorsorglich" von 100 auf 250 Millisievert erhöht worden.

Freitag 3. Juni 17:30 Uhr Tepco Aktie: -7,77% 2,44 EUR Tendenz weiter fallend
Aktuell gehandelt: heute, 51.098 Stk. Marktkapitalisierung: 4,2 Mrd. EUR


1. GESTÄNDNIS DES WEBMASTERS!

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
In jungen Jahren gehörte ich zu den Bewunderern der friedlichen Nutzung der Atomenergie. Es war für mich absolut bestechend, aus einem Klumpen Uran 235, jahrelang Energie für eine ganze Stadt erzeugen zu können. Ich hoffte auch auf den Fusionsreaktor, der die Weltenergieprobleme endgültig lösen könnte. Die Störfälle, in der Geschichte der nuklearen Energiegewinnung, 1969 in der Schweiz, 1977 in der Tschechoslowakei, 1980 in Frankreich – konnten meine positive Grundeinstellung keineswegs erschüttern. Harrisburg wurde seinerzeit als erster „Ernster Unfall" bezeichnet, laut offizieller Darstellung gab es keine Toten. Das knappe vorbei schrammen an einem Supergau, heute würde wohl der Vorfall in Harrisburg, als Gau bezeichnet, das ist der größte anzunehmende Unfall in einem AKW, der unter Einsatz aller Sicherheitssysteme noch beherrschbare Störfall. Die Umwelt wird dabei nicht über die zulässige Grenzwerte hinaus mit Strahlen belastet. Dieser Störfall brachte meine Annahmen von der prinzipiellen Beherrschbarkeit dieser Technik doch schon etwas ins Wanken.

1968 der Super-Gau in Tschernobyl wobei viele Menschen ums Leben kamen, viele erkrankten sehr bald oder auch in den Jahren danach. Bis heute und noch in Zukunft werden Menschen daran erkranken oder Sterben. Damals habe ich meine Einstellung zur AKW- Technik nochmals überdacht.

2. GESTÄNDNIS ICH BIN ELEKTRIKER
Als solcher beherrsche ich bestimmte Vorgehensweisen zur Fehlersuche und Fehlerbeseitigung in Elektroanlagen. Aus je mehr Einzelteilen ein elektrisch betriebenes Gerät gefertigt ist, um so Störanfälliger ist das Teil. Vielfach steckt der Fehlerteufel im Detail, wer das hier liest sitzt vor seinem Computer, also gut der vor dem ich sitze ist ein Bigtower, ich hab irendwann eine PCI- Videokarte und eine Haupauge DVB's Karte nachgerüstet. Obwohl das Netzteil lt. aufgedruckten Angaben die paar Watt mehr, locker hätte liefern sollen, gab es im Sommer eine kleine Explosion im Tower. Das Netzteil war verreckt und hatte dabei noch mein Asus-Motherboard mitgekillt.
Asus tauschte es mir gegen ein neues um (2 Jahresgarantie über den Händler, danach ein 3. Jahr bei Asus direkt, damals). Nach 3,5 Jahren verreckte die Haupaugekarte, das Floppylaufwerk ist das 3., meine DVD-Laufwerke/Brenner "tragen die Nummern 2. und 3.", Motherboard und Grafikkarte hab ich bei Anschaffung eines P4 Prozessors aufgerüstet. Von den ursprünglichen Komponenten ist noch das Blechgehäuse und ein PCI-SCSI-Controller vorhanden.

Ein AKW besteht aus vielerlei Komponenten
Wer sich jetzt eines der vielen Bilder, die er mal über eine Schaltzentrale eines AKW gesehen hat, ins Gedächtnis ruft, erinnert sich bestimmt an die Riesen Menge Schalter, Kontrollämpchen, Anzeigen mit Zeigern etc., das ist nur das oben rum sichtbare, innerhalb der Blechtafeln, Tische und Kasten sieht es noch viel verwirrender aus, ehrlich! Ob sie es glauben oder nicht, das Bedienungspersonal, wäre bei einem Blick hinter das Blech genau so verwirrt wie sie.
Diesen Menschen die ja immerhin die Bedienung der Anlage erlernt haben, denen ist das öffnen von Schalttischen oder Tafeln strikt verboten! Das ist nur Spezialisten gestattet und auch die dürfen darin befindliche gekapselte Module nicht öffnen, sondern wenn z. B. eine Kontroll- LED einen Defekt anzeigt nur das gesamte Modul austauschen. Für bestimmte Sicherheitsrelevante Teile sind natürlich Reservebauteile vorgesehen, die automatisch anspringen, wenn das erste Teil versagt. Nun da sind wir in etwa da, wo Papa & Sohn sich befinden, die während der Ebbe eine Kleckerburg gebaut haben und beim kommen der Flut dann einen Damm zum Schutz ihrer Burg nach dem anderen an die Flut verlieren.

Es grenzt fast an Wunder
Viele Gewerke und Spezialisten sind am Auf- und Zusammenbau eines AKW beteiligt. Dazu kommt das beispielsweise ein Schaltschrank geliefert von der FirmaXXY nicht komplett von der XXY hergestellt wird, die Arbeitsteilung im Zuge der Globalisierung ist enorm. Es ist möglich das im Inneren des Schrankes Module der FirmaYYZ arbeiten, die wiederum Platinen und Elektronische- Schaltkreise beinhalten, die von noch anderen Zulieferern stammen. Selbstverständlich garantiert jeder Zulieferer 3 oder sogar 5 Jahre störungsfreien Betrieb seiner Teile, außerdem wird ja jedes Modul noch streng getestet.

Versuchen sie mal heraus zu finden aus wieviel Einzelteilen ein AKW zusammengesetzt ist. (Entweder die Listen sind geheim? Oder es werden keine angelegt, weil wenn dann zu viele Teile nach erfolgtem Zusammenbau übrigbleiben, sich niemand traut das AKW einzuschalten? Ich hab keine Liste gefunden, wo es doch eine simple Methode gäbe, einfach nur verbaute Teile in die Liste aufnehmen.
Irgendwie ist der, der den Schalter "EIN", betätigt ein Wundergläubiger und tatsächlich es funktionieren ja Weltweit viele von den AKW's.
Wie wir auch Wissen - mindestens bis zur Explosion!

Von wegen Einzelteileliste
Immerhin hab ich herausgefunden das AKW-Stade hat 132.000 Tonnen gewogen
Sinngemäß aus der taz vom 11.10.10 mit der Überschrift: "Technik im Stil von gestern"...
AKW - Stade es zu bauen, dauerte vier Jahre - von 1968 bis 1972. Stade ging 1972 ans Netz und lief bis zum 14. November 2003. Erst 2015 soll das AKW Stade vom Erdboden verschwunden sein*. Insgesamt wird der Abriss dann 12 Jahre gedauert haben.
Der Bau des AKW kostete 300 Millionen D-Mark. Die Kosten für den Rückbau liegen bei 500 Millionen Euro. Das Stader Tageblatt berichtete am 23.12.08: Von den 132 000 Tonnen Schrott und Schutt aus dem nuklearen Bereich des Kernkraftwerks sind 2,3 Prozent radioaktiv - das sind über 3000 Tonnen. 
*Natürlich bleiben uns auf Jahrhunderte bis Jahrtausende die strahlenden Reste auf der Erde erhalten. Es fehlt nur der Experte der den Betreibern die Lagerkostenrechnung zustellt, bevor sie Konkurs anmelden! Es ist jetzt auch eines meiner Hauptargumente gegen die Atomtechnik, das es ist unmöglich ist den Radioaktiven- Müll so zu lagern das er nicht auch noch zukünftige Generationen bedroht.

Die Internationale Atom Ausichtsbehörde IAEO wird gern von AKW-Betreibern, bestimmten Presseorganen und auch von Regierungen als unabhängigere Instanz zitiert. In ihren Statuten hat diese Behörde jedoch, die Förderung der Atomenergie stehen.

Das Kernkraftwerk Fukushima besteht aus sechs Druckwasserreaktoren
Der wichtigste Vorteil dieser Bauweise: Das Wasser, das den Reaktor umspült, bleibt im Reaktorgebäude und ist von den Wasserkreisläufen im Maschinenhaus getrennt. Turbine und Maschinenhaus müssen nicht in besondere Strahlenschutzmaßnahmen einbezogen werden, weil die Turbinen nicht mit radioaktiven Stoffen in Berührung kommen. Andererseits gibt es beim Druckwasserreaktor nicht den „Selbstregelungseffekt” über die Dampfentwicklung wie beim Siedewasserreaktor. Zum Steuern des Druckwasserreaktors wird dafür – neben den Regelstäben – dem Reaktorkühlwasser Borsäure zugesetzt. Bor absorbiert Neutronen, so dass sich durch Veränderung der Borsäurekonzentration der Reaktor regeln lässt. Der Reaktordruckbehälter muss einen gewaltigen Druck aushalten, viel mehr als im Siedewasserreaktor. Er besitzt daher Wände, die so dick sind wie ein Unterarm lang – rund 25 Zentimeter – und kann um die 500 Tonnen wiegen. Techn. Fakten Aus:
http://www.kernfragen.de/kernfragen/technik/04-Reaktortypen/4-04-Der-Druckwasserreaktor.php 


ZEHN WOCHEN NACH DER KATASTROPHE GIBT TEPCO ZU, DASS ES DREI KERNSCHMELZEN IN DER ATOMANLAGE GEGEBEN HAT
Die Hiobsbotschaften aus der japanischen AKW - RUINE Fukushima reißen nicht ab
Jetzt ende Mai erklärte die Betreiberfirma Tepco, dass es in den Reaktoren 2 und 3 wohl doch zu einer weitgehenden Kernschmelze gekommen sei, und zwar schon in den Tagen nach dem Erdbeben vom 11. März.

Es ist das erste Mal, dass Tepco bestätigt, was Experten schon seit langem vermuten.

Bisher wurde nur von einer Kernschmelze in Reaktor 1 gesprochen. Für das späte Eingeständnis gibt es zwei mögliche Gründe, beide sind gleichermaßen beängstigend: Entweder hat das Unternehmen versucht, die Öffentlichkeit über die Ausmaße der Katastrophe von Fukushima zu täuschen, oder der Kontrollverlust über die Krisenreaktoren war so vollkommen, dass Tepcos Experten tatsächlich mehr als zehn Wochen brauchten, um einen Überblick des tatsächlichen Katastrophenverlaufs zu erstellen.
Offensichtlich wurde, dass Tepco Informationen immer nur häppchenweise herausgibt, statt seinen gesamten Kenntnisstand mit der Öffentlichkeit zu teilen. Skeptisch sollte Tepcos Einschätzung beurteilt werden, die Situation in den havarierten Reaktoren sei "stabil" und könne bis Ende des Jahres unter Kontrolle gebracht werden.

Nach der Zweiten Maiwoche hatten japanische Medien unter Berufung auf anonyme Unternehmensmitarbeiter berichtet, dass über die Unfallursache intern eine andere Theorie existiere, als die nach außen publizierte. Danach sollen bereits die Erdstöße allein zum Ausfall der Kühlsysteme geführt haben, nicht erst durch nachfolgenden Tsunami zerstört worden sein. Das würde bedeuten, die Reaktoren waren weitaus störanfälliger , als Tepco bisher bereit war zu zugegeben. Schon in der Nacht nach dem Beben sollen Messungen auf einen Strahlungsaustritt und eine Kernschmelze hingedeutet haben. Informationen, die Tepco der Öffentlichkeit und eventuell auch der Regierung verschwieg. Als dann die Situation außer Kontrolle geriet, sollen Unternehmensvertreter gegenüber Premier Naoto Kan die Absicht geäußert haben, die Rettungsarbeiten einzustellen, was der Regierungschef in einer heftigen Aussprache verhinderte und dann persönlich die Einsatzleitung übernahm.

Die Politik ist in Japan noch enger mit der Wirtschaft verflochten, als in der Bundesrepublik Deutschland, effektive und unabhängige Aufsichtsmechanismen wussten die japanischen Wirtschaftsbosse immer zu verhindern. Die Parteienführer rekrutieren sich im wesentlichen aus der Wirtschaft, so das es für die Wirtschaft unwesentlich ist welche der Staatstragenden großen Parteien eine Wahl gewinnt, die von ihnen protegierten sind immer dabei. Seit 2009 ist die Demokratische Partei Japans (DPJ) an der Macht, ihre Zustimmungswerte bei den Wählern liegen inzwischen unter zwanzig Prozent. Zunehmend belasten die Berichte über Tepcos verheerendes Krisenmanagement auch die darin involvierte Regierung, die jedoch offensichtlich auch immer noch über viele Missstände im Dunkeln gelassen wird. Erst jetzt soll eine jüngst zusammengestellte unabhängige Untersuchungskommission Firmendokumente im Zusammenhang mit der Atomkatastrophe einsehen und Tepco-Techniker und Regierungs- sowie Behördenmitarbeiter befragen dürfen.

Der Wert der Firma Tepko sinkt
Tepco musste einen Jahresverlust von 1,5 Billionen Yen (12,8 Milliarden Euro) bekannt geben. An der Börse hat das Unternehmen 80 Prozent seines Wertes eingebüßt. Die gewaltigen Schadensersatzforderungen wird das Unternehmen nicht aufbringen können.

Berliner Zeitung:
ENERGIEXPERTE -->"Das Ganze ist eine Bankrotterklärung"
FUKUSHIMA - ERST ZEHN WOCHEN NACH DER KATASTROPHE RÄUMT KRAFTWERKS- BETREIBER TEPCO EIN, DASS ES DREI KERNSCHMELZEN IN DER ATOMANLAGE GEGEBEN HAT. DAS NÄHRT AUCH DIE ZWEIFEL AM KRISENMANAGEMENT DER JAPANISCHEN REGIERUNG.
Kerstin Krupp
Herr Schneider, bereits zwei Wochen nach der Havarie in der Atomanlage Fukushima haben Sie gesagt: 'Die Lage ist schlimmer als bekannt gegeben wird.' Fühlen Sie sich bestätigt ? ........In zwei Monaten hat man es nicht geschafft, in einer konzertierten Aktion die besten Spezialisten zusammenzusuchen und sich dieses Problems anzunehmen. Und zwar braucht man nicht nur Atomphysiker und Ingenieure, sondern auch Statiker, Wassermanagementexperten, Strahlenschützer, die gemeinsam nicht nur kurzfristige Szenarien entwickeln, sondern mittel- und langfristig das Problem betrachten. Dann müsste auch nicht ständig das Vorgehen korrigiert werden.......
weiterlesen:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0525/politik/0030/index.html


In der Bundesrepublik kein Endlager in Sicht!

Endlager Asse? pdf Bericht: HIER


Fukushima News 18. Mai 2011
Vor drei Monaten und einer Woche wurde aus dem AKW- Fukushima eine Strahlende Atomruine. Dem Betreiber Tepco ist es bis heute nicht gelungen die Kontrolle über die Anlage zurück zu erobern.


Jetzt mehren sich Zweifel an offiziellen Version vom Unglück!
In der Nacht nach dem Erdbeben vom 11. März 2011 betreten Mitarbeiter von Tepco das Reaktorgebäude am Block 1, um die Schäden zu beurteilen. Sofort hinter der Eingangstür, schlagen die Dosimeter Alarm. Die Vermutung der Techniker, das Gebäude ist mit radioaktivem Dampf gefüllt. Nach den Daten der Dosimeter schätzten die Experten, dass die Strahlung in dem Gebäude bei etwa 300 Millisievert pro Stunde lag. Das bedeutete grosse Mengen radioaktiver Substanzen haben das Gebäude verstrahlt.

Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo hat diesen Ablauf, ein anonym bleiben wollender Tepcomitarbeiter geschildert. Das erhärtet den Verdacht, den Experten schon bald nach der Katastrophe äusserten: Der Schaden an Reaktor 1 ist nicht erst mit dem Ausfall der Kühlung nach dem Tsunami entstanden, sondern bereits mit dem Erdbeben. Die Atomanlage hatte dem Erdbeben nicht standgehalten.

Danach hat Tepco von Anfang an die Unwahrheit über den Unfallhergang verbreitet. Es macht auch der internationalen Nuklearindustrie einen Strich durch die Rechnung: Die bisher immer wieder betonte, das Unglück sei vom Tsunami verursacht worden. Da nur die wenige AKW'S in Tsunami- Gegenden liegen, sei also die von der Atomlobby propagierte "Renaissance der Kernenergie" durch die Ereignisse in Fukushima nicht gefährdet.

Der Tsunami ist die Unglücksursache, so die bisherige offizielle Version zu den Ereignissen in Fukushima. Das Erdbeben hätten die Reaktoren ausgezeichnet überstanden. Doch dann sei der Tsunami gekommen und hätte die Stromversorgung für die Kühlung ausser Kraft gesetzt. Dadurch sei die Notstromversorgung angesprungen. Erst als die ausfiel, entstanden die weiteren Probleme, weil die Brennelemente dann nicht mehr gekühlt wurden.

Der Truth Whisperer, ein Tepco-Mitarbeiter, zur Nachrichtenagentur Kyodo: "Schon das Erdbeben könnte den Reaktordruckbehälter oder die daran angeschlossenen Rohre beschädigt haben". Wie sonst hätte die Radioaktivität aus dem Kern bis zum Abend ins Reaktorgebäude gelangen können - wie es die Dosimeter der Techniker schon in der Nacht angezeigt haben?

Ende März hatte Ingenieur Mitsuhiko Tanaka auf einer Pressekonferenz den Verdacht geäussert, in Block 1 habe es gleich nach dem Beben einen Kühlwasserverlust gegeben. Tanaka stützte seine These vom Kühlwasserverlust auf Daten aus dem Reaktor 1. Danach hatten die Betreiber am 11. März um 16.36 Uhr - ca. zwei Stunden nach dem Erdbeben - versucht, das Notkühlsystem einzusetzen. Das reguläre System war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgefallen. Auch die Notkühlung funktionierte nicht, angeblich als Folge des Tsunamis.

Tanaka allerdings kam zu dem Schluss - der zu den jetzt bekannt gewordenen Schilderungen des Truth Whisperers passt. Erste verfügbare Messdaten aus Reaktor 1 beschreiben dessen Zustand zwölf Stunden nach dem Erdbeben. Von denen ausgehend rechnet Tanaka vor:
Im Reaktordruckbehälter, in dem sich der Kernbrennstoff befindet, war der Druck von den üblichen 7 Megapascal auf nur noch 0,8 Megapascal gesunken. Gleichzeitig, erklärt Tanaka, "sank der Kühlwasserpegel dort rapide". Im Sicherheitsbehälter dagegen, der den Druckbehälter umgibt, stieg parallel der Druck an, von 0,1 auf 0,8 Megapascal. Diese Druckveränderungen sind für Tanaka ein Hinweis für ein Leck im Kühlsystem. Es sei, aufgrund dieser Daten "nahezu unbestreitbar", dass es einen Kühlwasserverlust gegeben habe. Was dann auch, die gleich nach dem Erdbeben gemessenen, erhöhten Strahlenwerte erklären würde.

Tanaka vermutet, einen Rohrbruch am Reaktordruckbehälter, der hätte nichts mit dem Tsunami zu tun gehabt. Er könne nur durch das Erdbeben entstanden sein. Viele Experten hätten dass wissen können, sagt Tanaka: "Aber sie haben geschwiegen".

Ohne Notkühlung war für die Betreiber die Eindämmung der Katastrophe unmöglich, der Reaktor war von Beginn an ausser Kontrolle.

Wenn der Experte Tanaka und der Tepco-Insider recht haben, ist klar: Die Konstruktion von Reaktorblock 1 hat dem Erdbeben nicht standgehalten. Das hat natürlich Konsequenzen für die Kraftwerksbetreiber weltweit.

               Denn Erdbebengefahr ist fast überall vorhanden.

In Japan hat die Betreiberfirma Tepco ihre maroden Anlagen in Fukushima        bis zum 18. Mai nicht unter Kontrolle bringen können!

TEPCO; NISA
ZUSTANDSBERICHT VOM 28.04.2011 FUKUSHIMA
Quelle: Governmental Emergency Headquarters: News release (27.04. 17:00); Pressekonferenz; Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA): News Release (27.04. 12:00), Pressekonferenz; TEPCO: Pressemitteilung (28.04. 09:00), Pressekonferenz. pdf:
http://fukushima.grs.de/sites/default/files/Status_KKW_Fukushima_Daiichi_28_04_2011_0500.pdf

TEPCO-TRÄUME HOFFENTLICH ERFÜLLEN SIE SICH!
In sechs bis neun Monaten will Tepco die havarierten Reaktoren wieder unter Kontrolle gebracht haben. Der Atomexperte des Darmstädter Öko-Instituts, Michael Sailer, hegt Zweifel an den Aussagen des Betreibers: "Wenn nichts Weiteres passiert, kann man in der Zeit wohl irgendwelche Kühlkreisläufe wieder funktionsfähig hinstellen", sagte er. "Aber man kann nicht eine Garantie geben in dem Sinne, wir haben in sechs oder neun Monaten einen stabilen Zustand."

AKW-Betreiber erhebt den Vorwurf, die verstrahlten Arbeiter sind selbst schuld!
Die Arbeiter hätten Strahlendosiemeter bei sich getragen, den ausgelösten Alarm aber ignoriert.
Im Turbinengebäude wurden drei Arbeiter einer 10.000- fach erhöhten Radioaktivität ausgesetzt, so Nishiyama. Dies deute entweder auf eine partielle Kernschmelze mit einer Beschädigung des Reaktorbehälters hin oder auf eine Überhitzung des Abklingbeckens für abgebrannte Kernbrennstäbe.

Steigende Erhitzung der Blöcke 1, 3 und 4, nach einem Bericht vom TV-Sender NHK, es soll provisorisch weiter von außen mit Meerwasser gekühlt werden. Bei den drei Reaktoren stieg erneut weißer Dampf auf. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der regulären Kühlung sind bislang kaum vorangekommen. Sogar der Kern von Reaktor 3 soll beschädigt sein.

Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA/Wien sind noch viele Vorarbeiten nötig, ehe Ingenieure die vermuteten Lecks in den Reaktoren 1, 2 und 3 untersuchen und eventuell abdichten können. Zunächst muß weiter gekühlt werden, um eine Umgebung zu schaffen, in der Menschen innerhalb des Reaktors arbeiten und den Schaden beurteilen können. „In dieser Phase sind wir noch lange nicht”, sagte einer der Experten. Er vermutet, dass Radioaktivität aus undichten Stellen in den Reaktorbehältern der Reaktoren 1, 2 und 3 austritt. Die Zusammensetzung der radioaktiven Isotope lasse darauf schließen, dass die Radioaktivität mit größter Wahrscheinlichkeit von den Reaktoren selbst stammt und nicht aus den Abklingbecken kommt, so ein Sprecher.

Radioaktivität in Fisch und Spinat nahe Fukushima
Tokio NHK - Bei Fischproben und bei Spinat sind in der Nähe des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima erhöhte Wert radioaktiven Cäsiums gefunden worden. Sie waren fünf- bis sechsmal höher, als gesetzlich erlaubt, berichtet der Sender NHK. Im Juni soll damit begonnen werden, das belastete Abwasser im AKW Fukushima zu dekontaminieren.

Erstmals Strahlung in Deutschland gemessen +++

EVAKUIERUNGSRAUM UM DIE AKW-RUINE WURDE AUSGEWEITET
Zunächst wurden aus der 20-Kilometer-Zone um die Atomruine 150.000 Menschen evakuiert. Später kamen die Menschen aus den Städten Namie; Katsurao und Iitate hinzu, das direkt in der radioaktiven Abgasfahne der havarierten Meiler lag. Auch die Städte Kawamata und das vom Tsunami nahezu vollständig zerstörte Minamisoma sind teilweise geräumt worden. Dass sind fast 300.000 Menschen die in absehbarer Zukunft kaum in ihre Heimat zurückkehren können. Wann die Region überhaupt wieder bewohnbar sein könnte, ist nicht abzusehen. Die Lage im AKW Fukushima ist bisher nicht unter Kontrolle.

Japans Premierminister Naoto Kan träumt von einer neuen umweltfreundliche Stadt zunächst für 100.000 Menschen mit dezentral erzeugtem Strom aus regenerativen Quellen, umweltfreundlichem Nahverkehr etc. wo die überzähligen 200.000 Menschen hin sollen ist dabei völlig unklar.

WANN KÖNNEN DIE EVAKUIERTEN ZURÜCK?
Auch 25 Jahre nach der radioaktiven Kontaminierung ist die Belastung der betroffenen Böden unverändert. Das Cäsium-137, das aus der Anlage Fukushima I freigesetzt wurde, hat eine Halbwertzeit von 30 Jahren und daher ist im Jahr 2036 nicht einmal die Hälfte seiner Strahlungsintensität verloren. Dieses Isotop, lagert sich im Muskelgewebe ein. Es wandert nur langsam tiefer ins Erdreich, alle 25 Jahre etwa 15 Zentimeter. Wie in Tschernobyl werden die stark belasteten Böden abgetragen und entsorgt werden müssen. Landwirtschaftliche Flächen werden nach einem speziellen Pflügverfahren bearbeitet, bei dem die obersten fünf Zentimeter Krume in eine Tiefe von 30 Zentimetern gepflügt werden. In diese Tiefe reichen die Wurzeln der meisten Nahrungspflanzen nicht. Auch das Düngen mit Kalium ist hilfreich. Um die radioaktive Belastung der Milch zu minimieren, werden Grassorten ausgesät, die kaum Cäsium aufnehmen. In der Ukraine wird den Kühen auch 25 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe noch Preußisch Blau zu gefüttert, das bindet das Cäsium im Kuhmagen, so dass es ausgeschieden werden kann.

WOHIN MIT DEM RADIOAKTIVEN MÜLL
Die radioaktiven Reaktorkerne sowie die 1.700 Tonnen radioaktiven Materials in den sog. Abklingbecken müssen über Jahre gekühlt werden. Das ist teuer und kostspielig: "Mit einem Abbau könnte frühestens in 20 Jahren begonnen werden", so ein Karlsruher Strahlungsforscher. Solange kein geschlossener Kühlkreislauf eingeichtet werden kann wird weiter kontaminiertes Wasser in den Boden sickern oder ins Meer abfließen. Wo der kontaminierte Müll - dazu gehören die kompletten Gebäude, Maschinen und der Boden des Terrains - gelagert werden könnte, ist völlig offen. Sämtliche zum Einsatz kommenden Geräte, Roboter bzw. Maschinen werden zusätzlich kontaminiert und vermehren den strahlenden Müll. Ob vor Ort in Fukushima einer oder mehrere der Reaktorblöcke mit einem Beton-Sarkophag abgedeckt werden müssen, ist zur Zeit noch unklar. Wenn der Bau einer solchen Schutzhülle nötig wird, kann damit frühestens in einigen Monaten begonnen werden, Hitze und Strahlung sind zur Zeit dafür noch zu hoch.

HIBAKUSHA
Am 6. August fiel die Bombe auf Hiroshima, am 9. auf Nagasaki, am 15. hat Japan kapituliert, die Japaner lebten lange Zeit unter amerikanische Besatzung. Sie hatten nur von einer "Bombe neuen Typs" gehört, die im Umkreis von Kilometern alles zerstört. Aber was für eine Bombe das war wurde lange geheim gehalten. Es war verboten, darüber zu sprechen. Die überlebenden der zwei Atombombenabwürfe in Japan wurden Hibakusha genannt.
Strahlen-Erkrankungen gelten in Japan vielfach bis heute als ansteckend, so wurden Hibakusha in der Nachkriegszeit, hauptsächlich aufgrund mangelnden Wissens über die tatsächlichen Spätfolgen radioaktiver Verstrahlung, gesellschaftlich diskriminiert. Hideto Sotobayashi lebt und arbeitet heute in Berlin er ist an einem 1. November 1929 im japanischen Nagasaki geboren und einer der Überlebenden von Hiroshima, Paul Tibbets, der die Bombe über Hiroshima abwarf, starb am 1. November 2007.

SOZIALE ÄCHTUNG DER OPFER IN JAPAN
Lange Zeit wurde das Thema in der japanischen Öffentlichkeit überhaupt nicht diskutiert, weil die verstrahlten Opfer geschwiegen haben. Sie hatten Angst weil, viele Japaner denken, wer einmal radioaktiv verstrahlt wurde, strahlt sozusagen weiter. Man glaubt, von denen geht eine Gefahr aus als seien sie ansteckend. Das war damals so und ist heute nach der Katastrophe von Fukushima wieder so. Herr Sotobayashi erzählt von einer jungen Frau, die aus der Zone um Fukushima stammt und mit einem Mann aus Tokio verlobt war. Die Eltern des Bräutigams hatten Angst vor missgebildeten Enkelkindern, sie verhinderten die Hochzeit.
Hideto Sotobayashi hat sich erst im hohen Alter dafür entschieden, sein Schweigen zu brechen. Sein erster Auftritt vor größerem Publikum hatte er am 1. November 2007.

Ab dem 25. April 2011 - ließ Japan in der Sperrzone Vieh töten
Tokio - In der Sperrzone um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima lassen die Behörden hungernde Kühe, Schweine und andere Tiere töten. Die Regierung begründete ihr Vorgehen mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit.


Weltweit höhere Strahlung
Greenpeace-Experte Christoph von Lieven sagte: 
«Wir sind uns nicht sicher, ob wir damit nicht noch Jahre zu tun haben. Und das ist ein weltweites Problem. Wir werden weltweit eine erhöhte Strahlenbelastung haben.»


Gedenken in Tschernobyl - Blick nach Fukushima
Am 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl haben Menschen in aller Welt den tausenden Opfern des Super-GAUs gedacht. Die Unglücke von Tschernobyl und im japanischen Fukushima zeigten, dass die Folgen solcher Katastrophen grenzenlos seien. Das sagte der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch in Sichtweite des von einem mächtigen Sarkophag überdeckten Reaktors. Mindestens 10 000 Menschen starben laut Schätzungen an den Folgen der Katastrophe von Tschernobyl.

UNBELEHRBAR
Russland und die Ukraine bekennen sich weiterhin zur Atomkraft.


Fukushima 16.04.11:

Das Umland für Jahrzehnte unbewohnbar
Hochstufung des Fukushima-Desasters auf Stufe 7 durch die japanische Atomaufsichtsbehörde
Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan befürchtet, dass die Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk in Fukushima für die nächsten zwanzig Jahre für Menschen unbewohnbar sein wird. Deshalb soll für die über 100.000 Evakuierten eine neue Stadt gebaut werden. Besonders Fischern und Landwirten wurde durch die radioaktive Verseuchung der Landschaft und des Meeres die Existenzgrundlage entzogen.
Auf Tepco können Regressforderungen von 2 Billionen Yen (ca 16,5 Milliarden Euro) zukommen.
Die japanische Regierung hat den Betreiber Tepco angewiesen, eine Kompensationszahlung an betroffene Anwohner zu entrichten. Über 48.000 Familien aus der 30-Kilometer Zone rund um das AKW Fukushima sollen je eine Million Yen (umgerechnet 8300 Euro) erhalten.

Tepco zahlt jetzt jeder betroffenen Familie 8.000 Euro Entschädigung
Die Betreiberfirma des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima, Tepco, leistet erste Ent- schädigungszahlungen, die betroffenen sollten jedoch aufpassen, das sie mit der Unterschrift für den Zahlungsempfang nicht auf weitere Forderungen verzichten.

Kernschmelze hat stattgefunden
Wissenschaftler der AESJ sehen momentan eine ausreichende Kühlung in den Reaktorblöcken 1 bis 3 Es ist nicht auszuschließen, dass eine partielle Kernschmelze in allen benannten Reaktorblöcken statt gefunden habe, bislang gibt die japanische Regierung eine partielle Kernschmelze lediglich im Reaktorblock 2 zu. Eine Kernschmelze kann den Druck- und den Sicherheitsbehälter durchdrungen haben, radioaktive Isotope treten ungehindert an die Umwelt.
Die Radioaktivität des Grundwassers am AKW ist stark gestiegen
Gegenüber der Vorwoche hat sich der Strahlungswert verzehnfacht. Die japanische Atomsicherheits- behörde hat Tepco angewiesen, das Grundwasser öfter zu überwachen. Statt einmal wöchentlich sollen jetzt drei Messungen pro Woche durchgeführt werden. Es wird vermutet, dass die Innenabdichtung der Kellerräume der Reaktoren durchlässig ist und so das kontaminiertes Wasser entweicht, das sich dort angesammelt hat. Experten halten die Evakuierungszone für nicht ausreichend, einige sprechen von einer Zone von mindestens 60 km um die Atomruine, da ein Eindämmen der stattfindenden Kernschmelzen nicht absehbar ist.

Basisinfo: Energieumwandlung im Kernkraftwerk


Aus WWW.Meta-Info.De:

SPIEGEL, ZEIT & Co. im Kampf gegen deutsche Strahlenhysterie
In nahezu taeglichem Einsatz bemuehen sich die großen deutschen Medien darum, den Deutschen die Angst vor Atomkraft und Strahlung zu nehmen. Die dabei zu beobachtenden argumentativen Verrenkungen sind dabei nicht selten abenteuerlich, wie etwa in der ZEIT, die in der Besorgnis ueber Strahlengefahren eine grassierende gesellschaftliche Altersschwaeche diagnostiziert. Der SPIEGEL verteilt, wie viele andere, Beruhingungspillen, bei denen man es mit der Realitaet und den bekannten Fakten nicht so genau nimmt.

Die ZEIT konstatiert in Deutschland verbreitet greisenhaftes Angsthasentum. Anders sei die Sorge um die Konsequenzen ausser Kontrolle geratener Technik kaum zu erklaeren. Frueher sei etwa die Freude am Aufheulen von Motoren selbstverstaendlicher gewesen.

Gleichzeitig wird die Frage gestellt, ob man sich eine solche risikoscheue Mentalitaet denn auch leisten koenne, und die Peitsche wird ausgepackt: wer nicht hoeren will, muss fuehlen.

Hierzu wird dann eine milliardenteure Rechnung aufgemacht, sollte der Buerger sich - atomkraftscheu - tatsaechlich auf regenerative Energien beschraenken wollen. Dies gehoert aktuell zu den beliebtesten Uebungen - nicht nur in der ZEIT. Auch Maybritt Illners TalkRunde hob die Kostenfrage im Kontext des Atomkraftausstiegs ganz nach oben auf die Tagesordnung.

"Wer soll das bezahlen?"
Gleichzeitig wird in den Medien inzwischen dafuer gesorgt, dass als "Experten" nur noch (angeblich) Fachkundige zu Wort kommen, die nicht als risikoscheu bekannt sind. Man hat gelernt, dass es auch atomkraftkritische Experten und Forscher zu Strahlungsrisiken gibt, denen man besser aus dem Weg geht. Deren Namen sind nun den Redaktionen bekannt und man laesst sie nun vorsichtshalber ungefragt.

Dies wurde etwa von der ZEIT demonstriert, wo man erklaerte fuer Aufklaerung der Leser zu sorgen, und hierfuer 5 Experten befragte, die allesamt die nukleare Energieerzeugung und ihre Konsequenzen fuer akzeptabel und tolerabel halten.

Gesellschaft zur Foerderung der Atomkraft in Japan liefert Legende zu Fukushima zur Verbreitung durch westliche Medien
In vergleichbarer Form lieferten japanische Nuklearexperten der Atomic Energy Society of Japan, einer Gruppe, die sich die Foerderung der Atomenergie zum Ziel gesetzt haben, eine Narrative zu den Ereignissen in den Reaktoren von Fukushima: alles sei in Wirklichkeit harmlos, man muesse sich keine Sorgen machen, es gebe dort weder Kernschmleze noch Kettenreaktionen und beides sei auch nicht mehr zu befuerchten. Die Kernbrennstoffe verhielten sich wie gekochtes Getreide und wuerden durch das injizierte Wasser kuehl gehalten.

Wer den Lauf der Ereignisse verfolgte, muss an solchen "Erkenntnissen" Zweifel haben. Wie diese "Experten" in der Lage sein koennen, einen Blick zu werden in die hochradioaktiven Reaktoren - nicht einmal die Gebaeude sind ohne sich in akute Lebensgefahr zu begeben, betretbar - wird nicht erklaert. Auch nicht, wie es zu einer Reihe von Indizien kam, die praktisch zwingend auf Vorgaenge der Kernschmelze sowie von Kettenreaktionen hinwiesen; so etwa das Auftreten diverser kurzlebiger Radionukleide oder von Neutronenstrahlen, die nur durch Kettenreaktionen ausgeloest werden.

Wenn es, wie behauptet, weder Kernschmelze noch Kettenreaktionen gibt, dann waere auch das aktuelle Vorgehen der Tepco, die Reaktorbehaelter mit Stickstoff zu fuellen, unnuetz und sinnlos: diese Massnahme soll freigesetzten Wasserstoff neutralisieren, der sich aufgrund von Vorgaengen der Kernschmelze und potenziell auftretender Kettenreaktionen, entwickeln kann. Auch der Einsatz von Borsaeure, wie er von der amerikanischen Nuklearkontrollbehoerde NRC dringend empfohlen und von Tepco praktiziert wurde, macht nur Sinn, wenn drohende Kettenreaktionen ein Problem darstellen.

Waehrend von den Medien kontinuierlich Beruhigungspillen an das Publikum verteilt werden, ist feststellbar, wie der Zugang zu Daten, die Hinweise geben auf radioaktive Belastung oder auch auf die Vorgaenge am Jraftwerk in Fukushime, mehr und mehr unzugaenglich gemacht. Nur durch gezielte Indiskretionen wurden Berichte etwa der BRC oder des Atomkonzerns Areva bekannt. Eingeschraenkt oder ganz eingestellt wird die Veroeffentlichung von Daten zu den radioaktiven Emissionen sowie zur Wetterentwicklung. Diese waren anfangs oeffentlich zugaenglich. Sobald die Werte jedoch beunruhigend ausfielen, setzte auch die Funktion der Messtationen bzw. die Veroeffentlichung ihrer Messwerte aus.

Auch gibt es keine unabhaengigen Messungen, sondern ausschliesslich durch den Betreiberkonzern, der davon ausgehen muss, dass belastende Werte auch zur Grundlage von Schadens- ersatzforderungen werden.

Unabhaengige Messungen werden auch von der Regierung oder internationalen Behoerden nicht gefordert.

Nur die Nachbarstaaten geben ihre Beunruhigung und Unzufriedenheit etwa mit der Einleitung von radioaktivem Wasser in den Pazifik zur Kenntnis.

Darueberhinaus besteht offensichtlich kein Interesse, Dinge, Vorgaenge, Gegebenheiten ueber den Super-GAU von Fukushima zu erfahren, die nicht vom verantwortlichen Betreiber Tepco selbst geliefert werden.

In der westlichen Oeffentlichkeit herrscht anscheinend die Sorge, man koennte ansonsten Dinge erfahren, die man nicht wirklich wissen moechte, wie sie etwa von Michio Kaku, Nuklear- wissenschaftler und Professor in New York, der noch unter Edward Teller, dem Erfinder der Wasserstoffbombe, in die Materie eingefuehrt wurde, und der Fukushima als "tickende Zeitbombe" bezeichnet.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,757414,00.html
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-04/atomausstieg-fragen-antworten
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-04/fukushima-datenlage
http://www.zeit.de/2011/16/kernenergie-sexualitaet-gesellschaft
http://www.n24.de/news/newsitem_6812614.html
http://www.democracynow.org/2011/4/13/expert_despite_japanese_govt_claims_of
www.meta-info.de?site=metainfo&lid=0 


Aus metainfo hh.de:

Radioaktiver Regen in den USA: Grenzwert 80-fach überschritten  
Die Kontamination aus dem japanischen Nuklearunfall breitet sich global aus. In Idaho in den USA wurde eine Belastung des Regens gemessen, die den Grenzwert der Regelbelastung um das 80- fache überschritt. New Yorker Restaurants gehen zum Teil dazu über, Pazifik-Fisch auf Radio- aktivität zu testen. Und es werden Stimmen laut, die fordern, auch einheimische Lebensmittel regelmässigen Kontrollen zu unterziehen. Gleichzeitig bemüht sich die Nuklearindustrie darum, die Berichterstattung in den Medien auf ein Minimum zu reduzieren und positiver einzufärben.
 
Fukushima: nuklearer Output übertrifft Thschernobyl-Super-GAU  
Mehr und mehr haben die westlichen Medien umgeschaltet auf einen Modus der Beruhigung und der Desinformation gegenüber ihrem Publikum sobald über die Vorgänge der japanischen Nuklear- Katastrophe berichtet wird: wesentliche Meldungen zur Bedrohung werden der Öffentlichkeit vorenthalten. Stattdessen werden inkonsistente Informationen und Nachrichten gestreut, um den Fokus von den wesentlichen Gegebenheiten abzulenken. Daß der Umfang der globalen Kontamination das Ausmaß der Tschernobyl-Katastrophe übertrifft, erschließt sich nur durch gründliche Recherche.
Alles lesen: http://news.web-hh.de/?site=metainfo&lid=33709

WELTWEITE AUSBREITUNG DER RADIOAKTIVEN WOLKEN

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FUKUSHIMA 6. APRIL
Das Leck an einem Schacht eines Turbinengebäudes fast abgedichtet
So lautet eine der wenigen fast Erfolgsmeldungen aus der Atomruine

52 Arbeiter haben rund 6000 Liter Flüssigglas in einem Nachteinsatz vom 5. zum 6.4. an 8 Stellen im Bereich des undichten Schachts eingegossen. Das stark verseuchte Wasser, das tagelang aus dem Riss ins Meer gesprudelt war, stammt nach Schätzung von Tepco aus Reaktor 2. Dort fand an den Brennstäben eine vorübergehende Kernschmelze statt. Durch Notkühlung anfangs mit Meerwasser jetzt wohl mit Süßwasser sammelt sich das Wasser in dem Turbinengebäude von Reaktor 2 sowie in angeschlossenen Untergrundschächten, die bis in die Nähe des Meerufers reichen.
Teile der Atomanlage stehen noch unter viel Wasser, das zur Kühlung in die Gebäude gespritzt worden war. Um Platz für hochgradig verseuchtes Wasser zu schaffen, leitet Tepco seit
Montag 11.500 Tonnen angeblich, "schwach verstrahltes Wasser" ins Meer. Behördenangaben zufolge befinden sich mindestens 60.000 Tonnen (= 60.000.000 Liter) verseuchtes Wasser in Kellern, Versorgungstunneln, Kabelschächten und Kühlkanälen. Ein noch umzubauendes Anglerfloß soll 10.000.000 Liter (= 10.000 Tonnen) stark verseuchtes Wasser aufnehmen und in einigen Tagen zur Atomruine geschleppt werden.
Die in Klammern gesetzten Umrechnungen, sind vom Webmaster ali und zeigen deutlich wie mit billigen Tricks die Welt- Offenlichkeit über die Hilflosigkeit der Verantwortlichen in Japan getäuscht werden soll. Die Zahlen werden von unserer Presse in dieser Form übernommen.

Messungen im Meer vor Reaktor 2 ergaben eine 7,5 Millionen-fache höhere radioaktive Jodbelastung über den zulässigen Grenzwert.

Es existiert keine Idee:
1. was mit dem Wasser im Floß geschehen soll und
2. Was soll mit den Verbleibenden 50.000.000 Litern im AKW passieren?
Japan hat wie Deutschland und alle anderen Länder der Welt kein Endlager. Es existiert nirgends ein Lager für diese Mengen verstrahltes Wasser.
Die Kernschmelze wird auch jetzt nur verhindert, dadurch das stündlich mit Tonnen von Wasser gekühlt wird, wodurch täglich enorme Wassermengen der Verstrahlung anheim fallen,
wohin damit?

In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, das in unserem kleinen Ländle Umweltschutz AKW -Sicherheit usw. Länderangelegenheiten sind. Vor nicht all zu langer Zeit haben diese Politklowns mal Richtwerte für die zulässige Einleitung von Schadstoffen in "ihre Flüsse" beschlossen. Die betroffenen Firmen haben die Grenzwerte dann tatsächlich eingehalten. Die Meßwerte an den Einleitungsstellen überschritten die Zulässigen- ppm- Werte nicht. Umweltschützer konnten dann über den sprunghaft gestiegenen Wasserverbrauch der Werke errechnen das die "Schlauberger" ihre Giftbrühe einfach mit Trinkwasser verdünnten. Denken wir auch an die unsägliche Methode sog. "Dünnsäure" in der Nordsee zu verklappen!

Die Strahlung im Ozean 
Bei einer Untersuchung war am vergangenen Samstag dem 02.04.11. eine Konzentration
von Jod-131 gemessen worden, die um das 7,5 Millionenfache über dem gesetzlichen Grenzwert lag. Die gesamte Flora und Fauna im Meer wird diese Partikel aufnehmen. Durch die Nahrungskette kommen die Partikel dann vielfach konzentriert bei den Speisefischen an, dann als Fisch frisch auf dem Tisch, letztlich bei den Menschen.


Heilung f chin. Ökonomie

Jaymee NG

Derweil auf nhk.world :


Da fabulieren so nette Freaks, wie der beschlipste Anzugträger und die niedliche Jaymee über die heilenden Auswirkungen der japanischen Katastrophe für die chinesische Ökonomie: HIER

Aus metainfo-hh:
Fukushima: nuklearer Output übertrifft Thschernobyl-Super-GAU
Während sich der Kraftwerksbetreiber Tepco zusammen mit der japanischen Regierung bemüht, sämtliche Informationen inkonsistent und in beschwichtigender Form zu präsentieren und der Öffentlichkeit wesentliche Informationen, wie etwa die Infrarot-Aufnahmen, die während eines Hubschrauberüberflugs von den Reaktoren gemacht wurden, geheim zu halten, verbleiben nur noch wenige ungetrübte Quellen der Information.
Wer hier recherchiert, wird bedenklich, ob es ratsam ist, diese verbliebenen Quellen offen zu legen und damit den Aufsichtsbehörden und Medien Hinweise zu geben auf Informations-Lecks, die sie noch nicht unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Zum Umfang der tatsächlichen Kontamination durch die japanische Nuklearkatastrophe wurde die Auswertung der Daten eines Messnetzes bekannt, das zum Zweck der Überwachung entsprechender Kontaminationen nach der Installation des Atomwaffenteststop-Abkommen im Pazifik eingerichtet worden war.
Ausser Messstationen in Japan gehören hierzu unter anderem Messpunkte in Alaska, Kalifornien und anderen Orten im Pazifikraum.
Berechnungen der hier gemessenen Kontaminationswerte, abgeglichen mit meteorologischen Vorgängen und Daten, ergeben Rückschlüsse auf den Gesamtausstoß der in Fukushima freigesetzten Radionukleide. Ausgewertet wurden dabei durch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien unter anderem die Messdaten einer japanischen Station sowie von Stationen in Kalifornien und Alaska.

Festgestellt wurden anhand dieser Berechnungen dabei tägliche Mengen des Radioisotops Jod 131 von 130.000 Billionen Bequerel sowie von 5.000 Billionen Bequerel Cäsium 137. Der Umfang des Cäsium-Ausstoßes war allerdings am dritten Tag, als er über Japan gemessen werden konnte, sehr viel höher und konnte dort kalkuliert werden mit etwa 40.000 Billionen Bequerel.
Bei der Tschernobyl-Katastrophe betrug der Gesamtausstoß etwa 1.700.000 Billionen Bequerel Jod 131 und 85.000 Bequerel Caesium 137. Dieser Ausstoß verteilte sich über 10 Tage des Reaktorbrandes.

Da seit dem Beginn der Katastrophe keine vorteilhafte Entwicklung festzustellen ist, die für eine Reduzierung des Ausstoßes von Radioaktivität sorgte, sondern im Gegenteil zusätzliche Belastungen infolge der Explosionen der Reaktorgebäude, Brand im Brenstofflagerbecken im Reaktor 4 usw. zu verzeichnen waren, können die aus der ersten Woche berechneten Werte als vergleichsweise günstig angesetzt betrachtet werden, während die tatsächliche Belastung wahrscheinlich darüber liegt. Auch wird von den Messensoren die Jod-Belastung nur zum Teil registriert.
Eine Hochrechnung der nach den vorliegenden Messungen und Berechnungen resultierenden Werte kommt damit zu dem Ergebnis, dass der bisherige Ausstoß an Spaltmaterial in Fukushima annähernd das Doppelte der entsprechenden Mengen des Reaktorunglücks von Tschernobyl erreicht, während ein Ende der Freisetzungen noch nicht absehbar ist.

http://news.web-hh.de/?site=metainfo&lid=33705
http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=1&artikel=ZAMG_2011-04-03GMT10:11 
 

03.04.11 FUKUSHIMA
Der Wind dreht sich und treibt radioaktive Partikel nach Tokio
In den nächsten Tagen werden radioaktive Partikel aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima nach Tokio wehen. Wetterdienste rechnen damit, dass Partikel bis Mittwoch die Millionen- metropole erreichen. Sollte es zu Niederschlägen kommen werden die Partikel aus der Luft sozusagen ausgewaschen und regnen als sog. Fallout auf Felder, Wiesen, Gebäude und alle Menschen im freien.
In Japan wird erst jetzt von Regierung und dem Energiekonzern Tepco die Radioaktivität in der Luft innerhalb der 20-Kilometer-Zone um das Kraftwerk Fukushima 1 gemessen. Momentane Messwerte ergaben 50 Mikrosievert pro Stunde.
Tepco-Pressesprecher Yoshimi Hitosugi in der ARD: "Für Notfälle wie gestörte Stromverbindungen oder Tsunami-Schäden sei zuvor trainiert worden".

Nachrichtenagentur Kyodo:
Versuche, Risse in einer Reaktorwand des havarierten Atomkraftwerks mit wasserabweisendem Kunststoff zu versiegeln, scheiterten. Nach dem Einfüllen von Polymerpulver ist weiter radioaktives Wasser aus einem 20 Zentimeter langen Spalt gesickert.
Betreiber Tepco bestätigte, Wasser mit einer Strahlung von mehr als 1000 Millisievert pro Stunde ist ins Meer geflossen. Radioaktives Jod-131 mit einer Strahlung doppelt so hoch wie der zulässige Grenzwert wurde 40 Kilometer vom AKW entfernt im Meer nachgewiesen.
Atomtod 20 Proz.
Der leise Atomtod geht um
Greenpeace-Experte Wolfgang Sadik bezeichnet die gemessene Strahlung von mehr als 1000 Millisievert pro Stunde als "lebensbedrohlich".

Jiji Press Japan:
Japanische Fischer sind entsetzt und wütend auf die Regierung und TEPCO wegen der hochgradigen Radioaktivität im Meerwasser nach der Katastrophe von Fukushima.
"Was soll nur aus unserem Leben nun werden", zitierte Jiji Press einen Fischer aus der angrenzenden Katastrophenprovinz Ibaraki. "Wenn die Leute auch nur 'Fisch aus Ibaraki' hören, werde ich ihn nicht verkaufen können."

Kommentar von T. Lehmann: "die bisher größten AKW-Desaster entstanden bei sog. Sicherheitstests", das ist genau das, was die wie du ali sagst, die 'Tigerentenbande' o. s. ä. in Tateinheit mit den DE-AKW-Betreibern demnächst der deutschen Bevölkerung als "Beruhigungspille" andienen wird!


Wie Nuklearindustrie, Bundesregierung und Medien die Anti-AKW-Bewegung aushebeln 
Viele Anti-Atomkraftbewegte glauben heute, dass an einem Aus für die deutschen Atommeiler kein Weg mehr vorbei führt. Sie werden spätestens zum Beginn des Sommerurlaubs erfahren, dass diese Hoffnung vergeblich war. Die Rezepte gegen den Atomausstieg werden längst aus der Schublade geholt und nun von den Energiekonzernen, der Bundesregierung und insbesondere durch die großen Medien zum Einsatz gebracht....weiterlesen: 
http://news.web-hh.de/?site=metainfo&lid=33704

N24 alle AKW-Videos:
http://mediencenter.n24.de/?deepLink=screen/listScreen/search/Fukushima

 

Zu Fukushima - 02.04.11 1646 aus:
globalisierungskritische Nachrichten WWW.Meta-Info.De
Bereits von uns vor einer Woche berichtet haben sich die Hinweise verdichtet, dass es in den Reaktoren nicht nur zu einer partiellen oder vollständigen Kernschmelze kam sondern darüberhinaus zur Rekritikalität. Die westlichen Medien verhalten sich gegenüber der neuen Eskalation fast durchweg schweigsam..........Nachdem zum Begriff der "Kritikalität" und den Vorgängen der nuklearen Kettenreaktion offenbar verbreitet Unwissenheit besteht, die folgenden Hinweise: Kritikalität bedeutet das Vorhandensein einer kritischen Masse an Spaltmaterial, also etwa von angereichertem Uran oder Plutonium. so dass eine Kettenreaktion beginnen kann und aufrechterhalten wird. Ein großer Teil der durch die Spaltvorgänge freigesetzten Neutronen trifft dabei auf andere Atomkerne und bewirkt wiederum deren Spaltung. Im Fall einer Atombombe bedeutet das Erreichen dieser Kritikalität den Moment ihrer Zündung und den Beginn der Explosion.....weiterlesen:
www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33703 


20. 03. 11
Nach 2 Wochen 1. Verlautbarung von AKW- Fukushima- Betreiber Tepco
Eine Entschuldigung an die japanische Bevölkerung.

Bei Regierung und Tepco Ratlosigkeit
Keinerlei Fortschritte im Kampf gegen den Supergau: “Der kampf gegen die Kernschmelze kann noch Monate dauern...


EUROPA
GEENPEACE & FOODWATCH INFORMIEREN (Links dazu weiter unten)
Alis kurz Kommentar:
EU-setzt Nukleare Notfallverordnung durch Eilverordnung in Kraft
Dadurch sind die Grenzwerte für die Belastung von Milchprodukten quasi verdreifacht worden. Von bisher 370 auf 1000 Bequerel pro Liter. Für bestimmte Produkte wurde ein Grenzwert von 12.500 Bequerel per Kilogramm zugelassen - das 20-fache des bisherigen Limits. Die Lebens- mittelindustrie, die bei der Verarbeitung von Milchprodukten keine Angaben ueber die Herkunft ihrer Inhalte machen muss, wird die Gelegenheit nutzten, auf radioaktiv verseuchte Produkte zu niedrigst Preisen zuzugreifen. Nicht nur aus Japan sondern auch aus anderen radioaktiv verseuchten Regionen wie Tschernobyl können nun Agrarprodukte in die EU exportiert werden.
Das Ministerium für Verbraucherschutz unter Ilse Aigner erklärt, diese Grenzwerte seien bereits vor 25 Jahren, nach der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl, für den Notfall beschlossen worden.
Lt. SPIEGEL ist die Erhöhung der Grenzwerte "im Rahmen neuer Sicherheitsmassnahmen erfolgt".
Immerhin zitiert der Spiegel den Foodwatch-Sprecher Thilo Bode, der einen Import-Stopp fordert.

Warum nun ein Notfall eingetreten sein soll? Von Aigner keine weiteren Auskünfte!
---Verstehe schon, nach Aigner & diesem gesamten Tigerentenclub sind Verbraucher vor allem die Nahrungsmittelindustriellen, die verseuchte Waren billig importieren und zur Produktion ver- strahlter Lebensmittel verbrauchen.--- 
Greenpeace: HIER
http://foodwatch.de/kampagnen__themen/radioaktivitaet/lebensmittel_importe/index_ger.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,753970,00.html



25.03.11- Betreiber Tepco & japan. Regierungsverantwortliche geben nur Infos die sie nicht mehr verharmlosen können preis! 
Neu an den Infos ist, es wird zugegeben das in Block 3 durch Salzverkrustungen* und die damit einhergehenden Temperaturerhöhungen, ein “SCHLEICHENDER SUPERGAU” eingetreten sein könnte. Im Block 3 wird mit MOX- Brennstäben gearbeitet, d. h. die enthalten Plutonium, auch im Abklingbecken liegen diese Art Brennstäbe. Die Arbeiter im AKW sind extrem hohen radioaktiven Strahlungen ausgesetzt. Bisher sind 17 Arbeiter durch erhöhte Strahlenbelastung schwer geschädigt. Zwei Arbeiter mussten mit schweren wahrscheinlich durch Gammastrahlung ver- ausachten Verbrennungen an den Füßen ins Krankenhaus geschafft werden. Das bedeutet im schlimmsten Fall Amputation. *siehe Webmaster Kommentar weiter unten!

Radioaktive Pfützen
Im AKW Fukushima wurden an vier Reaktorblöcken Pfützen von radioaktiv belastetem Wasser entdeckt. Im Wasser des Reaktorblocks 1 in Fukushima ist 10 000-fach erhöhte Strahlung gemessen worden. Am Donnerstag war bereits an Reaktor 3 im AKW Fukushima im Wasser eine Radioaktivität festgestellt worden, die 10.000 Mal so hoch war wie üblich. Die Japanische Atombehörde erwägt eine Heraufstufen des Unfalls von Stufe 5 auf 6. Die Behörde fordert zugleich vom AKW-Betreiber Tepco, die Sicherheitsbedingungen für die in der Anlage arbeitenden Arbeiter und Techniker zu verbessern.

Greenpeace: Schlimmstmöglicher Unfall
Greenpeace fordert die sofortige Einstufung des Reaktorunfalls in die höchste internationale Alarmkategorie 7. Wegen der großen Menge freiwerdender Radioaktivität müsse die Internationale Atomenergiebehörde IAEA das Unglück nun als schlimmstmögliches Szenario der Stufe sieben auf ihrer Störfallskala werten, so Greenpeace.

In AKW's wie Fukushima entstehen 3 Arten von Strahlungen
1. Alphastrahlung: "Ein etwas kräftigeres Blatt Papier oder einige Zentimeter Luft reichen somit im allgemeinen schon aus, um Alphateilchen vollständig abzuschirmen"
( http://de.wikipedia.org/wiki/Alphastrahlung).
2. Betastrahlung: "Betastrahlen lassen sich mit einem einige Millimeter dicken Absorber (beispielsweise Aluminiumblech) gut abschirmen. Allerdings wird dabei ein Teil der Energie der Betateilchen in Röntgen-Bremsstrahlung umgewandelt. Um diesen Prozess zu verringern, sollte das Abschirmmaterial möglichst leichte Atome aufweisen, also von geringer Ordnungszahl sein. Dahinter kann dann ein Schwermetall als zweiter Absorber dienen, der die Bremsstrahlung abschirmt" (http://de.wikipedia.org/wiki/Betastrahlung).
3. Gammastrahlung: "Zur Abschirmung der − im Vergleich zu geladenen Teilchen besonders durchdringenden – Gammastrahlung werden deutlich dickere Materieschichten benötigt als für Alpha- oder Betastrahlung. Je größer die Ordnungszahl eines Materials ist, desto größer ist seine Abschirmwirkung. Deshalb verwendet man zum Schutz beispielsweise Bleiplatten...Biologische Wirkung: Wird Gammastrahlung in menschlichem, tierischem oder pflanzlichem Gewebe absorbiert, wird ihre Energie in Ionisations- und anderen Vorgängen wirksam. Dabei treten im Gewebe Sekundärstrahlungen wie freigesetzte Elektronen und Röntgenstrahlung auf. Insgesamt ergeben sich – für den Organismus meist schädliche – Wirkungen durch das Aufbrechen chemischer Bindungen" (http://de.wikipedia.org/wiki/Gammastrahlung).

Gammastrahlung durchdringt alles
Man sich nur schwer abschirmen, da diese Strahlung nicht aus Teilchen besteht, sondern aus extrem kurzwelligem Licht, das besser als Röntgenstrahlen die Materie durchdringt. Es gibt keinen Stoff, der vollständig vor Gammastrahlung schützt. Schutzkleidung und Atemmasken können vor der Gammastrahlung nicht schützen, Viele der Arbeiter von Fukushima sind einem frühen Tode geweiht. Die im AKW eingesetzten Arbeiter haben keine ausreichende Ausbildung, die sie befähigen könnte effektiv an der Schadenbehebung vor Ort tätig zu werden. Von alldem was ein interessierter Mensch hier gelesen hat dürften die Arbeiter kaum etwas wissen, niemand von den Telco-Profiteuren wird sie aufgeklärt haben.

24.03.11- FUKUSHIMA IMMER NOCH VOR DEM DROHENDEN SUPERGAU

Der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, Sebastian Pflugbeil, über die Situation im AKW Fukushima zu n-tv "Wir haben dort jetzt schon Tschernobyl-Verhältnisse"
Die Messergebnisse der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in der Umgebung von Fukushima belegen das die Strahlenbelastungen dort vergleichbar sind, mit den Belastungen nach dem Unglück von Tschernobyl. Der ehemalige Reaktorsicherheitschef des US-Konzerns General Electric machte auf  Risiken durch die Kühlung der Anlagen mit Meerwasser aufmerksam. In den Reaktoren bilden sich um die Brennstäbe Salzkrusten die damit die weitere Meerwasserkühlung blockieren können. So Richard Lahey zur "New York Times". General Electric hat das grundlegende Design der Siedewasserreaktoren die in Fukushima stehen entwickelt. Lahey schätzt, dass sich im Reaktorblock 1 etwa 26 Tonnen Salz angesammelt haben könnten, in den größeren Blöcken 2 und 3 sogar jeweils 45 Tonnen. Ein Teil des Salzes könnte sich am Boden der Reaktoren abgelagert haben. Bei der Verdampfung des Meerwassers ist aber wahrscheinlicher, dass sich das Salz vor allem an den Brennstäben ablagere. (so in der NYT)

********************************************************Webmaster Kommentar:
Wenn der Mann recht hat, ist dadurch zu erklären, wodurch die weißen- und schwarzen Rauchwolken erzeugt werden, die immer wieder aus den notdürftig mit Meerwasser gekühlten Reaktoren aufsteigen.
Weißer Rauch,- Meerwasser verdampft, Folge die Temperaturen steigen wegen der sich bildenden Salzkrusten, bis das Salz und Teile der Brennstäbe sodann verdampfen ~ schwarzer Rauch.
Die Radioaktivität in der Umgebung steigt rapide an. Der Zyklus beginnt erneut, das eingespritzte Wasser erreicht wieder die freigebrannten Stäbe und kühlt, die Krusten bilden sich erneut and so on.....

So konnten die Betreiber und Herr Nishiyama von der Atomsicherheitsbehörde wiederholt erklären die Lage habe sich stabilisiert. Im Block XY sei die Temperatur wieder deutlich gesunken, nachdem sie zeitweise sehr hoch angestiegen war. Allerdings stieg dann in dem Reaktor XY der Druck. Deswegen konnte dann jeweils weniger Meerwasser zur Kühlung von außen eingeleitet werden...
Tatsächlich hat sich die Situation deutlich verschärft, die die Kühlpumpen konnten nicht wieder in Betrieb genommen werden, die Radioaktivität steigt...

*********************************************************Kommentar Ende

In Block 5 Probleme, dort ist nun das Pumpsystem des Reaktors nach Angaben der NISA defekt, es müsse mit steigenden Temperaturen im Reaktor als auch im Abklingbecken gerechnet werden.
In der Nähe der Abflussrohre der Blöcke 1 bis 4 ist die bisher höchste Belastung gemessen worden
 
Tokiyo
In den Geschäften ist abgefülltes Wasser kaum noch zu kaufen - obwohl die Trinkwasser-Warnung aufgehoben wurde. Die Bevölkerung hat zu den amtlichen Verlautbarungen kein Vertrauen mehr.
Die Stadtverwaltung begann, 240.000 Flaschen Wasser an Familien mit Kleinkindern zu verteilen.
Die japanische Regierung erwägt, Flaschenwasser zu importieren.
In Wasserwerken außerhalb von Tokio wurde eine erhöhte radioaktive Belastung festgestellt.
Babys sollten das Wasser dort nicht trinken.

Messdaten Tokiyo - 23.03.11 Ortszeit:
Offizielle Daten Radioaktivität Tokiyo
http://mextrad.blob.core.windows.net/page/13_Tokyo_en.html

Messdaten 20.03.11 Fukushima und Umgebung pdf:
http://www.mext.go.jp/component/english/__icsFiles/afieldfile/2011/03/20/1303972_2019.pdf

http://www2.u-tokyo.ac.jp/erc/index_e.html
http://www.meti.go.jp/english/index.html
Prime Minister Naoto Kan's blog:
http://www.kantei.go.jp/foreign/index-e.html

Japanische Internetnachrichten auf HP's in englisch: Nach heraufsetzen der Grenzwerte für mit radioaktivem Jod kontaminiertem Leitungswassers ist es wieder auch für Säuglinge geignet?
Der festgelegte Grenzwert ist jetzt 100 Becquerel pro Liter?


Was bisher bis zum 22.03.11. bekannt wurde
Sicherheitsmängel an den AKW's des Betreibers Tepco waren schon länger bekannt.
Jetzt berichteten jap. Zeitungen, das Tepco Obdachlose für Arbeiten an radioaktiv belasteten Anlageteilen anheuerte. Firmenslogan: "Wegwerfarbeiter". Jahrelang wurden Inspektionsprotokolle gefälscht. Anzunehmen ist, die staatlichen Inspektoren wurden mit hohen Yen Zuwendungen ruhig gestellt! Durch das Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami war die Netzstromversorgung
für das gesamte Kühlsystem der Reaktorblöcke ausgefallen. Die Notstromagregate waren lange nicht getestet, auch die versagten total.
Die Reaktorenüberhitzten sich
Mehrere Explosionen sprengten Dächer und Seitenwände der AKW-Blöcke. Aktuelle Bilder zeigen nur noch übriggebliebene Ruinen. Die enorme Hitzeentwickling in den beschädigten Reaktorblöcken versuchten zunächst Armeehubschrauber durch Abwurf von Tonnenweise-Meerwasser zu kühlen. Durch die aus Sicherheitsgründen eingehaltene Höhe bei den Abwürfen war der Erfolg sehr begrenzt. Die Ersatzweise herangezogenen Polizeiwasserwerfer hatten nicht die benötigte Reichweite um wirksam Kühlung zu bringen. Wiederholt kam es zur Bildung von mit radioktiven Substanzen belasteten Rauch- und Dampfwolken über Fukushima. Wie jetzt bekannt wurde sind die Besatzungen Spezialwasserwerfer aus Tokiyo unter Strafandrohung zum Einsatz in Fukushima bewegt worden.
Bis zum 20. März waren mehr als 1260 Tonnen Meerwasser allein auf Reaktor 3 gesprüht worden.
Das radioaktiv kontaminierte Wasser sickert teils zum Grundwasser durch, die größte Menge findet jedoch den Weg zurück ins Meer. Da beißt sich die Katze in den Schwanz, das nun radioaktiv verseuchte Meerwasser wird zur Kühlung wiederum auf die Reaktoren gespritzt...Die Umgebung von Fukushima ist so hoch verstrahlt das Pflanzliche und tierische Produkte nicht mehr zum Verzehr geeignet sind.
Rauch ü F22. März
Erneut Rauch- und Dampfwolken über Fukushima
Der Temperaturanstieg in Block 1 um den Kern des Reaktors stellt nach Ansicht des Betreibers einen Grund zur Besorgnis dar. Die Blöcke 1, 2 und 3 müssten zudem durch zusätzliche Wasserzufuhr weiter gekühlt werden. Lt. Nachrichtenagentur Kyodo sprüht jetzt eine Betonpumpe aus Deutschland Wasser auf Reaktor 4. Ähnliche Modelle waren bereits beim Atomunglück in Tschernobyl in der Ukraine 1986 eingesetzt worden. Durch einen 50 Meter langen Arm, kann flüssiger Beton oder Wasser gespritzt werden.

Alle Arbeiten im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 vermögen offenbar nur die bedrohliche Kern- schmelze hinauszuzögern – aber nicht, sie zu verhindern. Tonnenweise Wasser vermögen nicht, die Hitzeentwicklung zu stoppen, immer wieder quellen Dampf und Rauch aus den Reaktor-Ruinen.
Langsam wird die Einschätzung der Regierung kritischer, die Lage sei "äußerst angespannt". Kabelverlege-Trupps haben provisorische Starkstromleitungen zu den Reaktoren verlegt. Der angedachte Zweck der Leitungsverlegung, die Wiederinbetriebnahme der Kühlwasserpumpen ist jedoch bisher nicht gelungen. Inzwischen regnet es, und der Wind dreht Richtung Tokiyo.

Den Artikel: “In eigener Sache & zum Thema AKW - Sicherheit”
hier weiter unten zu lesen, habe ich auch auf der attac-d-Mailingliste veröffentlicht darauf schrieb ein Listenmitglied: “Alle die von Technik etwas verstehen sehen die Probleme genau so, die> nichts davon verstehen denen kann man erzählen was man will. Ich denke da ist der Hund begraben.......” Dazu fiel mir folgendes ein:
hi xxxxxxx,
ich gebe dir völlig Recht, das die große Mehrheit davon nichts versteht oder verstehen will.
Die bedauerliche Tatsache ist jedoch, das in den Bundesländern die Umweltministerien als Aufsichtsbehörde* anscheinend auch von Ahnungslosen besetzt sind.

*Die erteilen die Genehmigung für die Inbetriebnahme der AKW's, es ist Ländersache. Anscheinend hat sich das bis zur schwarz/gelben Bundesregierung herumgesprochen, denn plötzlich haben sie zumindest die Absicht, die Sicherheitsvorschriften so weit anzuheben, das eine Nachrüstung der bestehenden und ein Neubau so teuer werden das mit dieser Technik kein Profit mehr zu machen ist. Bleibt zu hoffen das der Tigerentenclub nicht vor der Atomlobby einknickt, oder das, das wiederum ein weiterer Wahlkampftrick ist!

Ich habe festgestellt das auf n-tv; N24 & http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/ (englisch) selten Zahlenangaben, wie Folgende erscheinen: "in Block4 lagern "160 Tonnen Abgebrannte Brennstäbe" - das sind die Dinger die aus angereichertem Uran zur Wärmeerzeugung duch die sog. kontrollierte Kernspaltung vernutzt werden. Bei diesem Vorgang bildet sich automatisch Plutonium.
Nur einmal war gestern auf NHK- Sat.-Astra von 6 Tonnen Plutonium** als Anteil von den in im sog. Abklingbecken lagernden Abgebrannten Brennstäben die Rede. Auf NHK- internet, NHK-Sat fehlte bei Wiederholungen diese Info. Auf n-tv; N24; und anderen Tv-Stationen in Deutsch tauchte diese Info überhaupt nicht auf. (Eventuell ist mir ja auch, infolge meines Mangelhaften Englisch ein Fehler unterlaufen?)

Bei Han-Meitner oder ä. Instituten ist, wenn es gelingt durchzukommen, keiner bereit mit einem NIEMAND zu sprechen! Irgend eine Tusse faselt was von die Experten sind mit Tel.-Anfragen völlig überlastet..blah...

Noch dies - USA: Forschern zufolge bewegen sich radioaktive Teilchen auf Nordamerika zu, das kam auch nur einmal auf einer Tickerleiste. 

Mir ist klar das die japanischen Kollegen, der Starkstromverlege-Trupps bie zum Umfallen an der Herstellung von provisorischen Kabelverbindungen, für die Wiederinbetriebnahme der Kühlpumpen arbeiten. Die 50 im Werk selbst weiterarbeitenden werden allgemein als Helden bezeichnet- ich nenne sie Kamikaze-Trupp- überlebenschance gleich null! Das wissen anscheinen auch die Betreiber, das in wenigen Stunden die ersten davon zunächst mit Austritt von Blut an den Schleimhäuten zusammenbrechen werden. Sie haben vorsorglich 20 weitere Todeskandidaten rekrutieren können.
Auf diesen Männern ruht die letzte verbliebene Hoffnung nicht nur für Japan sondern für die gesamte Welt, einen Supergau noch abzuwenden.

**Zur Toxizität von Plutonium:http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium#Toxizit.C3.A4t 
Zusammenfassung der Info's von gestern auf:
http://www.alfredmente.de/AKW-INFO/akw-info.html 

Heute hat sich wenig geändert: 10.19 Uhr
+++ Atombehörde stuft Schwere des Unfalls herauf +++
Die Lage im japanischen Kernkraftwerk Fukushima bleibt besorgniserregend, die drohende Kernschmelze ist längst nicht gebannt. Fieberhaft versuchen Techniker und Feuerwehr, die heißen Reaktoren mit Wasser zu kühlen. Auch an der Stromversorgung wird hektisch gearbeitet.

Armee trifft Reaktoren mit Wasser
Fukushima-Unfall jetzt Stufe 5
Die japanische Atomsicherheitsbehörde stuft die Schwere des AKW- Unfalls in Fukushima herauf. Dieser habe nun die dritthöchste Stufe 5. Auf zwei Wegen wollen die Techniker unterdessen wieder Herr über die beschädigten Reaktoren werden. Einerseits soll das Kühlsystem wieder laufenandererseits werden die Reaktoren mit Wasser beschossen. Offenbar mit etwas Erfolg. http://www.n-tv.de/

An die erste Stelle bei ntv ist der Bürgerkrieg in Lybien gerückt:
Angriff auf Libyen binnen Stunden
(USA England Frankreich bereiten Bombenangriffe vor)
sinnige Grüßeali


17.März - Aus Japan direkt von--> http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/ (englisch)
in freier Übersetzung -vom ali:


Kühlwasser auf Reaktor Nr.3
Helikopter3 -CH-47 Hubschrauber der Self-Defense Forces hatten am
17. 03 früh begonnen Seewasser auf Reaktorgebäude 3 im Kernkraftwerk Fukushima abzuwerfen, in dem Bemühen, die abgebrannten Brennelemente im Speicherpool zu kühlen. Etwa gegen 10.15 Uhr wurde die erste Wasser-Drop Operation abgebrochen. Mannschaften und Gerät waren verstrahlt.
Die Mission war Teil der Bemühungen um die Speicher-Pools an der Nummer drei und vier der Reaktoren zu kühlen.
Die Kühlsysteme an beiden Reaktoren sind nicht funktionsfähig, es wird befürchtet, dass die Brennstäbe schmelzen könnten und damit die Freisetzung von Mengen radioaktiver Stoffe nach außerhalb des Gebäudes einsetzt. (Anmerkung ali- in einem der sog. Abklingbecken lagern 6 Tonnen Plutonium, dieses entsteht automatisch beim Verbrauch der Uranbrennstäbe (Die bestehen aus angereichertem Uran).)

Wasser war aus dem Reaktor Speicher-Pool durch entstehende Hitze verdampft. Die Behörden haben bestätigt, dass die Temperaturen im Reaktor Nummer Vier Storage (Speicher)-Pool steigen.

Alternativ zu den Kühlversuchen mittels Lasthubschraubern hat das Tokyo Metropolitan Police Department riot-Kader Lkw mit Wasserwerfern ausgestattet geschickt. Die Lastwagen wurden ursprünglich in Marsch gesetzt, um den Reaktor 4 zu begießen, aber sie begannen gegen Mittag statt dessen, Wasser auf Reaktor 3 zu sprühen. Die Arbeiter wurden mit Schutzmittel der SDF ausgeüstet (Strahlenschutzanzüge?). Sie werden aus sicherer Entfernung als die Hubschrauber Wasser auf den Reaktor 4 spritzen, die Behörden wollen die Strahlungsaufnahme der Mannschaften überwachen.

Die Kühlversuche bei Reaktor 4 werden ebenfalls vom Boden aus durchgeführt werden, nachdem die Behörden entschieden, dass es effizienter ist Spritzwasser durch Lücken in der Wand des Reaktorgebäudes einzuführen.
Notaufnahme30.000 Menschen aus der 20 km-Zone um Fukushima auf der Flucht vor der Strahlung
In der 20 bis 30 Kilometer-Zone, werden die Menschen gedrängt, zu Hause zu bleiben. Die Stadtverantwortlichen geben zu, viele der schätzungsweise 50.000 Menschen in dieser Zone haben vorgezogen zu fliehen, aber rund 30.000 bleiben.
Bild oben, die Aufnahmekapazitäten der Notunterkünfte sind überall erschöpft
 
14 Krankenhaus-Patienten sterben auf der Suche nach Notunterkünften
Beamte dagegen sagen, 128 Krankenhauspatienten wurden am Montag zu einem Gymnasium in Iwaki Stadt evakuiert. Zwei von ihnen starben ihren Berichten zufolge auf dem Weg in einen Bus und 12 andere starben kurz nach der Ankunft im Tierheim. Die meisten der Patienten waren ältere Menschen, und einige bettlägerig. Sie wurden gebeten, im Tierheim zu bleiben, bevor sie in ein anderes Krankenhaus verlegt werden können.

Die hohe Herr Schulleiter sagt, es waren 4 medizinischen Mitarbeitern im Tierheim, aber medizinische Geräte sind knapp gewesen. Die Patienten wurden auf einer Decke auf einer Tatami Matte gelegt, mit Heizungen platziert in der Nähe.
Donnerstag, 17 März 2011 08.35 0900 (JST)
rauch aus R 3Die 3-Reaktoren in der Anlage verloren ihre Kühlleistung aufgrund des Stromausfalls nach dem Erdbeben am Freitag und den Schäden an einem Notstromaggregat durch die nachfolgende Flutwelle.
Das Unternehmen ist dabei, Maßnahmen wie Einspritzen von Wasser zu den Reaktoren mit Hilfe von Pumpen aus Lkw's durch zu führen, dadurch ist jedoch eine Verbesserung der Kühlfunktion nicht in Sicht. Die Firma TECPCO sagt daher, hoffentlich wird es funktionieren provisorisch Stromleitungen aus in der Nähe der Anlage befindlicher Hochspannungsanlagen am Donnerstag nachmittag wiederherzustellen.

Dann sollen die wichtigsten Kühlsysteme wiederhergestellt werden. Zunächst sind die Pumpen, die mit Meerwasser übergossen wurden, zu reparieren. Bis dahin ist es in der Planung, provisorische Pumpen zu verwenden.
Donnerstag, 17 März 2011 13.08 0900 (JST)


n-tv 16.26 Stromversorgung in Fukushima nicht wiederhergestellt +++
Das beschädigte japanische Atomkraftwerk Fukushima ist nach wie vor ohne Strom. Die Arbeiten zu einer behelfsmäßigen Versorgung konnten nicht wie geplant beendet werden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Atomsicherheitsbehörde in Tokio berichtet. Techniker der Betreibergesellschaft Tepco sollen die Arbeiten, mit denen die defekten Kühlsysteme des Kraftwerks wieder in Gang gebracht werden sollen, demnach am Freitag fortsetzen.

HKN: 17 Uhr
Strahlungsniveau nicht gesunken
Die Wasserwerfer des japanischen Militärs haben ihren Einsatz beendet. Die fünf Spezialfahrzeuge näherten sich dem Katastrophen-Reaktor 3, zu dessen Brennstoff auch Plutonium gehört, soweit wie möglich und spritzten rund 30 Tonnen Wasser auf die Reaktor-Ruine.
Bisher sind kaum Verbesserungen bezüglich der Temperaturen und Strahlungswerte erkennbar.

Es ist nicht zu leugnen alle Möglichkeiten sind ausgeschöpft worden
Sogar bis zur Wiedereinführung von 50 Kamikaze - Kandidaten

In den nächsten Stunden maximal Tagen entscheidet sich ob es zu einer Kernschmelze in mehreren Reaktoren und zu einer massiven Strahlen- und Plutonium - Partikel - Freisetzung kommt. Die Tschernobyl Katastrophe wird möglicherweise völlig in den Schatten gestellt, da es in Japan sehr viel mehr Menschen trifft als in der dünnbesiedelten Region um Tschernobyl.
satbild fukuZerstört v Tsunami
Die US-Botschaft hat ihre Bürger in Japan aufgefordert, sich aus dem Umkreis von 80 Kilometern um die havarierten Reaktoren ins Hinterland in Sicherheit zu bringen.

Hintergrund-Information für die Medien
Wie gefährlich ist radioaktive Strahlung?
16.03.2011 Die Wissenschaft ist sich inzwischen einig: Es gibt keinen Schwellenwert, auch die niedrigsten Dosen können Schäden auslösen.... weiter bei IPPNW.DE :
http://www.ippnw.de/startseite/artikel/e05adcd86f/wie-gefaehrlich-ist-radioaktive-stra.html


Wikileaks:
AIEA (International Atomic Energy Agency) verständigte Tokyo vor 2 Jahren über Reaktorgefahr bei Erdbeben
Wie der Corriere della Sera berichtet hat Wikileaks Dokumente veröffentlicht, aus denen hervorgeht, daß die Internationale Atombehörde AIEA die Regierung in Tokio schon vor zwei Jahren in Geheimkabeln verständigte, daß es große Probleme bei einem schweren Erdbeben geben könnte. Die Gefahren wurden sogar beim G8 in Tokio 2008 besprochen. Der ganze Bericht ist sehr lesenswert. Der britische Daily Telegraph hat die Sache auch aufgenommen.
Artikel aus Corriere della Sera als txt: HIER (italienisch)
Esteri_ (http://www.corriere.it/esteri/index.shtml)
Wikileaks: Aiea avvertì Tokyo, 2 anni fa 


metainfo.de
Im Griff der Energiemonopolisten
Staaten als Geiseln großer Energie- und Ölkonzerne

...Zu den bekanntesten Vorläufern dieses Ereignisses ist die Ölkatastrophe des BP-Konzerns zu rechnen. Die Ablaufmuster gleichen sich weitgehend: ein monopolistischer Konzern nutzt seine Macht, um sich praktisch jeder Aufsicht zu entziehen, minimiert seine Kosten und nimmt Staat und Bevölkerung als Geisel unverhältnismässiger Risiken...mehr lesen:
http://news.web-hh.de/?site=metainfo&lid=33686

DIE SICHERHEIT DER AKWs
Wladimir Tschernosenko war einer der Helden von Tschernobyl. Er hat nach den Rettungs- versuchen in Tschernobyl bis zu seinem Krebstod die Welt vor dieser Technik versucht zu warnen!
Auf die Frage eines SIEMENS-Ingenieurs in Hanau, ob er nicht wüßte, dass deutsche AKWs sicherer seien, hat er geantwortet: “Das stimmt. Sie explodieren später.”
Die vielen Helden von Tschernobyl, leben heute nicht mehr. 

Webmaster Ali's Kommentar zur Fukushima Katastrophe in Japan
Die japanischen Politiker und ihre Experten hatten immer das Mantra verkündet: "Unsere AKW's sind die sichersten der Welt. Sie sind Erdbebensicher erstellt und gegen Tsunamies abgesichert". Unterstützung hatten sie von diversen ‘Experten’ aus der AKW-Wirtschaft, auch die wortreichen Versicherungen sogenannter Experten aus Universitäten und Forschungseinrichtungen über weltweit hervorragende Sicherheitsstandards fehlten nicht.
Im Gebührenpflichtigen TV in Deutschland hat die ehemalige FDJ-Sekretärin Angela Merkel ihren Pflichtauftritt für die Deutsche AKW-Industrie:
        "DEUTSCHE AKW's sind die sichersten der Welt" (AMEN)
Jedoch 7 AKW's der 19 sichersten der Welt werden vorsichtshalber vom Netz genommen!!!
Lt. der Merkelin sollen die jetzt erfolgenden Sicherheitsüberprüfungen vor der wieder Inbetriebnahme Ergebnisoffen sein. Damit gibt doch die Merkel indirekt zu, bisherige Prüfungen waren es nicht?

In eigener Sache & zum Thema AKW - Sicherheit
Der Webmaster dieser HP ist jetzt über 70 Jahre alt. Gelernter Elektriker und hat die letzen 15 Jahre seines Arbeitslebens für die Bewag, von Fremdfirmen aus gearbeitet. In 220/380 Voltanlagen unter Spannung. Er hatte die Ausbildung Anlagen bis 10.000 Volt zu erstellen.
Nach dem Anschluß der neuen Länder waren wir Monate lang mit der Kabel- Fehlersuche und deren Beseitigung bei den dortigen Staßenbeleuchtungsanlagen beschäftigt.
In den Jahren davor:
Erstellung von Einzel & Gemeinschafts Fernseh- Antennenanlagen
Revisionen und Neubau von Freileitungs-Anlagen auch sog. Bau- Provisorien
Installationen in Nicaragua und Kuba

Nur wer nicht arbeitet macht keine Fehler dabei -
An viele meiner Fehler kann ich mich bestimmt nicht mehr erinnern. Die Aufzählung der mir im Gedächtnis gebliebenen würde den Rahmen hier sprengen! Glücklicherweise gab es nie *Todesfälle bzw. Personenschäden. (*Die werden vor Gericht untersucht, führen meist zum Berufsverbot) 
Ein Vorfall durch Mängel im Teamwork ergab einen Sachschaden von ca. 15.000 DM.
In diesem Beruf ist es möglich Schäden über mehrere 100.000’ de Euro bis hin zu Millionen Euro zu Verursachen. Der Monatsverdienst steht in keinem Verhältnis dazu, zahlen muß dann die Arbeitnehmerversicherung, außer bei grober Fahrlässigkeit etc.

Vor mehr als 20 Jahren schaffte ich mir privat den ersten Computer an, den 2. ließ ich nach eigenen Wünschen zusammenbauen, inclusive einer Videokarte. Die freien Steckplätze füllten sich mit einem SCSI-Contoller und einer Netzwerkkarte und schon verreckte das Netzteil wegen Überlastung im Betrieb, dabei ging auch das Motherboard zum Teufel! (Garantie war abgelaufen).
Sog. Bluescreen - Abstürze durch fehlerhafte Softwareprogramme sind nicht zählbar. Jeder der bis hierher gelesen hat, möge mal darüber nachdenken wie viele einfache Elektrogeräte in seinem Haushalt nach wenigen Jahren kaputt gingen, dazu die defekten Heimelektronikgeräte hinzu zählen und schon entsteht ein Bild über die Funktionssicherheit der Geräte.

Politiker die Weltweit über die absolut hervorragenden Sicherheitsstandards plappern sind Papageien, die auswendig gelernte Sprüche der Betreiber der AKW’s von sich geben, die wiederum Papageien der Hersteller darstellen und die haben die sog. unabhängigen Sicherheitsexperten auf ihrer Lohnliste. Das sind dann die, die Sicherheitsüberprüfungen durchführen. (Ich weiß nicht ob sie dabei von Parlamentariern der Regierungsparteien tatkräftig unterstützt werden?)
Oder doch!
Der Block A des AKW- Biblis, die 47 Jahre alte Krücke, ist jedenfalls nach gut zwölf Monaten Stillstand mit Genehmigung durch das hessische Umweltministerium als Aufsichtsbehörde wiederangefahren worden. Diese Minister sollten auf Staatskosten, in einem zu errichtenden Penthaus auf dem AKW, zwangsweise untergebracht werden! Fehlt nur die Bürgerini, die das durchsetzt (gegen die freie Wohnortwahl in DE?).

Kann es Sicherheit beim Betrieb von AKW’s überhaupt geben?
Es ist klar, die Hersteller unterscheiden bei der Herstellung zwischen Konsumgütern und sogenannten Investitionsgütern, letztere werden mit mehr Sorgfalt und auf längere Lebensdauer hin produziert. Ein AKW ist aus vielen Komponenten zusammen gebaut, wobei auch diese durch Einzelmodule verschiedener Zulieferer zusammengesetzt sind.
Logischerweise steigt dadurch die Störanfälligkeit des AKW’s.

Es ist eigentlich schon eine besondere Leistung das AKW’s überhaupt funktionieren. Jedoch jede Sicherheitsprüfung stellt im Grunde nur fest das AKW hat vorher und hinterher funktioniert, das ist alles. AKW’s bestehen aus soviel Störanfälligen Einzelteilen, so das für sog. Sicherheitsrelevante Teile Ersatz implementiert ist. Notstromaggregate sind vorhanden zum Betrieb der Notkühlung und der elektrisch zu betätigenden Notumschaltventile. Eventuell noch ein Notfall- Wasserreservoir zum Fluten mit Kühlwasser wenn alles andere versagt hat.

Kurz gesagt die Not ist groß, bei der Frage nach der Sicherheit der AKW’s!
Die behauptete Sicherheit von AKW’s ist reine Fiktion!

Wo ist denn eigentlich das freiwillige Kamikaze - Löschkommando aus den Reihen der CDU/CSU & FDP, haben die ihren Flug zum AKW - 
Fukushima schon gebucht?


Gedächtnisprotokoll über n-tv Nachrichten vom 16.03.11 Morgens,

kursiv in Klammern gesetztes ist vom Webmaster eingefügt:
Das Dach vom Block 4 eingestürzt / Innere Schutzhülle von Block 3 gebrochen - betreten verboten / auch Block 1 stark beschädigt / Nukleares Feuer ausgebrochen / weißer Rauch über Fukushima / (das heißt Kernschmelze ist eingetreten) / 60km vor dem AKW betrug die Strahlung 500 über Normal / Strahlung in den AKW-Ruinen für ein Betreten zu hoch /Der Betreiber hat das Kontrollzentrum aufgegeben (Das bedeutet es ist alles außer jeglicher Kontrolle) / Hubschraubereinsätze zur Kühlung eingestellt (zu gefährlich für Besatzung und und Maschinen wegen Verstrahlung)

Venezuela bleibt atomfrei 
Präsident Chávez legt Vorhaben zum Bau von AKWs auf Eis. Kritische Debatte an der Basis. Grund für Atompläne waren wiederholte Energieengpässe
http://amerika21.de/nachrichten/2011/03/25864/venezuela-bleibt-atomfrei ----
Unter dem Eindruck der Katastrophe in Japan verändert sich die Lage zur Atomkraft in Lateinamerika nun grundlegend. Während die AKW-Staaten unter Druck geraten, hat Venezuelas Regierung bereits angekündigt, auf Pläne zum Bau von Nuklearreaktoren zu verzichten.
In Chile mehrt sich Wiederstand gegen Atomkraft
Abgeordnete appellieren an die Regierung Atompläne aufzugeben. Proteste formieren sich. Energieminister: "Noch ist nichts entschieden"
http://amerika21.de/nachrichten/2011/03/25874/chile-gegen-atomkraft
In Chile soll am morgigen Freitag dem 17. März ein Atomabkommen mit den USA unterzeichnet werden. Mehr Informationen:
Dossier auf amerika21.de:
http://amerika21.de/dossier/atomkraft-lateinamerika


ERSCHRECKEND
Google Sat.-Aufnahmen vor und nach der Sunamikatastrophe:
http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/technik/Google-dokumentiert-Zerstoerungen-article2844846.html
http://www.n-tv.de/mediathek/livestream/ 

Aus Berliner Zeitung, 16.03.2011:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/katastrophe-in-japan/335708/335709.php
Fukushima außer Kontrolle...
...am Mittwoch (16.03) ein Nachbeben der Stärke 6,0. Das Epizentrum habe rund 100 Kilometer östlich der Hauptstadt Tokio gelegen...Auch von Reaktor 3, wo Brennstäbe mit hochgiftigem Plutonium gelagert sind, stieg wenig später Rauch auf. Die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, dass der Rauch direkt vom Behälter mit den Brennstäben kommen könnte. Auf eine Explosion dort gebe es aber keine Hinweise, sagte Edano auf einer Pressekonferenz...Löscharbeiten waren offensichtlich unmöglich. Erst sollten Hubschrauber zum Löschen eingesetzt werden. Dies sei aber zu gefährlich, sagte Edano. Auch wurden die verbliebenen Mitarbeiter kurzzeitig von der Anlage abgezogen.
Karikatur neues Japanbild:  
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/foto/_bin/index.php/Berliner+Zeitung/karikaturen/3

metainfo-hh
Japanische Nuklearkatastrophe: Freisetzung von Plutonium bedroht die Welt
Nur wenig ist in den aktuellen Meldungen zu erfahren von der groeßten Bedrohung, die von den Unfaellen in den Reaktoren von Fukushima ausgeht: die Brennstaebe im Reaktor 3 enthalten etwa eine viertel Tonne an Plutonium. Plutonium gilt als Supergift: schon wenige Millionstel Gramm fuehren zur Entstehung von Krebs Auch wenn der Reaktor 3, in dem vermutlich bereits eine partielle Kernschmelze stattfand, zwischenzeitlich kontrolliert werden konnte, ist zweifelhaft, ob diese Kontrolle aufrechtzuerhalten ist, nachdem die Verstrahlung des Kraftwerksgelaendes eine hohe Intensitaet angenommen hat. Aktuell geht eine Anzahl von Gefahren von dem Kraftwerk Fukushima aus: vier Reaktorbloecke sind nun durch unterschiedliche Ereignisse ausser Kontrolle geraten, in drei von ihnen hat nach Angaben der japanischen Regierung eine partielle Kernschmelze bereits stattgefunden, in dem vierten kocht ein Becken mit Brennstaeben und setzt Radioaktivitaet frei. Vom Reaktor 2 muss angenommen werden, dass die Kernschmelze fortgeschritten ist, nachdem die Brennstaebe mehrfach ueber Stunden ungekuehlt blieben. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zu einer vollstaendigen Kernschmelze kommt oder schon gekommen ist und dass auch der Reaktorbehaelter die Kontamination nicht mehr zurueckhalten kann. Es gibt Hinweise, dass er bereits beschaedigt ist. Sollte sich die Kernschmelze fortsetzen, muss damit gerechnet werden, dass sie den Boden des Reaktorbehaelters durchdringt, austritt und anschliessend durch das Betonfundament ins darunterliegende Erdreich sinkt. Im Kontakt mit dem Grundwasser sind anschliessend aufgrund der hohen Temperaturen der Schmelze Dampfexplosionen zu erwarten, die das radioaktive Material in der Umgebung verbreiten und die Athmosphaere verseuchen. Diese Effekte bedrohen die Umgebung aber auch die Metropolregion Tokio mit der zu erwartenden Kontamination. Darueberhinaus wird hierdurch aber das Risiko verursacht, dass damit das gesamte Kraftwerksgelaende der Kontrolle entzogen ist, weil ein Aufenthalt fuer das Personal durch die Strahlungsintensitaet nicht mehr moeglich ist. Dies laesst auch eine vollstaendige Kernschmelze der beiden anderen Reaktoren, die erst anlaesslich des Bebens abgeschaltet wurden, wahrscheinlich werden. Damit wuechse dann die Bedrohung in eine neue Dimension, die eine Kontamination in weltweitem Masstab moeglich werden laesst: die Bestueckung des dritten Reaktors mit MOX-Brennstaeben, die große Mengen an Plutonium enthalten - nach bisherigen Informationen eine viertel Tonne - bedeutet dann die Verbreitung dieses "Supergifts", von dem bereits ein Nano-Gramm als toedliche Dosis gilt. Waehrend der Super-GAU der anderen Reaktoren in erster Linie lokale und regionale Kontaminationen verursacht und die Gefaehrdung Europas und anderer Kontinente wenig wahrscheinlich ist, koennen Bewegungen der Atmosphaere und Meeresstroemungen mittelfristig auch eine Verteilung des in solchen geringfuegigen Dosen hochgiftigen Plutoniums bewirken. Damit findet die japanische Nuklearkatastrophe auch vor der Haustuer Europas statt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750668,00.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium#Toxizit.C3.A4t 
De Link zum Beitrag: www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33684 

Meta-Info.De
Japan: Nuklearkatastrophe eskaliert weiter
Nur wenige eher karge Meldungen geben Hinweise auf die neuerliche Verschaerfung der Katastrophe.

Nachdem der Einstufungs-Level des Nukleardesasters in Japan auf der siebenstufigen Skala von 4 auf 6 angehoben wurde, deuten die aktuellen Hinweise darauf hin, dass sich hieraus der Schritt auf den naechsten Level andeutet: der mehr oder weniger vollstaendig unkontrollierten Katastrophe: ohne weitere Erklaerung wurde berichtet, dass aus dem Reaktor 3 Rauch aufstieg und dass die verbliebenen 50 Arbeiter abgezogen wurden.

Wer mit der desastroesen Entwicklung der Katastophe vertraut ist, kann nachvollziehen, dass nur noch - soweit ueberhaupt - Reste an Kontrolle bestehen, um nicht ueberhaupt die voellige Kapitulation zu konstatieren.

Der Reaktor 3 war der Bestandteil des Kraftwerks in Fukushima, der die hoechste Gefahr beinhaltet, auch wenn dies von den Medien ueberwiegend ausgeblendet wurde: sein Kern enthaelt zum erheblichen Anteil Plutonium: eins der existierenden gefaehrlichsten Materialien: Plutonium wird zum Einen fuer den Bau von Atomsprengkoepfen genutzt und Plutonium ist bereits in kleinsten Mengen hochgiftig: als todlich gilt eine Menge von etwa einem 50stel Gramm, als krebserregend ein Tausendstel davon.

Die ergaenzende Erklaerung zum vom Reaktor 3 aufsteigenden Rauch war die hinzugefuegte Annahme, dass der Sicherheitsbehaelter des Reaktors beschaedigt sei.

Letzteres bedeutet, dass nun Plutonium austritt.

Dass nun die verbliebenen 50 Mitarbeiter abgezogen wurden, ist eine Konsequenz, die sich ergibt aus dem Verstaendnis der nun eingetretenen Vorgaenge, die von den Medien nicht uebermittelt wurde.

Auch in den westlichen Medien wurde die Problematik der Plutoniumbestueckung im Reaktor 3 nicht weiter eroertert, obwohl sich hier die maximale Gefahr konzentrierte: ueber die Giftigkeit, die Millionen potenziell Betroffene bedroht, hinaus besteht das Risiko, dass eine Kernschmelze mit Plutonium einen kritischen Zustand erreicht. Dazu liegt der Schmelzpunkt deutlich unter dem der Uranbrennstaebe: er wird also frueher erreicht. Eine vollstaendige Schmelze mit einem erheblichen Anteil von Plutonium enthaelt ein Gefahrenpotenzial, dass auch den Supergau von Tschernobyl noch hinter sich lassen kann.
http://www.nytimes.com/2011/03/16/world/asia/16nuclear.html?hp
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Meta-Info.De
Umgang mit Nuklearkatastrophe: verharmlosen und vertuschen
Auch der Umgang mit der japanischen Nuklearkatastrophe ist gepraegt von einer Routine der Verharmlosung und der Vertuschung. Dies stellt unter anderem der Journalist John Vidal im englischen "Guardian" fest. Es wuerden nahezu keine Strahlenmesswerte herausgegeben, die Aussenstehenden eine Bewertung der Ereignisse ermoeglichen koennten.
Das Betreiberunternehmen TEPCO war unter anderem dafuer bekannt geworden, dass man Sicherheitsprotokolle zurueckhielt oder faelschte. Auch die Erklaerungen fuehrender Berater und Behoerdenvertreter fuegen sich in dies Bild.

Am Montag war von der japanischen Regierung Unterstuetzung von seiten der internationalen Atomenergiebehoerde angefragt worden. Diese reagierte darauf, dass der fuehrende Vertreter, James Lyon erklaerte, es gebe in Japan keine ernsthaften Probleme; es laegen keine Informationen vor, dass es in den betroffenen Reaktoren zu einer Kernschmelze gekommen sei. Dass dies aber wahrscheinlich der Fall sei, hatten zuvor die japanische Regierung und die Betreiberfirma TEPCO erklaert. Warum der Brite Lyon und die IAEO, die in Wien eine Pressekonferenz abhielt, ueber bessere Informationen verfuegten, als die Japaner, wurde nicht zur Kenntnis gegeben. Beobachter sind jedoch bereits damit vertraut, dass sich die IAEO insgesamt als Lobbyorganisation der Nuklearindustrie verhaelt.

Vergangene Ereignisse zeigten, dass insbesondere englische Konzern- und Lobbyvertreter ein aeu�erst sensibles Gespuer fuer Pressearbeit besitzen und erfahren sind in der Steuerung oeffentlich verfuegbarer Informationen. Ein Beispiel gab im vergangenen Jahr der Chef des BP-Konzerns Tony Hayward, der es dennoch nicht vermeiden konnte, dass ein Video im Internet verfuegbar wurde, das ihn bei einer Inspektion am Strand der oelverseuchten Golfkueste in Lousiana zeigte, waehrend er Anweisungen an sein Personal gab "schafft die Fotografen hier weg". Sein Krisenmanagement der Oelkatastrophe am Golf von Mexiko bestand vorwiegend darin, zu verhindern, dass fuer den Konzern nachteilige Informationen und Bilder die Oeffentlichkeit erreichten.

Im aktuellen Fall schloss sich der wissenschaftliche Berater der englischen Regierung John Beddington an. Er erklaerte, es sei abwegig, die Gefaehrdung durch die japanischen Reaktorunfaelle mit der von Tschernobyl zu vergleichen. Damals sei durch den Abbrand des Grafitkerns eine weitraeumige Kontamination verursacht worden. Dies gaebe es aktuell nicht. Er ging jedoch nicht auf die Gefahr ein, die das im dritten Reaktor von Fukushima befindliche Plutonium bedeutet, dessen weitere Kontrolle durch den offenbar fortgeschrittenen Vorgang der Kernschmelze im Reaktorblock 2 bedroht ist.

"What we are seeing follows a clear pattern of secrecy and denial," erklaerte Paul Dorfman, Beauftragter einer englischen Kommission, die die Regierung im Zusammenhang mit Strahlenrisiken beraten sollte. Dies "Muster der Geheimhaltung und Vertuschung" kann fuer weite Teile der Nuklearindustrie und der mit ihrer Kontrolle befassten Behoerden und Politiker als Standard eingeschaetzt werden.

In Japan waren etwa 1995 Berichte ueber einen Brand in der Anlage des schnellen Brueters Monju unterdrueckt worden.

Als man sich in Fukushima am 15. Maerz mit dem Brand im Reaktorblock 4 auseinandersetzte, fiel auf, dass zwei Feuerloeschzuege, die von amerikanischer Seite zur Unterstuetzung vor Ort gesandt wurden, von den Japanern zurueckgeschickt wurden, wie vorher bereits andere Expertenteams aus dem Ausland. Damit stellt sich die Frage, ob dies geschah, um die Praesenz unabhaengiger Beobachter am Ungluecksort zu verhindern.

http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/14/japan-radiation-leak-cover-up?INTCMP=SRCH

http://www.guardian.co.uk/environment/2004/aug/22/energy.japan

http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/mar/14/fukushima-nuclear-industry

http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20020903a1.html

http://cnic.jp/english/newsletter/nit92/nit92articles/nit92coverupdata.html

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JAPAN IM MÄRZ 2011
Das AKW Fukushima Eins hat 6 Reaktorblöcke
In Block 1 gab es die erste Explosion am Freitag dem 11.03.11
In Block 2 kam es zur 3. Explosion in der Nacht zum Dienstag dem 15.03.11
Im Block 3 hat es eine Wasserstoffexplosion gegeben.
In Block 4 brach ein Feuer aus, das inzwischen von US-Truppen gelöscht werden konnte, auch aus dem entweicht Radioaktivität
In Block 5 ernste Probleme, es wurden erhöhte Temperaturen gemessen
In Block 6 ernste Probleme, es wurden erhöhte Temperaturen gemessen
Dienstag 9.36 Uhr Probleme im Abklingbecken von Fukushima 
Nach Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo könnte das Wasser im Abklingbecken des Reaktors Vier im AKW Fukushima kochen. Der Pegelstand des Wassers geht zurück. In einem Abklingbecken werden die abgebrannten Brennstäbe aufbewahrt.

Eine Weitere Explosion beschädigt Reaktorhülle
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat eine dritte Explosion die Hülle des Reaktors 2 beschädigt. Die Strahlung nimmt gefährliche Werte an und erreicht inzwischen auch die Großstadt Tokio. Die Atomkatastrophe in Japan hat eine neue Dimension erreicht. Bei einer erneuten Explosion im Kernkraftwerk Fukushima wurde am Dienstag nach Regierungsangaben erstmals eine innere Schutzhülle eines Reaktorblocks beschädigt. Die AKW-Betreibergesellschaft Tepco sprach von einer "sehr schlimmen" Lage. Die Strahlung in der Umgebung steige dramatisch. Zudem hat der Wind gedreht und weht Richtung Süden, wo auch Tokio liegt. In der 35-Millionen-Metropole wurden erhöhte Strahlenwerte gemessen, wie die Agentur Kyodo meldete. Schäden am unteren Teil des Schutzmantels von Reaktorblock 2 werden vom Betreiber eingeräumt.
weitere ExplosionNach einem Bericht der Agentur Jiji beschädigte die Detonation im Reaktor 2 auch das Dach der Anlage. Radioaktiver- Dampf steige aus dem Komplex empor. Ein Sprecher des AKW-Betreibers teilte mit, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es im Atomkomplex zu einer Kernschmelze komme. Dienstag gegen 9:00 Uhr (MEZ) wurden über 8217 Millisievert am Werkstor gemessen, das bedeutet wer sich knapp 1 Stunde in diesen Bereich aufhält ist ein Todeskandidat! Lt. der deutschen Strahlenschutzverordnung von 2001 liegt der Dosisgrenzwert für die Bevölkerung bei ein Millisievert im Kalenderjahr. Einige Stunden später meldet der Betreiber es findet möglicherweise eine partielle Kernschmelze in Reaktor 2 statt.
 
35 Millionen Japaner leben in Tokyo
Die Radioaktive Wolke treibt auf die Stadt zu. Metereologen hoffen auf eine drehung des Windes in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch, beim zuteffen dieser Vorhersage würde die Wolke auf den Pazifik raustreiben. In Tokio fehlt schon Wasser, Brot, Batterien, frische Lebensmittel und haltbare Produkte in den Supermärkten sind vielfach ausverkauft. Viele Tankstellen sind geschlossen da der Sprit ausverkauft ist. Die Bevölkerung trifft also schon Vorsorge um die Stadt verlassen zu können. mehr: HIER

Di 15. Mrz 2011 Japan
Auswirkungen der Katastrophen in Japan
Daimler hat nach den Erdbeben in Japan die Produktion seines japanischen Nutzfahrzeuggeschäfts gestoppt. Der Autoteilezulieferer Bosch ließ die ersten 200 Mitarbeiter ausfliegen.

An der Japan Börse wurde der Handel mit Papieren des AKW - Erbauers Toshiba und der AKW- Betreibergesellschaft Tepco ausgesetzt, nachdem sie quasi auf Altpapierwerte zu fallen drohten.
Panikverkäufe an Japans Börse, angesichts einer drohenden nuklearen Katastrophe geht die Börse in Tokio in den freien Fall. Der Nikkei-Index aus 225 Unternehmen stürzt zeitweise um rund 14 Prozent auf unter 8500 Punkte ab. Das war der größte Kursverlust seit Oktober 2008

Meta-Info.De:
Energiekonzerne: der programmierte Super-GAU
Die vermeidbare Katastrophe

Wie noch bei jeder industriellen Katastrophe, jedem nuklearen Unfall, ist auch diesmal wieder die Erklaerung der Branche zu hoeren: "Bei uns koennte das nicht passieren. Unserer Technologie ist sicher!". Mit Blick auf die ausser Kontrolle geratenen Reaktoren Japans wird erklaert, es gebe in Deutschland keine Erdbebengefahr und deutsche Anlagen seien die sichersten der Welt. Ignoriert wird dabei ein zentraler Umstand: das wirtschaftliche und politische System des Westens erzeugt das Risiko Jahr fuer Jahr erneut.

Mit Blick auf die japanische Nuklearkatastrophe laesst sich feststellen, dass etwa das Versagen des Reaktors Fukushima 1 nicht haette eintreten muessen - wenn in angemessener Form vorgesorgt worden waere. Zu den Ursachen der Kernschmelze gehoerte die Tatsache, dass die Notstromgeneratoren vom Tsunami ueberflutet wurden und die Kuehlwasserpumpen nicht mehr versorgten. Als die entsprechenden Entscheidungen fielen, die Anlage so zu arrangieren, wie sie vom Erdbeben und dem Tsunami getroffen wurde, ist den Verantwortlichen bekannt gewesen, dass es Erdbeben und Tsunamis gibt und dass das Risiko fuer die Anlage, von solchen Ereignissen getroffen zu werden, erheblich ist.

Es waere nicht mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden gewesen, die Generatoren in einer Hoehe aufzubauen oder anderweitig zu schuetzen, so dass sie vom Tsunami nicht erreicht worden waeren.

Auch haette ein Kuehlwasserbecken erhoeht angelegt werden koennen, aehnlich den frueheren Wassertuerme, um eine Kuehlwasserversorgung auch bei einem Stromausfall sicher zu stellen.

Unterlassen wurde dies aus Kostengruenden und weil die Regierung entschied - aller Wahrscheinlichkeit nach unter dem Einfluss der Nuklearindustrie - die Erdbebengefahr nur bist zu einer Staerke 8 der Richterskala zu beruecksichtigen.

Somit muss festgestellt werden, dass Energiekonzerne und - gemeinsam mit ihnen - die japanischen Regierungen die gegenwaertige Katastrophe bewusst in Kauf genommen haben.

Hinter den Entscheidungen, die zur Katastrophe fuehrten, steckt ein System, dass auf die Minimierung von Kosten setzt bei einer Maximierung der Ausbeute und der erwirtschafteten Gewinne. Das Schicksal der gegebenenfalls betroffenen Bevoelkerung gilt demgegenueber als nachrangig.

In Japan muss festgestellt werden, dass dies sogar als Bestandteil des Kalkuels nzusehen ist: das gegenwaertige Beben kan zwar als eins der staerksten gelten, das die Region erschuetterte.

Gerade im Pazifikraum sind wiederholt vergleichbare Beben vorgekommen, von denen etliche den Grenzwert der Staerke 8, fuer den die japanischen Atomkraftwerke ausgelegt waren, erheblich ueberschritten. Das staerkste Beben, 1960 in Chile bei Valdivie erreichte sogar die Staerke von 9,5. Im nicht weit von Japan entfernten Kamtschatka ereignete sich 1952 ein Erdbeben mit der Staerke 9. Somit ist festzustellen, dass Industrie und Regierung in Japan sehenden Auges auf die gegenwaertige Katastrophe zusteuerten.

Die vergleichbare Problematik trifft viele andere Betreiberstaaten. In Deutschland war in Regelmaessigkeit zu beobachten, wie bei Stoerfaellen von Nuklearanlagen Sicherheitsvorschriften missachtet und umgangen wurden, wie die Betreiber die Aufsichtsbehoerden taeuschten, Sicherheitsprotokolle manipulierten und versuchten, ueberalterte Anlagen, die Umsatz und Gewinne generierten, weiter am Netz zu halten.

Gleichzeitig zahlte man Gehaelter und andere Verguetungen an Politiker und betrieb intensives Lobbying, mit dem Ergebnis, dass die Politik ihren Wuenschen und Interessen folgte - zuletzt mit der Verlaengerung der Laufzeiten.

Offenbar wurde das Desaster, der gewohnheitsmaessige Verstoss gegen Sicherheitsmassregeln auch durch die Verhaeltnisse im Salzstock Asse.

Insgesamt koennte einerseits feststellbar sein, dass die Technik der nuklearen Energiegewinnung in gewissem Umfang beherrschbar zu sein scheint - solange man nicht auf die Problematik der Entsorgung eingeht.

Gleichzeitig wird man zu der Feststellung kommen, dass das gegenwaertige, neoliberale System des "eine Hand waescht die andere", in dem wesentliche Entscheidungen der Energiepolitik letztlich von der Industrie getroffen werden, anstatt auf demokratischem Weg, und anschliessend durch korrumpierte Politiker exekutiert werden, als Basis fuer die hochriskante Nukleartechnologie untauglich ist. Sicher ist dies kaum anders festzustellen fuer andere Gesellschaftssysteme, die ebensowenig, wie die neoliberalen Strukturen des Westens wirkliche Demokratie und Transparenz kennen, wie etwa die Sowjetunion der 80er-Jahre, die zusaetzlich behindert war durch einen Mangel an Ressourcen und damit ueberalterter Technologie.

Der Mangel an demokratischer Kontrolle und Transparenz - wie er auch aktuell von der japanischen Regierung belegt wird, kann keine solide und zuverlaessige Basis fuer die Sicherheit der Bevoelkerung bieten, wenn, wie hier und in den meisten westlichen Staaten zu erkennen, die wirtschaftliche und politische Elite von technischen Risiken und Abenteuern profitiert, waehrend die breite Bevoelkerung im Unklaren gelassen wird und im Ergebnis die Kosten traegt.

Zwar kann sie bei anstehenden Parlamentswahlen die jeweilige politische Konkurrenz bevorzugen - und anschliessend feststellen, dass auch sie den Massgaben der Indsutrie folgt und sich als Atomkraftgegner waehlen lassen um spaeter, wie die gruenen Fuehrungskader Gunda Roestel, Margarete Beck oder Rezzo Schlauch selbst fuer große, nukleare Energiekonzerne zu arbeiten.

Die Dominanz des Systems, dass auf der (impliziten) politischen Fuehrung durch die gro�en Konzerne beruht, ist auf diesem Weg nicht zu brechen. Auch etwa Andrea Ypsilanti, nach ihrem Wahlsieg in Hessen, musste feststellen, dass der von ihr betriebene Versuch, in der Energiepolitik des Bundeslandes die Rolle der Nuklearindustrie zurueckzudraengen, von dieser Seite beantwortet wurde mit einer massiven Medienkampagne, die sie ins politische Aus befoerderte - ungeachtet des Umstands, dass der Vorwurf des Wahlbetrugs hier als Mittel zum Zweck diente. Dass insbesondere ihr innerparteilicher Gegenspieler Wolfgang Clement aber auch die SPD-Abgeordnete Metzger mehr oder weniger eng verbandelt waren mit regional oder international operierenden Energiekonzernen, "entging" den Medien, die Ypsilanti anklagten (und gleichzeitig den Wahlbetrug der Hamburger Gruenen, die damals entgegen ihren Ankuendigungen mit der CDU koalierten, ignorierten: diese kooperierten mit der Partei des "Kohle von
Beust", die dem Energiekonzern Vattenfall den Bau des Kohlekraftwerks Moorburg genehmigte)

Auch die vom BP-Konzern verursachte Oelkatastrophe im Golf von Mexiko belegte die intensive Verflechtung mit der der Konzern letztlich seine Interessen durchsetzte: der Konzern war es, der ueber die staatliche Kuestenwache verfuegte und ihr Anweisungen erteilte - etwa Journalisten von kontaminierten Straeden fernzuhalten, die der PR des Konzerns haetten nachteilig werden koennen.Dass nun viele Betroffene unter den Folgen der von dem Konzern massiv eingesetzten Detergentien leiden oder ums Leben kamen, ist bedeutungslos - solange der Ruf des Konzerns und sein Boersenkurs unangetastet bleibt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,345795,00.html
http://www.udo-leuschner.de/kurzschluss/kurzschluss255-261.htm
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6707236#
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video874802.html
http://english.aljazeera.net/indepth/features/2010/12/20101230105158700342.html

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www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33680 


meta-info.de
Nuklearkatastrophe: Neoliberalismus unterminiert Risikomanagement
Wesentliche Informationen von der Regierung verschwiegen

Zur Nuklearkatastrophe in Japan lassen sich inzwischen mehrere Feststellungen und Annahmen machen: allesamt eher unerfreulicher Natur. Dass die Kernschmelze in inzwischen zwei Reaktoren vonstatten geht, muss als wahrscheinlich angenommen werden, auch wenn sich die Regierung in diesem Punkt bedeckt haelt. Die Kuehlung durch Meerwasser belegt den weit fortgeschrittenen Kontrollverlust. Wie in anderen westlichen Industrielaendern hebelten die neoliberalen Strukturen, die der Privatwirtschaft Vorrang gegenueber staatlicher Aufsicht geben, ein wirksames Risikomanagement aus.

Zu den wahrscheinlich unzutreffenden Angaben von seiten der Regierung ist die Behauptung zu rechnen, dass der Reaktorbehaelter unversehrt sei. Dem widerspricht das Auftreten von Caesium und Jod in der Umgebung des Reaktors: beide sind Spaltprodukte der Brennelemente, die offenbar bei dem Unfall freigesetzt wurden und aus der Brennelementkammer ausgetreten sind.

Bekannt wurde inzwischen darueberhinaus, dass neben dem Reaktor 1, dessen Gebaeude explodierte, auch die Kuehlung des Reaktor 3 versagte. Dieser wird betrieben mit MOX, das heisst, einem Gemisch von Plutonium und Uran. Insoweit dieser Reaktor vollstaendig außer Kontrolle geraten sollte, stellt er damit eine erheblich groeßere Gefahr da durch die Moeglichkeit von Plutonium-Emissionen.

Nach dem Abschalten der Reaktoren, veranlasst durch die Erdbebenstoeße, basierte die Kuehlung der Reaktorkerne auf der Stromversorgung durch die hierfuer vorgesehenen Diesel-Generatoren. Diese wurden anschliessend durch den Tsunami außer Betrieb gesetzt. Die nachfolgende Ueberhitzung fuehrte dann zur Kernschmelze in den Reaktoren.

Der Betrieb dieser Reaktoren fand statt entgegen der Warnung von Seismologen, die auf die Erdbebengefahr hinwiesen. Es wurde bekannt, dass die aufsichtsfuehrende Behoerde sich eher den Interessen der Kraftwerksbetreiber fuegten, als dass sie ihre Kontrollfunktionen wirksam ausuebten. Aehnliche Phaenomene waren und sind zu beobachten bei den großen deutschen Energiekonzernen, die eine gruendliche "Landschaftspflege" gegenueber der Politik betreiben, die Gehaelter von Politikern finanzieren und weitgehende Kontrollverluste verursachten, wie sie etwa zu den katastrophalen Verhaeltnissen im Salzstock Asse oder auch zu wiederholten Stoerfaellen etwa im Atomkraftwerk Kruemmel fuehrten.

Die Tatsache, dass die Aggregate, die fuer die Notkuehlung der japanischen Reaktoren erforderlich waren, durch den Tsunami ausser Betrieb gesetzt werden konnten, muss als Konsequenz entsprechender Nachlaessigkeit betrachtet werden: das Auftreten von Tsunamis infolge von Erd- bzw. Seebeben ist in Japan kein ungewoehnliches Phaenomen.

Die japanische Regierung betreibt dasselbe Spiel, dieselbe Informationspolitik, wie nahezu alle Regierungen bisher in vergleichbaren Faellen: den Vorfall herunterspielen, verschleiern, Krisenmanagement zur Schau stellen. Dass der betroffenen Bevoelkerung und der Oeffentlichkeit reiner Wein eingeschenkt wird, kann als seltene Ausnahme gelten. Die Kritik der westlichen Medien an solchem Verhalten ist jedoch milde, wenn es einen (mit der NATO) verbuendeten Staat, wie Japan trifft.

Die Informationen zum Vorgang sind, wie meist in solchen Faellen, geringfuegig und werden meist nur zur Kenntnis gegeben,, wenn sie nicht mehr zu verschweigen sind. Journalisten werden auf Abstand gehalten.

Der Journmalist Terry McAlister des Guardian bemerkt hierzu:

"Getting information out of the nuclear industry is never easy (a legacy perhaps of its Cold War origins) and the Japanese political system is also notorious for keeping a tight lid on unwelcome news. This all means it will be hard to know what is exactly happening at any one time at Fukushima."

In Japan scheinen aktuell Divergenzen ueber die Informationspolitik zu bestehen: die zustaendige Behoerde fuer Nuklear- und Industriesicherheit NISA gab am Samstag mittag ein Statement heraus, nachdem sich im Reaktor eine Kernschmelze entwickelt habe. Von seiten der Regierung wurde dies spaeter zurueckgenommen und erklaert, die Radioaktivitaet habe nachgelassen. Am Abend gab die NISA ein weiteres Statement heraus, nach dem es sich um eine Kernschmelze in dem betroffenen Reaktor handele. Amerikanische Atomenergieexperten erklaerten es fuer wenig wahrscheinlich, dass sich eine Kernschmelze ereigne, Dazu muesse der Reaktorkern beschaedigt worden sein. Sie verzichteten jedoch darauf, zu erklaeren, warum eine solche Beschaedigung nicht stattgefunden habe und auszuschliessen sei.

Im Kontext des aktuellen Unfalls wird zweifellos die Zukunft der Atomenergie verhandelt. Mit diesem Hintergrund ist nachvollziehbar, dass eine Anzahl von beschwichtigenden Erklaerungen abgegeben werden, um die aktuelle Aufmerksamkeit von den Risiken der Nuklearenergie abzulenken. Das Ziel liegt in dem Fall darin, den tatsaechlichen Umfang der Gefahr und der eingetretenen Schaeden und Kontaminationen erst dann bekannt werden zu lassen, wenn die oeffentliche Aufmerksamkeit wieder anderweitig fokussiert ist.

Auch im Fall der Tschernobyl-Katastrophe wurde dies entsprechend gehandhabt.

Das beruhigende Statement der japanischen Regierung ist damit vor diesem Hintergrund zu sehen.
Tatsaechlich hat Japan mit der Sicherung seiner Energieversorgung groeßere Schwierigkeiten, als die meisten anderen Industrielaender: es sind praktisch keine eigenen Energievorraete verfuegbar. Auch China steht unter Druck, die iegene Versorgung zu realisieren und steht damit in Konkurrenz zum Inselreich Japan. Erst in juengerer Zeit hat sich ein russisches Angebot an Oel und Erdgas fuer die Laender des Ostens entwickelt. Die Entscheidung der japanischen Politik fuer den umfangreichen Einsatz von Atomenergie ist vor diesem Hintergrund nachvollziehbar. Ein Wechsel zu anderen Energietraegern waere erheblich schwieriger zu realisieren, als etwa in Mitteleuropa.

Unruhe bezueglich der Versorgung durch Nuklearenergie wuerde die japanische Politik und die Industrie in dem Land vor groeßere Probleme stellen.

Neoliberalismus unterminiert Risikomanagement
Neben der Gefahr schwerer Erdbeben sind japanische Kernkraftwerke bedroht durch das Risiko, das sie mit vielen Energieversorgern der westlichen Welt teilen: ein zuverlaessiges Risikomanagement wird durch die Strukturen des neoliberalen Systems verhindert. Politik und ueberwachende Behoerden unterliegen vielfach dem Einfluss und der Manipulation durch gro�e Industriekonzerne, wie sich etwa im Fall der BP-Oelkatastrophe im Golf von Mexiko herausstellte. Ueberwachung und Kontrolle wurden und werden dadurch vielfach ausgehebelt. Nach den vorliegenden Informationen gilt dies - mindestens zum Teil - auch fuer die japanische Atomindustrie, die Genehmigungen erhielt, Reaktoren in erdbebengefaehrdeten Gebieten aufzustellen. Auch fuer das Gebiet, in dem nun die verunglueckten Reaktoren stehen, gab es die Warnung von Seismologen, dass sie gegenueber der Erdbebengefahr dort nicht sicher seien Die Regierung hatte diese Warnungen ignoriert.

Nach dem aktuellen Stand der Entwicklung wird die japanische Regierung darauf setzen, dass die Wetterverhaeltnisse weiterhin den Fallout des Reaktors nach Osten ueber den Pazifik tragen und die Gefahr im Land ignoriert werden kann. Darueberhinaus waere, wenn sich die gegenwaertigen Wetterverhaeltnisse halten, mit kurzfristigen Gesundheitsschaeden kaum oder nicht zu rechnen.

Mittel- und langfristig wird sich ein deutlicher Anstieg der Krebserkrankungen bemerkbar machen. Dies wird jedoch vermutlich kein Problem sein, mit dem sich dann noch die gegenwaertige Regierung auseinanderzusetzen hat.

Hierzulande haben die Ereignisse in Japan eine intensive Diskussion der Atomenergie veranlasst. Aktuell listet Twitter unter den Top Ten der diskutierten und gefragten Themen nahezu ausschliesslich Stichworte im Kontext der Reaktorunfaelle oder das Thema der Laufzeitverlaengerung. Die von Angela Merkel angekuendigte "Ueberpruefung" der deutschen Atomkraftwerke soll offenbar dem Druck entgegenwirken, ohne dass hieraus eine Aenderung der deutschen Energiepolitik resultiert.

Inwieweit diese Strategie erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.

http://www.stratfor.com/analysis/20110312-japanese-government-confirms-meltdown
http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/12/japan-earthquake-tsunami-aftermath-live
http://www.heise.de/tp/blogs/2/149432
http://www.heise.de/tp/blogs/2/149431
http://twitter.com/#!/arclight
http://twitter.com/#!/search/%23fukushima

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www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33678


RESOLUTION der Delegierten der Bundesfachbereichsfrauenkonferenz Medien, Kunst und Industrie am 12./13. März 2011
R e s o l u t i o n
Sofortige Abschaltung und sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie in der Bundesrepublik und in Europa incl. der erweiterten Wirtschaftszonen sowie der sofortige Wechsel hin zu Erneuerbaren Energien
Die Delegierten der Bundesfachbereichsfrauenkonferenz Medien, Kunst und Industrie fordern die Bundesregierung auf:
1. Die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke auf 12 Jahre ist sofort zurückzunehmen.
2. Der schnellstmögliche Ausstieg aus der Atomenergie muss realisiert werden.
3. Ein sofortiges Abschalten der sieben ältesten AKWs in Deutschland muss vorgenommen        werden.
4. Eine europaweite Aktion zur Förderung erneuerbarer Energien (Sonne, Wind, Wasser, Gezeiten    etc.) muss verstärkt werden.
5. Die UNO wird umgehend in obengenannte Forderungen einbezogen, um auf eine weltweite       Abschaffung aller AKWs hinzuarbeiten.
Der Unfall in Japan zeigt, dass Atomenergie nirgendwo beherrschbar ist. Auch in der Bundesrepublik und in Europa kann jederzeit ein schwerer atomarer Störfall bzw. Unfall geschehen. Nur wenige Umstände sind notwendig, um einen GAU auszulösen.
Atomkraftwerke wie Biblis und Neckarwestheim sind durch mögliche Erdbeben gefährdet und setzen die gesamte Bevölkerung einer hohen Gefahr aus. Diese AKWs sind auf Grund des Reaktors nach westlicher Bauart vollkommen vergleichbar mit dem Atomkraftwerk Fukushima 1.
Eine weiträumige Evakuierung, wie sie notwendig wäre, ist im dicht besiedelten Europa nicht möglich. Den nachfolgenden Generationen wird ein für zehntausende Jahre durch atomare Strahlung verseuchtes Gebiet vererbt.
Wir fordern die Bundesregierung auf, nur noch umweltfreundliche Strom- und Energie- produktionswege zu subventionieren und die Bürgerinnen und Bürger nicht diesen exorbitanten Gefahren auszusetzen.
Eine Kernschmelze, wodurch auch immer ausgelöst, ist nicht zu bewältigen, weder menschlich (wegen der vielen Toten, Kranken und lebenslang radioaktiv Verstrahlten) noch ökonomisch!
Die Nutzung der Atomenergie mit ihren vielen nicht gelösten Fragen wie z.B. die Entsorgung und Endlagerung sowie die Halden von Atommeiler(-schrott) blockieren umweltfreundliche Energieinvestitionen, den Ausbau und die Einspeisung Erneuerbarer Energien. AKW-Energie eignet sich nicht als vorausschauende Brückentechnologie. Nur durch einen Ausstieg aus der atomaren Energie und durch einen Umstieg in Erneuerbare Energien kommen wir diesen Zielen näher.
Wir sprechen allen betroffenen Familien und Angehörigen unser Mitgefühl aus.
als pdf: HIER


Greenpeace-->
Interaktive Karte zeigt radioaktive Wolke nach Anschlag auf AKW
Krümmel NW-WindWie würde sich ein Terroranschlag auf die Atomkraftwerke Isar 1, Biblis B und Krümmel auswirken? Bei Westwind, Ostwind, Nordwind das demonstriert, Greenpeace mit eine interaktive Ausbreitungskarte. Sie zeigt, wie sich eine radioaktive Wolke bei verschiedenen Wetterlagen in einem Zeitraum von zehn Tagen ausbreiten könnte, wenn es in diesen AKW zu einem Super-GAU käme.

Die Karte zeigt die möglichen Ausbreitungen für die drei AKW bei acht verschiedenen Hauptwindrichtungen an. Erstellt wurden die Berechnungen durch das Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur in Wien.

Farblegende HIER
Es lohnt diese mit zur Interaktiven Karte zu nehmen, die Legende hier als Pop Up- Fenster ist im Browser skalierbar, auf der Seite der InteraktivenKarte ist sie nur durch nach unten scrollen erreichbar, d.h. entweder Karte oder Legende schauen.
<---ZUR INTERAKTIVEN KARTE AUF DIE KARTE KLICKEN

Super-GAU, das heisst: Kernschmelze bei offener Reaktorhülle, mit Grosser frühzeitiger Freisetzung von Radioaktivität. Ein solches Unglück ereignete sich 1986 im Kernkraftwerk Tschernobyl. Auch im über eintausend Kilometer entfernten Deutschland waren die Folgen spür- und vor allem messbar. Strahlende Stoffe wie das Isotop Caesium 137 (Cs 137), die nach der Explosion des Reaktors in die Umgebung freigesetzt worden waren, gelangten in einer radioaktiven Wolke bis nach Europa.
Bei sogenannten Fallouts, also radioaktiven Niederschlägen, konnten sich diese Stoffe am Erdboden absetzen. Die Folge: Stellenweise wurde in Deutschland der behördliche Schwellenwert für radioaktive Kontamination durch Cs 137 um das Achtfache überschritten....weiterlesen: HIER
Der Autor des Artikels ist: Benjamin Borgerding

Eine persönliche Frage:
“Sinken die Immobilienpreise und Mieten, in den Kernzonen der Hauptwindrichtungen der 3 AKW's schon. Werden betroffene Immobilien unverkäuflich Mieträume unvermietbar? Haben die Vereinigungen der Immobilien- und Grundeigentumsbesitzer schon Aufträge zur Erstellung von Szenarien für die übrigen AKW- Standorte erteilt?
Das Interesse daran bildet sich bei mir durch die Überlegung “Wiedumi, Soidi” - wie einer meiner Freunde immer sagt. Sie hetzen jung gegen alt, Arbeitsplatzbesitzer gegen Harzer-, es wird Zeit die auf der Gegenseite operierenden Interessengruppen auch so richtig gegeneinander aufzu- hetzen. Wenn die Deutsche Bank dann die Postbank geschluckt hat, warum sollte es keine Initiative geben: Postbankkunden Emigrieren zur XY-Bank und hinterlassen dem Stolzen Käufer einen hohlen Vogel. Sollte das jetzt ein Entscheidungsträger einer der Konkurrenten lesen, bin als Rentner für grosszügige Spenden sofort bereit aktiv zu werden. Diskretion selbstverständlich zugesichert, alles klar”?
<Der Autor ist dem Webmaster bekannt. Interessenten - siehe Impressum>


“Atomwirtschaftsrevolution” der Kanzlerin Merkel:

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat am 28. September 2010 ein neues Energiekonzept beschlossen, das die Bundeskanzlerin als „Revolution“ bezeichnete. 17 Atomkraftwerke sollen im Mittel zwölf Jahre länger am Netz bleiben Greenpeace: 5.000 Tonnen hochradioaktiver Atommüll werden so zusätzlich erzeugt!

Aus Meta-Info de:
Die ZEIT: Deutschland braucht Atomstrom
Breitseite gegen Anti-AKW-Bewegung
In einem Leitartikel zu den Anti-Castor Demonstrationen erklaert die "Zeit" in einem Artikel ihres Redakteurs Frank Driescher, dass die Atomstromgegner verblendet seien und in ihrer Begriffstutzigkeit nicht verstuenden, warum Atomstrom gut und richtig sei: nur damit sei es moeglich, den Klimawandel zu stoppen. Die "Zeit", die sich in der Vergangenheit im politischen Umfeld der Gruenen angesiedelt hatte, landet damit auf einem Hoehepunkt des Widerstands eine Breitseite gegen den Protest mit ihrem Propagandabeitrag zugunsten der Atomlobby.

Der Artikel, der sich in seinen Schlußfolgerungen hinter die Atompolitik der Bundesregierung und hinter die großen Energiekonzerne als Betreiber der deutschen Atommeiler stellt, wurde auf der Online-Ausgabe der "Zeit" am Samstag und Sonntag in Top-Platzierung veroeffentlicht.

Als Adressaten dieses Artikels sind gemaessigte Gruene und Liberale anzunehmen, deren Anti-AKW-Position auf diesem Weg - durch Ausspielen des Klimaschutzes gegen den Widerstand gegenueber der nuklearen Energiepolitik - ausgehebelt oder relativiert werden soll.

Geschickt werden in dem Beitrag eingangs Kritikpunkte gegenueber der Atomindustrie aufgegriffen und bestaetigt, um den Leser fuer die Haltung des Autors einzunehmen.

Anschließend wird dann die Spaltung bewerkstelligt: zwischen denen, die unbeirrbar an ihrem Widerstand gegen die nukleare Energiegewinnung festhalten, und die der Autor als begriffsstutzig, als unbelehrbar und verbohrt disqualifiziert, und dem - hoffentlich - intelligenterem und einsichtigerem Leser, der so schlau ist, dem Autor der "Zeit" zu folgen.

Nach Einschaetzung unserer Redaktion handelt es sich hier um einen Beitrag, der im Auftrag der großen Energiekonzerne produziert und veroeffentlicht wurde, um den Widerstand der Anti-AKW-Bewegung zu schwaechen. Der Energie-Monopolist RWE schaltet in der Print-Ausgabe der "Zeit" regelmaessig Anzeigen und sorgt damit fuer Werbeeinnahmen bei dem Blatt.

Nur wenigen Bundesbuergern ist bisher bekannt, dass keinerlei gesetzliche Vorschriften gegen Korruption der Medien bestehen. Stattdessen ist eine Vielzahl von Einflussmoeglichkeiten fuer finanzkraeftige Instanzen oder Großkonzerne gegeben, die auf diesem Weg ein Millionenpublikum auf ihre Seite ziehen koennen - ob durch Korruption / Incentives und Beguenstigungen einzelnder Journalisten oder ueber Verlagsleitung oder Chefredaktion selbst.

Auch im aktuellen Fall ist anzunehmen, dass Interventionen dieser Art nachhaltigere Wirkung zeitigen, als der Protest an den Castor-Bahngleisen: sie sind nicht gebunden an einzelne Events und Termine, sondern koennen kontinuierlich und nach Bedarf an jedem beliebigen Tag, der politisch / publizistisch opportun scheint, lanciert werden.

Gleichzeitig gelingt es den großen Medien bisher weiterhin, die Taeuschung - bis in die Reihen der Linken und der Anti-AKW-Bewegung - aufrecht zu erhalten, von ihnen wuerden unabhaengig-pluralistische Positionen vertreten. Zu diesem Zweck werden von diesen Medien regelmaessig mild-kritische Beitraege gegenueber einer umweltzerstoererischen industriellen Praxis und Politik veroeffentlicht, um damit den Eindruck zu erzeugen, man sei als kritische Instanz des Medienspektrums anzusprechen. Diese kritischen Beitraege verschwinden jedoch in aller Regel dann, wenn sich die politische Dynamik des Themas zuspitzt, von der Bildflaeche, und werden ersetzt durch teils plumpe, teils subtil-intellektuelle Propagandabeitraege im Sinn der großen Konzerne.

Durch das Geschick der großen Medienredaktionen konnte bisher vermieden werden, dass der Protest, wie im aktuellen Fall, vorwiegend Polizisten trifft, die Wochenendarbeit und Ueberstunden ableisten muessen, anstelle der Presse- und Medienredaktionen, die den nuklearen Energiekonzernen Schuetzenhilfe zur politischen Durchsetzung leisten: die Mechanismen der Macht und der Durchsetzung im modernen System der korrumpierten Pfruende-Demokratie werden in ihrer Komplexitaet bisher nur von wenigen verstanden.

Die "Zeit" und andere Medien wird deshalb nicht befuerchten muessen, dass es zu Demonstrationen vor den Tueren ihrer Redaktionen kommt.

Link zum Beitrag:
www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33647 
Redaktionspool - metainfo hamburg - www.meta-info.de


AUS:
http://www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=13024&tx_ttnews[cat]=54&cHash=489aee38c1

Umwelt, Internationales, Bayern, Top News
von Dieter Braeg
Aus der Kurzstudie zu Schwachstellen in den Kernkraftwerken SWR 69 Brunsbüttel, Isar 1, Krümmel und Philippsburg - Verfasser: Univ.-Prof.Dr. Wolfgang Kromp u.a. Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften kommen die Autoren der Analyse (Auszug) zufolgendem Schluss:

„Eine Untersuchung der Schwachstellen in den Kernkraftwerken SWR 69 Brunsbüttel, Isar 1, Krümmel und Philippsburg ergab folgende grundlegende Probleme:Die schwerwiegenden Konstruktionsmängel können durch Nachrüstungsmaßnahmen nicht ausgeglichen werden.
Das Design des Reaktordruckbehälters erfüllt nicht die Grundbedingungen der Basissicherheit, weder hinsichtlich der Minimierung der Anzahl der Schweißnähte noch hinsichtlich der ausreichenden Prüfbarkeit.

Die grundlegende Forderung des Basissicherheitskonzepts nach einem optimierten RDB-Werkstoff ist nicht erfüllt.“ Der komplette Bericht der im Auftrag der Oberösterreichischen Landesregierung, der Niederösterreichischen Landesregierung, der Salzburger Landesregierung und der Umweltanwaltschaft Wien erstellt wurde ist nachzulesen unter:
www.anschober.at/files/presse/1133//20101027Schwachstellenbericht_SWR_69_Rev4.pdf 
Die Untersucher stellen weiter fest: „Die Druckbehälter dieser Bauserie entsprechen demzufolge in keiner Weise den Basissicherheitskriterien, wie sie für spätere Reaktor Generationen durchgesetzt wurden. Eine Lebensdauerverlängerung für diesen Reaktortyp beinhaltet ein nicht akzeptables Risiko. Bei einem schweren Unfall in einem Kernkraftwerk des Typs SWR 69 tritt mit Sicherheit eine große Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung auf. “

Wolfgang Kromp einer der Gutachter befürchtet, dass der hohe Druck (70 Bar) besondere Gefahren birgt. Dieser Mangel war bereits im Jahre 1978 bekannt. „Damals konnten nicht einmal die Anforderungen der österreichischen ‚Dampfkesselverordnung“ erfüllt werden“ und „Die Geburtsfehler dieser Baureihe sind bis heute tickende Bomben“.

Auch der ehemalige Chef der deutschen bundesweiten Atomaufsicht, Wolfgang Renneberg (abgelöst seit Beginn der SCHWARZgelbatomkraftwerksverlängerungskoalition) benennt das Problem:
„Eine Nachrüstung dieser veralteten Reaktoren ist praktisch ausgeschlossen, da viel zu teuer.“ Isar1 „glänzt“ mit insgesamt 44 meldepflichtigen Störfällen von 1993 bis 2004. Biblis und Krümmel übertreffen diese Störfallmeldungszahlen noch.

Ein Flugzeugabsturz würde zu einer Katastrophe führen, die noch größere Ausmaße als Tschernobyl haben dürfte. Der Isar 1 Reaktor samt einem danebenliegenden Reaktor der Baureihe 72 liegt in einer der Anflugschneisen des Flughafens München.

Das man jene strafrechtlich verfolgen will, die „schottern“ wollen, wenn’s gegen die Castor Transporte geht, zeigt das tatsächliche Bild einer Gesellschaft, die den Tod durch einen AtomkraftwerksGAU als nicht strafwürdig erachtet, sondern lieber jene verfolgt, die diesem Atomkraftwerkswahnsinn ein Ende bereiten wollen.

Der Grund?
Nun, der verlängerte Betrieb der insgesamt 17 deutschen AKW’s, beschlossen durch die Merkel & Co-Regierung, garantiert den Konzernen in den nächsten zehn Jahren mindestens Einkünfte von 50 Milliarden €.

Meta-Info.De:

Putsch der Atomindustrie
Zur Unterwerfung der Politik durch die Großkonzerne
Die oeffentliche Debatte der vergangenen Wochen in der BRD erweckte den Eindruck, als seien die Beteiligten mit Valium in hoher Dosis betaeubt. Nur so scheint die Schlaefrichkeit erklaerbar, in der auf den putschartigen Durchstoß der nuklear ausgeruesteten Energiekonzerne reagiert wurde. Waehrend man die massiven Uebergriffe der Konzerne auf den status quo zum Teil ansatzweise als problematisch der Kritik unterzog, wurde gleichzeitig die Stimmung so eingefaerbt, als gaebe es damit gleichwohl einen modus vivendi.

Die Tatsache, dass die Energiekonzerne die Bundesregierung offenbar als Selbstbedienungsladen benutzen, um ihren Wunschzettel nicht erst zur Weihnachtszeit sondern bereits am Herbstanfang mit dem Segen der Regierung Merkel und auf Kosten der breiten Bevoelkerung zur Erfuellung zu bringen - gegen die klaren Vorbehalte einer deutlichen Mehrheit der Bevoelkerung und vermutlich sogar der Regierungsparteien selbst, wurde nur ausnahmsweise zur Sprache gebracht.

Nur in den Nischen der Presseportale und ihren Leserforen wird gelegentlich noch Klartext geaeussert, wie etwa im Forum der Financial Times - hier mit einer Radikalitaet, zu der sich auch eine Organisation, wie Attac heute nicht mehr aufraffen koennte:
Aehnlich in der "Zeit".
In beiden Diskussionen wird klar erkannt, dass es hier nicht nur um eine verantwortungslose Energiepolitik geht, sondern letztlich um einen gegen den Bestand der Demokratie gerichteten Putsch durch die Großkonzerne, die die Bundesregierung fuer ihre Zwecke instrumentalisieren.

Diese Einschaetzung verbreitet sich inzwischen bei immer groeßeren Teilen der Bevoelkerung, wenn auch meist latent und weitgehend unsichtbar, waehrend gleichzeitig von den Fuehrern der oeffentlichen Debatte - ob von rechts oder links - Plattitueden verbreitet werden, die zwar gelegentlich kritische Faerbung zeigen, dabei jedoch gleichzeitig deutliche Bereitschaft zeigen, gute Miene zum boesen Spiel zu machen oder aus der Entwicklung wahlkampftaktisches Kapital bzw. Spendenbereitschaft zugunsten ihrer Organisationen zu schlagen.

Die Bundesregierung - offensichtlich in der Tasche der Großbanken und großen Energiekonzerne - agiert derweil nach dem Muster "Ist der Ruf erst ruiniert.." in Anbetracht der Situation, dass Neuwahlen erst nach Ablauf von 2 Jahren anstehen und bis dahin die aktuellen Vorfaelle in Vergessenheit gebracht werden koennen. Die 30% der Waehler, die ihr noch heute die Stange halten, werden auch im Zustand der Bewusstlosigkeit noch ihr Kreuz an der gewohnten Stelle hinterlassen - gecoacht durch die "BILD"-Zeitung und andere Presseorgane, denen die PR der Großkonzerne obliegt,

Die Intelligentsia ist derweil nicht faehig und bereit zu einer adaequat-grundsaetzlichen Kritik des bodenlosen Geschehens und uebt sich in Understatement: man akzeptiere die demokratischen Spielregeln und damit die Kanzlerschaft Angela Merkels; dass gleichzeitig damit der Rest an Substanz, der den demokratisch konzipierten Strukturen paralysiert und die Metamorphose der BRD in eine Bananenrepublik vollendet wird, ignoriert man gnaedig.

Es herrscht hier eine Unfaehigkeit, auf die grob bodenlose Verfahrensweise der Großkonzerne, die mittlerweile keinerlei Respekt gegenueber dem Geist einer demokratisch organisierten Gesellschaft mehr erkennen lassen oder fuer noetig halten, adaequat zu reagieren.

Dass dabei die Unterstroemung des politischen Bewusstseins bei den Opfern der Entwicklung, die im Begriff steht, sich merklich zu radikalisieren, auch wenn sie noch kein Sprachrohr gefunden hat, neutralisiert werden kann, bleibt zumindest zweifelhaft.

http://www.ftd.de/debatte/showthread.html?t=2134
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-09/akw-vertrag-verlaengerung

Link zum Beitrag:
www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33624 


Es existiert immernoch kein Endlager
Atommüll in Mecklenburg-Vorpommern:

Große Mengen Atommüll vorgeblich „freigemessen“ und wie gewöhnlicher Müll auf Deponie abgelagert. Sogenannte Freimessungen von Atommüll sind ein Bluff. Der Eigentümer des Atomkraftwerks Lubmin führt sie selbständig durch. Die tatsächlich in den Abfällen aus dem Abriß des Atommeilers enthaltenen Radionuklide und deren Aktivität werden nicht ermittelt.

Seit 1996 sind bis Mitte 2010 auf der Deponie Ihlenberg bei Schönberg, östlich von Lübeck, bisher rund 14.530 Tonnen sogenannte freigemessene radioaktive Abfälle aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Lubmin bei Greifswald abgelagert worden. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern vom 14. September 2010 auf eine Anfrage aus dem Beirat für Umweltfragen der Deponie Ihlenberg hervor. Demnach waren es allein im Jahr 2001 sogar 7.154,5 Tonnen Atomabfälle, nachdem es in den Jahren zuvor noch insgesamt 4.351,3 Tonnen waren. Im Jahr 2001 war mit der Neufassung der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) bundeseinheitlich eine sogenannte Freigaberegelung eingeführt worden, die unterhalb bestimmter Konzentrationsschwellen der spezifischen Aktivität (angegeben in Becquerel pro Gramm) und ohne Begrenzung der Mengen die Ablagerung wie gewöhnlicher Müll auf Deponien und auch ein Recycling von Atommüll erlaubt. Das heißt, zuvor im Atomkraftwerk eingesetzte Materialien, zum Beispiel Metalle und Baustoffe, können im Eßbesteck, in Zahnspangen, im Straßen- und Hausbau landen. So wurden zum Beispiel im Jahr 2000 rund 5.543 Tonnen radioaktive Reststoffe der Energiewerke Nord freigegeben und dem Stoffkreislauf zugeführt sowie 1.747,1 Tonnen weitere radioaktive Abfälle auf der Deponie Ihlenberg abgelagert. Welche Radionuklide die Abfälle tatsächlich enthalten und wie hoch deren Aktivität ist, wird allerdings nicht ermittelt. „Im Freigabeverfahren werden keine Angaben für die tatsächlich in den einzelnen Gebinden gemessene nuklidspezifische Aktivität aufgezeichnet“, heißt es in der Mitteilung des Schweriner Wirtschaftsministeriums.
aus--> http://www.strahlentelex.de/aktuell.htm 
ATOMMÜLL EIN BRIEFWECHSEL NUR TEXT: HIER
 

IPPNW-Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges 27. Oktober 2010: 
Brisanter "Schwachstellenbericht"
Laufzeitverlängerungen für alte Atomkraftwerke sind unverantwortlich
Ein aktueller "Schwachstellenbericht Siedewasserreaktoren Baulinie 69" offenbart gravierende Sicherheitsdefizite der deutschen Atomkraftwerksblöcke Isar-1, Philippsburg-1, Brunsbüttel und Krümmel. In der Zusammenfassung des Berichts vom Oktober 2010 des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften in Wien heißt es, dass "die schwerwiegenden Konstruktionsmängel durch keinerlei Nachrüstungsmaßnahmen ausgeglichen werden" können. Die Studie wurde von zwei Österreichischen Landesregierungen sowie von der Umweltanwaltschaft Wien in Auftrag gegeben und löste bei der bayerischen Atomaufsicht heftige Reaktionen hervor. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW fordert auch vor diesem Hintergrund, dass der Deutsche Bundestag morgen nicht wie geplant Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke beschließt. Nach Einschätzung des an dem Bericht beteiligten Prüfingenieurs und langjährigen Siemens-Mitarbeiters Wilfried Rindte stellen die Schwachstellen "ein erhebliches Risiko für den Weiterbetrieb der Anlage dar". Der von insgesamt acht Fachleuten, darunter zwei Universitätsprofessoren, erstellte Bericht basiert auf detaillierten Berechnungen und listet eine Reihe brisanter Schwachstellen auf. So ist beim Reaktordruckbehälter der betroffenen Atomkraftwerke "ein ausreichender Sicherheitsabstand zwischen Kern und Schweißnaht nicht gegeben". Es besteht die Gefahr von "Ermüdungsrissen". Daneben sind "weitere Schädigungsprozesse infolge des Dauerbetriebs möglich". Für das Atomkraftwerk Krümmel fehlt offenbar eine aktuelle "Thermoschock-Analyse". Das Brennelement-Lagerbecken für die hoch-radioaktiven abgebrannten Brennstäbe liegt im oberen Teil des Reaktorgebäudes außerhalb des Sicherheitsbehälters, was eine "offensichtliche Gefährdung" darstellt. Die Erdbebensicherheit ist nicht nach den Richtlinien der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA gewährleistet. Besonders brisant ist, dass in den betroffenen Atomkraftwerken bevorstehende Risse nicht rechtzeitig erkannt werden können. So schreiben die Autoren: "Bei einer Besichtigung des baugleichen Reaktordruckbehälters im Oktober 2010 im baugleichen Reaktor in Zwentendorf wurde von den Autoren festgestellt, dass diese kritische Schweißnaht durch automatisierte Prüfsysteme (Farbeindringprüfung, Magnetpulverprüfung, US-Prüfung) nicht zugänglich ist." Selbst vom TÜV wurde aktuell (2010) zugegeben, "dass weder die Werkstoffwahl, noch die Fertigungsbedingungen den Forderungen des Basissicherheitskonzeptes entsprechen, und zusätzlich durch die Mängel bei Design und Herstellung die Prüfbedingungen eingeschränkt sind, so dass auch die Fehlererkennbarkeit nicht gewährleistet ist". Kommt es zu einem schweren Unfall, dann ist laut der Studie "mit Sicherheit eine große Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung" die Folge. Die IPPNW weist darauf hin, dass auch die alten deutschen Druckwasserreaktoren wie Biblis zahllose gefährliche Sicherheitsdefizite aufweisen. "Durch die jüngst von den Atomaufsichtsbeamten in Bund und Ländern beschlossene neue Nachrüstliste wie auch durch ein Gutachten der Bundesatomaufsicht sind nunmehr zahllose Schwachstellen vielfach bewiesen", so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz.
http://www.ippnw.de/