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SIEGREICH VORWÄRTSSCHREITEN
Der harte und entbehrungsreiche Aufstieg der einstigen FDJ-Sprecherin und Stasi-Mitarbeiterin, von der Praktikantin des fettsüchtigen Polit-Paten Helmut Kohl zur allmächtigen Chefin der CDU, der Partei, die Deutschlands Rentenkassen plünderte, den Armen die Steuern erhöhte und schließlich zielstrebig die Finanzkrise vorbereitete.
Aber sie sind mit ihrer Weisheit noch lange nicht am Ende ...
Zur GrossenKoalition mutiert, müssen zwecks Ankurbelung der Rüsungsindustrie, jetzt Kriege her, möglichst ein großer mit den armen Russen, wer wenn nicht die GroKo soll denn das arme russische Volk vom Diktator Putin befreien? Dazu noch n’ paar Einsichten:
http://www.clickpix.de/angela-merkel/badeanzug.htm

OFFENER  BRIEF  VON  RAINER RUPP 
AN  DIE  REDAKTION  VON  JUNGE  WELT

Datum: 15. April 2015
Der langjährige Mitarbeiter der JUNGEN WELT, Rainer Rupp, hat der Redaktion am 9.4. 2015 den folgenden Brief mit der Bitte um Stellungnahme geschickt. Die Redaktion hat bis heute nicht reagiert. Deshalb macht Rupp diesen Brief nun öffentlich.

In der Wochenendausgabe vom 21./22. März 2015 lancierte die Tageszeitung junge Welt den bisher massivsten Angriff gegen die sogenannte „neue“ Friedensbewegung. Diesmal durfte Monty Schädel, seines Zeichens seit 2007 politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), um sich schlagen und alle Friedensbewegten aus den von ihm nicht gebilligten Gruppen, wie z.B. die „Montagsmahnwachen für den Frieden“, als verkappte Rechte oder noch Schlimmeres denunzieren.

Das unter dem Titel »Der › Friedenswinter‹ macht die Friedensbewegung kaputt«
https://www.jungewelt.de/2015/03-21/005.php veröffentlichte Interview wurde von Stefan Huth (stellvertretender Chefredakteur) und Sebastian Carlens (Redakteur Ressort Innenpolitik) geführt und durch die „Doppelpack-Formel“ entsprechend aufgewertet. Zugleich flankierte der jW-Redakteur Carlens den Angriff Schädels mit einem eigenen Beitrag. In einem für Laien sicherlich sehr wissenschaftlich klingenden, aber dennoch genauso manipulativen wie wirren Traktat erklärt Carlens die "alte" Friedensbewegung kurzum für tot und die "neue" für „rechts“. Als Schlussfolgerung daraus empfiehlt er allen Friedensbewegten im Land, nichts zu tun und auf die Konsolidierung und das Gegenangebot der „organisierten, revolutionären Linken“ zu warten. (Siehe „Formierte Gegenaufklärung“, https://www.jungewelt.de/2015/03-21/010.php  )

In Sorge um den weiteren Weg der jungen Welt hat die erneute Attacke auf die "neue" Friedensbewegung inzwischen weite Kreise gezogen. Sowohl für organisierte als nicht organisierte Linke und Friedensbewegte ist die jW viel zu wichtig, um über die oben erwähnten beiden Beiträge schweigend hinwegzusehen, zumal die Redaktion der Zeitung – wenig souverän – verhindert hat, dass eine Debatte darüber in der jW stattfinden kann. Deshalb muss dies nun über andere Kanäle geschehen.
Dessen ungeachtet versteht es sich von selbst, dass die nachfolgende Kritik als eine mit der Zeitung solidarische ist.

Zu anderen Zeiten wäre man womöglich geneigt, das Ganze als Sturm im Wasserglas abzutun. Aber heute geschieht all dies vor dem Hintergrund weltweit sich zuspitzender Kriegsgefahren, vor allem zwei Flugstunden entfernt in der Ukraine. Zugleich hat die Friedensbewegung große Schwierigkeiten, das große Antikriegspotential in unserem Land auf die Straße zu bringen. Noch unlängst hatte Ex-CDU Minister Norbert Röttgen, seit 2014 Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses des Bundestags, in einer vom Deutschlandfunk übertragenen Diskussion über Auslandseinsätze der Bundeswehr heftig beklagt, dass alle Umfragen bestätigen, dass stabile 60 Prozent der Bevölkerung bewaffnete Interventionen im Ausland strikt ablehnen.

Angriffe auf die Friedensbewegung
Aufgabe der Friedensbewegung müsste es daher sein, mit allen alten und neuen Kräften wenigstens Teile dieses in der Bevölkerung vorhandenen Potentials zu mobilisieren. Statt sich aber auf diese Aufgabe zu konzentrieren, haben sich Monty Schädel und seine Anhänger mit medialer Unterstützung von taz aber auch von der jW vorrangig damit beschäftigt, die bereits erzielten Achtungserfolge einer Aktionseinheit der "alten" und "neuen" Friedensbewegung (z.B. im Friedenswinter) ohne konkreten Nachweis als rechtslastig und rassistisch zu denunzieren, auszugrenzen, Gräben zu vertiefen und weiter zu spalten.

In der aktuellen „Zeitung gegen den Krieg“ (Nr. 39), spricht Schädel sogar allen Gruppen, die „außerhalb“ der ‚alten’ Friedensbewegung stehen „und nicht zum linken Lager zu rechnen sind“ jegliche ernsthafte Sorge um den Frieden ab. Denn wenn diese Gruppen Themen wie ‚Widerstand gegen den Krieg’ und ‚Frieden’ aufgreifen, dann „geht es ihnen dabei oft nicht wirklich um humanistische Ziele, sondern darum, mit Forderungen und Formulierungen aus unserer Bewegung Menschen anzusprechen und unsere Strukturen zu nutzen“,  um auf diese Weise „Positionen zu verbreiten, die als geschichtsverklärend, nationalistisch, antisemitisch, rassistisch oder esoterisch bezeichnet werden müssen. Diese Gruppe treffen wir überwiegend in den sogenannten „Mahnwachen für den Frieden“, so der DFG-VK Geschäftsführer.

In derselben Ausgabe der Zeitung gegen den Krieg bezeichnet Schädel Menschen aus dem bürgerlichen Lager, die um den Frieden besorgt sind, als „Querfrontler“. Diese verfolgten „eine Strategie der Gleichmacherei politischer Unterschiede“ und „der angeblichen Gleichheit von rechter und linker Kapitalismus- und Gesellschaftskritik“. Auch mit solchen Leuten darf man sich laut Schädel nicht einlassen, um gemeinsam gegen Kriegsvorbereitungen zu demonstrieren. Im Umkehrschluss bedeutet das: lieber mit einer kleinen, erlesenen Gruppe von linken Gerechten zur Selbstbefriedigung 'Flagge zeigen' als gemeinsam mit bürgerlichen und anderen, nicht-linken Friedensbewegten in einer großen Menge aufzutreten um den notwendigen politischen Druck zu erzeugen.

Immerhin räumt Schädel auf den Vorhalt der jW-Interviewer ein gewisses eigenes Versagen ein, erstens, weil im vergangenen Jahr die traditionelle Friedensbewegung nicht so viele Menschen zu den Ostermärschen angezogen hat wie die Montagsmahnwachen, und zweitens, weil sie sich „über den Krieg in der Ukraine in Schweigen gehüllt oder Äquidistanz geübt“ hat. „Wir haben auf die Eskalation in der Ukraine nicht reagiert, wir haben in dieser Situation als Friedensbewegung in der Bundesrepublik versagt“, so Schädel. Der damit indirekt erhobene Anspruch auf Alleinvertretung der gesamten traditionellen Friedensbewegung blieb jedoch nicht ohne Widerspruch des Deutschen Freidenker- Verbands, einer der ältesten deutschen Friedensorganisationen, die in der Ukraine-Krise das Notwendige und Mögliche getan hat.

Für sein eigenes Unvermögen macht Schädel allerdings mit bestechender Logik nicht sich selbst sondern die „neue“ Friedensbewegung verantwortlich: „Wir müssen uns ständig gegen alles Mögliche, gegen Pegida und Endgame, gegen Elsässer und andere Rechte [gemeint sind Mahnwachen, Friedenswinter, usw.] abgrenzen, das blockiert uns in unserer Arbeit.“ … „Wir haben einfach keine Leute mobilisieren können, das haben andere für sich genutzt. … Der »Friedenswinter« macht so die Friedensbewegung kaputt“. Schädels hilflose Argumentation erinnert an einen Schüler, der die Schuld für seine Fünf in der Klassenarbeit dem Mitschüler gibt, der eine Zwei geschrieben hat.

Seine „alte“ Friedensbewegung habe sich sogar „selbst blockiert“, so Schädel, weil man sich in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder darüber auseinandersetzen musste, „was Faschismus ist, was rechts bedeutet“. „Und das in einer Phase, wo die Kriegsgefahr wächst?“, fragte die jW. „Richtig“, antwortet Schädel, „ohne deutliche Abgrenzung nach rechts geht Friedensbewegung nicht!“

Abgrenzung nach rechts ist also wichtiger als gegen den Krieg zu mobilisieren, eine sektiererische Position, die von den jW- Interviewern nicht hinterfragt wird. Und was „rechts“ ist bestimmt Schädel natürlich selbst. Aber darüber reden, was rechts ist, will er nicht. Beim Berliner Ostermarsch 2015 sagte er gegenüber der taz (http://www.taz.de/!157667/ ): „Ich will nicht öffentlich diskutieren, was rechts ist, was Faschismus ist. Das sind nicht meine Diskussionen, und sie sind einer Friedensbewegung unwürdig.“ Aber offensichtlich erscheint es Schädel der Friedensbewegung würdig, öffentlich andere Friedensaktivisten sogar namentlich als rechts zu denunzieren, was inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden ist.

Sehen Schädel, seine Anhänger und seine medialen Unterstützer nicht, welche Wirkung der Rufmord an bekannten Protagonisten der Montagsmahnwachen auf junge, gewaltbereite Hitzköpfe aus linkssektiererischen und/oder antideutschen Gruppen hat? Die Folgen dieser sträflichen Anstiftungen hat der zum Erz-Bösewicht aufgebaute Ken Jebsen inzwischen am eigenen Leib zu spüren bekommen. In den letzten Monaten und Wochen wurde er wiederholt und mit zunehmender Häufigkeit von kleinen Gruppen „linker“ Gewaltextremisten als Nazi beschimpft und mit abgeschlagenen Flaschenhälsen und Baseballschläger physisch bedroht, nicht nur bei Demos und Kundgebungen, sondern auch beim Einkaufen mit Ehefrau und Kindern.

Vollkommen unverständlich sind die jüngsten jW-Attacken gegen Ken Jebsen vor dem Hintergrund der Tatsache, dass auf Vermittlung des Autors dieser Zeilen am 16. Februar d.J. in seinem Beisein ein fast vier Stunden langes Gespräch zwischen Jebsen und dem Chefredakteur der jW, Arnold Schölzel, stattgefunden hatte. Dabei wurden so gut wie alle relevanten Themenkomplexe besprochen. Am Ende gab Arnold Schölzel der Meinung Ausdruck, dass Ken Jebsen zwar kein Marxist, aber bestimmt auch kein Rechter sei und er kein Gegner sondern ein potentieller Partner im Kampf für den Frieden und gegen soziale Ausbeutung sein könnte. Daher lud er ihn zu einem weiterführenden Gespräch mit anderen Kollegen in die jW-Redaktion ein. Zu diesem Treffen ist es dann jedoch nicht gekommen. Stattdessen eröffnete die jW am 21/22 März die hier diskutierte neue Schlammschlacht gegen die „neue“ Friedensbewegung und gegen Ken Jebsen. Gegen Letzteren hat sich jW-Redakteur Carlens besonders hervorgetan, indem er durch eine geschickte Text-Manipulation Jebsen in die Nähe von Hitler rückte.

Manipulation statt Aufklärung
Durch eine unbedachte Bemerkung bei einer Rede habe sich Jebsen „selbst demaskiert“, so Carlens. Mit seiner Bezugnahme auf den französischen Ethnologen und Soziologen Gustave Le Bon habe Jebsen seine „Verachtung der Massen, damit auch die seines eigenen Publikums … und die Manipulierbarkeit der Straße“ zum Ausdruck gebracht. In der Jebsen zugeschriebenen Passage heißt es, dass Gustave le Bon schon vor über 100 Jahren „verdammt richtig“ lag, als er schrieb: „Die Massen urteilen gar nicht oder falsch. Die Urteile, die die Massen annehmen, sind nur aufgedrängte, niemals geprüfte Urteile“. Und dann setzt Carlens zum Todesstoß an, indem er schreibt, dass Gustave le Bon noch „ganz anderen Leuten als Stichwortgeber“ gedient habe. Dafür präsentiert er ein Zitat aus Hitlers „Mein Kampf“ und folgert daraus, dass es „kein Zufall ist, dass dieser heute vergessene Schriftsteller [Gustave le Bon] bei Jebsen seinen späten Widerhall findet“. Dass Gustave le Bon zum Thema Massenpsychologie ein zeitgenössisches Standardwerk geschrieben hatte aus dem auch bekannte Persönlichkeiten wie Max Weber zitierten, lässt Carlens dezent unter den Tisch fallen.

Das ist hinterhältigste Manipulation. Es sind die Konzerne, ihre Politiker und ihre Mainstreammedien, die – von Gustave le Bon abgeleitet – die Massen verachten und an die „Manipulierbarkeit der Straße“ glauben. Es war dieser Zusammenhang, in dem Jebsen Gustave le Bon erwähnt hatte. Dagegen besteht Jebsens eigene Hauptbotschaft bei all seinen Auftritten in dem Aufruf an seine Zuhörer: „Lasst euch nicht manipulieren! Informiert Euch selbst! Denkt für euch selbst! Widersprecht!“

„Sie lügen wie gedruckt. Wir drucken wie sie lügen.“ Diese selbst gestellte Handlungsmaxime hat die junge Welt immer wieder mit Bravour erfüllt, wenn es darum geht, mit fundierten Recherchen und Belegen die oft raffinierten Nachrichtenmanipulationen der selbsternannten Eliten in Politik und Wirtschaft und deren medialen Wasserträger zu entlarven. Was jW-Redakteur Carlens jedoch hier präsentiert hat, ist unzweifelhaft der perfideste Teil der jW-Schmähschrift gegen die „neue“ Friedensbewegung. Damit konterkariert er die Handlungsmaxime der Zeitung. (Eine umfassendere Einschätzung des Carlens-Artikels von Andreas Wehr vom Marx-Engels-Zentrum Berlin, ebenfalls langjähriger Autor der jW, ist hier zu finden: http://www.andreas-wehr.eu/anmerkungen-zu-dem-artikel-formierte-gegenaufklaerung-in-der-zeitung-junge-welt-vom-2122-maerz-2015.html )

Wie erklärt sich dieser Ausfall? Ist es ein einmaliger redaktioneller Ausrutscher? Keineswegs. Laut Aussage des Geschäftsführers der jungen Welt, Dietmar Koschmieder, auf einer Veranstaltung des Marx- Engels-Zentrums Berlin am 26.03.15 gibt der Beitrag von Sebastian Carlens die Meinung der gesamten Redaktion wieder. Allerdings hat Koschmieder dies später in einem Schreiben an Andreas Wehr dahingehend relativiert, dass der Carlens-Text das spiegelt, „was wir hier in der [jW] Redaktion diskutiert haben und auch das, was hier klarer Konsens ist“. Allerdings räumt er dann ein, dass es unter den 60 Leuten in Verlag und Redaktion auch „vereinzelt andere Auffassungen“ gibt.

Vielfalt macht die Friedensbewegung stark
Zusammenfassend ist folgendes festzustellen: Wenn sich Anfang der 1980er Jahre die Organisatoren der damaligen Friedensbewegung gegen die nukleare Aufrüstung der NATO so verhalten hätten wie heute DFG-VK-Chef Schädel, dann wäre es nie zu Massendemonstrationen wie im Bonner Hofgarten mit fast einer halben Million Menschen gekommen. Offensichtlich haben weder Schädel und seine Anhänger, noch seine medialen Unterstützer von der Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Friedensbewegung, die Massen auf die Strasse bringt, eine Ahnung.

Die große Stärke der Organisatoren der erfolgreichen Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre lag darin, dass sie die friedensbewegten Menschen unterschiedlichster Sozialisierung und Weltanschauungen von links außen bis streng konservativ, aus diversen Organisationen, Gruppen, Parteigliederungen, Kirchen, usw. punktuell zur Sicherung des Friedens zusammengebracht haben. Dagegen versteigen sich heute Monty Schädel, seine Anhänger und seine medialen Helfer darauf, die traditionelle Friedensbewegung ausschließlich eng „links“ zu definieren und zugleich alle anderen auszugrenzen. Zugleich maßen sie sich an, für die gesamte „alte“ Friedensbewegung zu sprechen und zu bestimmen, was diese zu tun und zu lassen hat.

Die von den sogenannten Antideutschen und anderen nützlichen Idioten der Kriegstreiber mit Hilfe von Leuten wie Monty Schädel und Sebastian Carlens in die Friedensbewegung hineingebrachten Auseinandersetzungen um die Mahnwachen und um den „Friedenswinter“ sollen „alte“ und „neue“ Friedensbewegung voneinander trennen und Letztere marginalisieren. Wenn jemand den Auftrag gehabt hätte, das Zustandekommen einer wirkungsvollen Friedensbewegung als politische Kraft in unserem Land zu verhindern, hätte er sicherlich keine bessere Arbeit leisten können. Niemandem der hier namentlich Genannten soll unterstellt werden, bewusst für dieses Ziel zu arbeiten. Aber das ändert nichts am Nettoergebnis der Spaltungs- und Ausgrenzungspolitik.

Wie weiter?
Der Autor dieser Zeilen hat jahrelang bis in die jüngste Vergangenheit regelmäßig und viel in der jW veröffentlicht. Nach Lektüre der beiden oben kritisierten Artikel hatte er die Redaktion um Platz in der Zeitung gebeten, um etliche der von Schädel und Carlens gemachten Aussagen und Behauptungen zu kommentieren. Die Absage der Redaktion war unmissverständlich: „Nach den Beiträgen vom vergangenen Wochenende haben wir sehr viele Zuschriften erhalten – mit Argumenten, die in verschiedenste Richtungen gehen. Eine Debatte wollten wir zum Thema nicht organisieren“, gezeichnet Stefan (Huth)
Die jW hat offensichtlich einen auch in der eigenen Leserschaft sehr kontrovers empfundenen Angriff gegen die neue Friedensbewegung geführt, aber eine Debatte darüber will sie nicht zulassen. Dies dürfte von der Leserschaft „nicht gerade als souverän empfunden werden“, schrieb ich in meiner Mail zurück, zumal „die Debatte trotzdem stattfinden wird, wenn auch woanders.“

Ich will mit diesem Brief an die Redaktion appellieren, der Diskussion über die kontroversen Sichtweisen Raum in der Zeitung einzuräumen, damit sie dort stattfinden kann, wo sie hingehört. Dies ist im Sinne eines letzten Appells zu verstehen, da die Debatte andernfalls tatsächlich an anderer Stelle geführt wird. Aber dann wird sie sich nicht mehr nur alleine auf die Aussagen von Schädel oder Carlens beziehen, sondern zwangsläufig auch die Rolle der jW als ex-cathedra-Verkünderin der Positionen dieser beiden ins Visier der Kritik rücken.
Kommentar Ali:
Ich bin der Auffassung, es ist völlig wurscht ob Katzen schwarz, weiß, oder getiegert sind, Hauptsache sie fangen Mäuse!!!

EIN NACHTRAG - ZUM MAIDAN IN FRANKFURT
Natürlich hat sich die FAZ (wie der Rest der deutschen Staatsmedien) heftig schäumend über die körperlichen Auseinandersetzungen rund um die EZB in Frankfurt erregt. Warum eigentlich? Wurden doch die gewaltsamen, zum Teil bewaffnetem Auseinandersetzungen auf dem Kiewer Maidan Monat um Monat als Höhepunkt der Demokratie gefeiert. Da hätte man doch Wohlwollen und Verständnis erwarten können.

Dazu aus Anonymer Quelle:

AktionsKomitee RegimeChangeDeutschland  (AKRCD)
Ein aus freiwilligen bestehendes Komitee hat sich gebildet und bahnt zur Zeit Kontakte zur russischen Presse und diversen TV-Sendern in Russland an. Sie hoffen das darüber Massenhaft Freiwillige zu ihrer Unterstützung geworben werden können. (Eventuell könnte ja die russische Armee, einigen Spezialisten im Häuserkampf, unbefristeten Urlaub erteilen, auch dafür wäre das AKRCD  sehr dankbar)

Provisorischer Plan zum Regimewechsel (PPzR)
Über "Mutter Hoppe" die linke Flanke,  im Zentrum das "tigertörtchen" und die NikolaiKirche mit Aufmarsch auf dem Kirchplatz als rechte Flanke, so ist ein Marsch über das NikolaiViertel durch die Straße am Nußbaum zum RotenRathaus dem Regierungssitz geplant.

Die  Forderungen:
"Weg  mit dem  pro-USA-Kriegstreiber Regime"
Her mit einer "Volksfront für Gerechtigkeit und Frieden!"

Wir vertrauen voll auf die Unterstützung, für unsere friedlichen Ziele, durch die freien russischen TV & Zeitungsherausgeber! Schlußendlich kann im Fortschreiten unserer Aktionen: Angriff auf das Rathaus mit Farbbeuteln, weg vom eintönigen Rot, bunt soll es werden!  Einkesselung des Rathauses / Barrikadenbau / Eroberung des Rathauses, Regimechange - dazu kann auch Wladimir Putin, weltweit sein Eintreten für Gerechtigkeit, Frieden sowie direkter Demokratie unter Beweis stellen, indem er unseren Kampf mit der Lieferung notwendiger Ausrüstung für unseren Sieg unterstützt.

AKRCD
PPzR
gez. 1. prov. Sekretär
Kropotkin
A.Kropotkin

P.S.
Der strittig für eine Namensgebung der Aktion RegimsChange in Deutschland nicht Erfolgreiche Vorschlag: Im Mai ran "IMMAIRAN" sollte wie Einstimmig beschlossen wurde, wenigstens in den wenigen Medien die Verlautbarungen vom AKRCD veröffentlichen der strittige Name in dieser Form veröffentlicht werden.

???
Es stellt sich die Frage ob die AntiAKW-Bewegung plus BLOCKUPY plus LINKE, plus Hörstels Deutscher Mitte, RestlinkeGRÜNE, Friedensbewegung, FRAPORT- & BER-Gegner, Lausitzer Tagebauopfer usw.  das Berliner Rathaus besetzen werden, dazu um das Berliner Regierungsviertel Barrikaden bauen, paramilitärische PlatzSchutzgruppen bilden und den Sturz der Regierung Merkel- Gabriel fordern und dabei noch von der russischen Föderation, russischen Professoren an der FU, aus Belarus und durch russische Stiftungen unterstützt werden. …
Die andere Frage wäre, wird der Deutsche Staatsfunk und die Medien eine Aktion wie "IMMAIRAN" unterstützen? Die Presse-Artikel sind ja schon vorhanden, sie brauchten ja nur in sämtlichen pro-Kiew, pro Maidan und Anti-Putin Artikeln alle Namen, Land und Ortsbezeichnungen entsprechend austauschen. Es passt dann schon...
Z. B. Den Namen Putin durch Obama ersetzen and so on...

ERSTE HILFE ZU BESSEREM VERSTÄNNIS MIT UNCYKLOPEDIA-ORG
Aus ===> http://de.uncyclopedia.org/wiki/Unterschicht
Die Unterschicht als Wirtschaftsfaktor
Die Unterschicht stellt einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor dar, denn auch die Unterschichtler wollen Essen, Trinken und ein bisschen Spaß haben. Firmen und Marken wie Hansa Pils, Aldi, Lidl oder Chappi gäbe es gar nicht ohne ihre treuesten Kunden. Richterin Barbara Salesch wäre arbeitslos, und die Video- und DVD-Industrie läge am Boden, würden sich die Unterschichtler nicht täglich aus ihrem Verdummungsfundus (siehe oben) bedienen. Getreu dem Motto Kleinvieh macht auch Mist ist die Unterschicht aus unserem gesellschaftlichen Gefüge gar nicht wegzudenken und trägt essentiell zum Wohlstand der Mittel- und Oberschicht bei. Um die Unterschicht auch unten zu halten, startet die Bundesregierung gerade mit Hilfe der Blöd-Zeitung eine aufwendige Kampagne unter dem Motto: DU BIST UNTERSCHICHT.

Politisches
Der Versuch, die Klassengesellschaft aufzulösen und allen Menschen den gleichen Status zu geben hat bisher in keiner Form funktioniert. Die von Karl Marx propagierte Diktatur des Proletariats und damit einhergehende Abschaffung des Kapitals war eine schöne Theorie, doch in der Praxis führte sie zu einem noch viel ausgeprägteren Schichtensystem, in dem ein paar wenige Bonzen sich die Taschen füllten und alle anderen Menschen unterjochten und für ihr eigenes Wohlergehen ausbeuteten. Wobei allerdings anzumerken ist, dass diese Bonzen alle zusammen weniger in der Tasche hatten als jeder einzelne Wessi- bzw. Gesamtdeutschland -Bonze, wenn man mal von Herrn Schalck-Golodkowski absieht, der ja bekanntlich Klassenbester bei den Ost- Bonzen war und die Gerechtigkeit im Pionierstaat bestand u.a. darin, dass die mit etwas mehr Geld auch nicht mehr damit anfangen konnten als die mit wenig Geld. Von der Bildung her war die Landschaft auch ausgeglichener, blühender als heute üblich, und bei Pisa hätten die Ossis damals gar nicht so schlecht abgeschnitten, aber jetzt werden sie vom schlechten allgemeinen Durchschnitt zu sehr beeinflusst bzw. das erfolgreiche Bildungssystem, an dem sich damals die Nordländer eine Scheibe abschnitten ( was die Grundlage für ihre heutigen Pisa-Erfolge war) wurde in der Folge der kampflosen Übernahme leider völlig plattgemacht.

Fidel Castro
(zu deutsch: Geigenkasten) ist ein fideler Kubaner, der stets Zigarre rauchte und deswegen womöglich bald seinen Posten als einziger Diktator der Welt verliert, der mindestens acht US-amerikanischen Präsidenten die Stirn bot. Ihm gelang es, bei einer Invasion in der Schweinebucht stand zu halten, da aus religiösen Gründen verschiedene Söldner nicht in das mit Schweinebacken und Dumpfbacken verseuchte Wasser springen wollten. Castro hat in seinem Leben so viele Havanna-Zigarren konsumiert, daß Strabag eine Option auf Castros Lunge angemeldet hat, um diese zur Teergewinnung zu nutzen. Ihm zu Ehren wurde die Hauptstadt Kubas nach der gleichnamigen Zigarre benannt. Letztlich konnte er durch Produktion von Unmengen blauen Dunstes eine Auslöschung seines Imperiums durch Ronald Reagan verhindern, da eine geplante Invasion wegen Überschreitung von Schadstoffemissionsgrenzwerten einem Verbot durch Klaus Töpfer, dem Direktor der Umweltorganisation der Vereinten Nationen, zum Opfer fiel.
Vor kurzem wurde bekannt, dass er nun mit einem Kastenwagen der Marke Barkas durch die Lande fährt.
 

Buchholzens Wochenschauer - 647 vom 20. März 2015
Mein  Stinkefinger  für  Jauch  & Co
Ein riesiger Stinkefinger überragte diese Woche. Ein Mahnmal der unverbrüchlichen deutsch- griechischen Feindschaft, zum Himmel stinkend aus einer medialen Jauch-Grube. Egal, ob der Fingerzeig nun echt war oder nicht: Es war kein „Stinkefinger gegen Deutschland“, wie Jauch es bräsig vor sich hin blubberte, sondern genau das Gegenteil, wie der Text der Rede beweist. Eine gerissene Täuschung aller Jauch-Gläubigen – und zwar eine aus dem Zusammenhang gerissene. Eine Fälschung allemal.
Mediale Volksverhetzung. Entlarvt wurde nicht der „Lügen-Grieche namens Varoufakis“ („Bild“ tagtäglich), sondern ein Lügen-Deutscher namens Jauch (nur sonntäglich). Ihm gebührt der Stinkefinger nicht nur von Varoufakis, sondern auch von mir.
+++
Lügenpresse? Gibt’s die wirklich?
Natürlich nicht, weil Lügenpresse ja ein Unwort ist. Also kann es so etwas nicht geben. Aber es gibt zum Beispiel den Springer-Konzern. Und da gibt es nicht nur „Bild“, sondern auch die "Welt am Sonntag".
 
„Janis Varoufakis: Warum ihm 800 Milliarden Schweizer Franken egal sind." So stand es auf der letzten Titelseite. Diese 800 Milliarden seien griechisches Staatsvermögen, erfuhr man im Text, aber der dubiose griechische Finanzminister wolle sie nicht anrühren aus irgendwelchen obskuren Gründen. Der Vize-Chef der „WamS“ kommentierte dazu: „Das Netz spottet über einen Mann, der eigentlich Athens Finanzen in Ordnung bringen soll und stattdessen wie ein Popsternchen auf jede Bühne springt. So warten die Schweizer bislang vergeblich auf seinen Besuch. Im Alpenland liegen griechische Vermögen im Umfang von mindestens 800 Milliarden.“
 
Das Netz spottet?
Ja, es spottet jeder Beschreibung, was dann im Netz geschah. Nachdem dpa die 800 Milliarden-Story weiterverbreitet hatte, ging sie flugs on-line bei zahlreichen Medien wie „Spiegel“, „n-tv“, den „Stuttgarter Nachrichten“, „Kölner Stadtanzeiger“ und natürlich bei „Bild“ und „Welt“.
 
800 Milliarden!
Woher sollten die wohl gekommen sein? Keiner fragte kritisch nach. Wenn’s darum geht, den „Lügen- Griechen“ an den Medien-Pranger zu stellen, brennen offenbar vor Enthüllungs-Jieper alle journalistischen Sicherungen durch.
 
Nun ja, es gibt keine Lügenpresse, aber auch die 800 MILLIARDEN gibt es nicht. Tatsächlich gibt es etwa 800 MILLIONEN griechischer Franken in der Schweizer Hinterhand. Journalistische Nullen packen eben gern noch ein paar Nullen dazu. Nun ja, wenn’s denn der Lügen-Erfindung dient.
 
„Ein Versehen“, druckst man dann hinterher kleingedruckt. „Ein Versehen“, so twittert auch der für die Jauch-Emissionen zuständige NDR-Chefredakteur: Man habe schlicht zu erwähnen vergessen, dass der angebliche „Stinkefinger gegen die Deutschen“ nicht aktuell vom derzeitigen griechischen Finanzminister gezeigt worden ist, sondern im Jahr 2013 in einer Rede des Ökonomie-Professors Varoufakis.
 
Natürlich ein Versehen!
Wenn man immer nur blindlings in einer medialen Hass-Kampagne auf diesen griechischen Beelzebub einprügelt, steckt diese blindwütige Griechen-Hatz auch die Hetzer an: Längst sind sie blind für irgendeine objektive journalistische Beobachtung. Aber wenn ein Blinder sich ver-sieht, kann man ihm das ja wohl nicht übel nehmen. Das wäre schließlich behindertenfeindlich.
 
PS. Am 29.3. trete ich im Sylter "Podium" auf, am 31.3. in Hamburg ("Alma Hoppes Lustspielhaus") und vom 1. bis 3. April in Berlin bei den "Wühlmäusen”.

LETZTE FREIE MELDUNG 2015?
ERKENNTNIS DER NEUEREN ART:
DIE FREIE PRESSE DER "WESTLICHEN WERTEGEMEINSCHAFT" !

Innerhalb der "westlichen Wertegemeinschaft" werden Verlautbarungen* einfach nur frei weitergegeben. Das ist Grundvoraussetzung für freie Meinungsverbreitung. Manchmal wird weitergegeben von DPA oder REUTERS zu ARD zu ZDF & BILD & WAZ von da zu FAZ & TAZ....., manchmal auch einfach nur umgekehrt. Es ist tatsächlich so, das es gewissen Zufälligkeiten vorbehalten ist, wo die Kette der Verlautbarung jeweils beginnt. Der immense Vorteil dieser Methodik ist, das vom jeweils Zweiten in der freien Presse-Nachrichtenkette, dann an Eidesstatt versichert werden kann, die Nachricht in freier Entscheidung, korrekt und unverfälscht weitergeleitet zu haben**...Nachrichtenverwertung der Art schaffen dann die Werte die, die "westliche Wertegemeinschaft" ausmacht...Es stellt die Grundlage dar, worauf sich die Macht der freien Presse gründet und damit auch die Macht des Staates als Teil der "WESTLICHEN WERTEGEMEINSCHAFT"...Das kann ich mit Fug & Recht als freier Berichterstatter, der mit keiner der vorgenannten und sonstigen bekannten Nachrichtenketten verflochten ist, in freier Entscheidung darüber vermelden...

   ANMERKUNGEN:
 *Verlautbarung- Es ist völlig unerheblich, was verlautbart wurde oder ob es sich um kleine oder     große Lügen handelt. Die Freiheit an sich besteht allein in der Weiterleitung...
**Eine der bekanntesten Größen der 12 Jahre im Nachrichtenwesen tätige Josef G. : "Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates."
 
+++++++++++++++++++++++++++

Mit den von der NSA gespeicherten Handy-Daten der Kanzlerin wird sich der ZentraleDummFunk in einer Doku befassen. Geplanter Sendetermn in DE: der Tag, an dem Edward Snowden bei uns Informationsminister wird.
 

Aufruf des Friedenswinter - Bündnisses,
Wir sind  wie Millionen Menschen in unserem Land und weltweit tief besorgt. Kriege breiten sich weltweit in einer immensen Geschwindigkeit aus, sie kehren mit dem Krieg in der Ukraine nach Europa zurück. Hundertausende Tote und Verwundete, Millionen Flüchtlinge, noch mehr Hunger und Armut sind die dramatischen Folgen von Kriegen, die primär für wirtschaftliche und geostrategische Interessen geführt werden in Europa, im Nahen/Mittleren Osten, Afghanistan und in anderen Ländern. Die NATO und besonders die USA führen weltweit völkerrechtswidrige Kriege und geben 72 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben aus.
Die Bundesregierung ist ein aktiver Bestandteil dieser militaristischen Politik.
Jens Wernicke sprach  mit
Pedram Shahyar zu seiner Einschätzung bezüglich des Kampfes um Frieden.

 
Herr Shahyar, Sie sind Unterstützer und Redner des so genannten Friedenswinters
www.friedenswinter.de, der aktuell oft und ungut in den Schlagzeilen ist. Was bewegt Sie zu Ihrem Engagement?

 
In der Ukraine tobt ein schlimmer Bürgerkrieg, der vom Westen, auch von der Bundesregierung angestachelt wurde. Hintergrund ist ein in neuer geopolitischer Großkonflikt des Westen gegen Russland. Der Krieg hat bereits viele Menschenleben gekostet, birgt aber darüber hinaus sehr große Gefahren einer weiteren Eskalationsdynamik. Es gibt fanatische Kräfte auf beiden Seiten. Und es ist ein Verbrechen, dass der Westen solche Kräfte, unter denen auch Faschisten sind, hofiert, um seine wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen durchzuboxen. Dagegen brauchen wir dringend eine starke Friedensbewegung, eine laute Stimme für eine Politik des Dialogs statt der Konfrontation.
 
Aber ist der Friedenswinter denn nicht eine Sammlung von Wirrköpfen, Querfrontlern, Neurechten, Verschwörungstheoretikern und ? entschuldigen Sie, aber all die anderen Stigmata fallen mir schon gar nicht mehr ein, wie dies in den Medien so gern behauptet und dargestellt wird?
 
Was die Mahnwachen für den Frieden betrifft, gab es vieles an Aussagen und Denkweisen, das ich überhaupt nicht teile. Aber das ist halt so bei in einer spontanen und dezentralen Bewegung. Sie waren an manchen Stellen auch offen für einige rechte Gedanken. Aber in Mehrheit und im Kern war hier derselbe Schlag von Menschen auf der Straße, der auch bei Occupy Wallstreet aktiv gewesen ist. Manch ein Veteran meinte sogar, die Bewegung erinnere an die Anfänge der
Friedensbewegung der 80er Jahre.
 
Die einsetzende mediale Verleumdung hat zum einen typisch deutsche Vorurteile und Denkstrukturen berührt. Denn hier tut man sich schwer mit breiten zivilgesellschaftlichen und noch in Lernprozessen befindlichen Bewegungen, weil es hier selten wirklich solche Bewegungen gibt, Bewegungen also, die nicht "von oben" gelenkt und gesteuert werden etc.
 
Und zum anderen war die Hetze gegen den Friedenswinter natürlich auch Ausdruck einer medialen Kriegsvorbereitung, zu der auch die Delegitimierung der Kriegsgegner gehört. In den etablierten Medien war so auch nicht der geringste Versuch zu sehen, die neue Generation von Friedensaktivisten wirklich verstehen zu wollen, sondern wurde diese umgehend stigmatisiert.
 
Wer aber den ganzen Friedenswinter mit seinen Aufrufen, Treffen, Strukturen und Akteuren in die rechte Ecke stellen will, der will die Friedensbewegung an sich treffen und zerstören. Und dass dabei auch einige sich selbst links nennende geradezu manisch gegen die Bewegung hetzen, ist auch nicht neu. Wir kennen das aus der Tradition der "Antideutschen", die die Friedensbewegungen gegen die vergangenen Irak-Kriege jeweils als "nationalistischen Mob" attackierten.
 
Diese Kräfte haben aber mit Humanismus und linker Gesinnung in Wirklichkeit nichts zu tun. Stattdessen sind sie unter dem Deckmantel des "Antifaschismus"  inzwischen zu den aggressivsten Apologeten des imperialen Blockes geworden. Den "Spin" hierzu hat der Grüne Fischer in seiner Zeit als Außenminister vorgegeben.
Denn da wurde der erste Angriffskrieg der BRD mit dem angeblich antifaschistischen Erbe begründet und wurde ein Land bombardiert, um angeblich "Konzentrationslager" und "ethnische Säuberungen" zu verhindern. Nichts daran war jedoch wahr. Und diese Argumentation machen sich nun linkslackierte Neokonservative zu eigen, die meinen "gegen Faschisten" nicht nur aber auch Angriffskriege rechtfertigen zu müssen, und die ich seit einiger Zeit nur noch als "imperiale Pseudo-Antifa" bezeichne, die, wenn man so will, eher für statt wider die faschistischen Entwicklungen allerorten agiert.
 
Und das mit dem "rechten Denken" auf einigen der Friedensdemos?
Ich meine: Ist jemand, der etwa die FED auf diese oder jene Art kritisiert, nun ein Nazi oder nicht?

 
Dass etwa Lars Mährholz die FED kritisiert, hat mit rechtsradikalem Gedankengut nichts zu tun.
Er verteidigt gleichzeitig die Rechte von Flüchtlingen und hat sich klar gegen PEGIDA und andere rassistische Projekte positioniert. Die Kritik an der FED speist sich aus vielen verschiedenen Quellen und einige hiervon stehen tatsächlich in antisemitischer Tradition. Diese sind bei den Mahnwachen für den Frieden aber nicht präsent  und wenn irgendwo wirklich einmal antisemitische Ausdrucke verwendet wurden, gab es umgehend eine Gegenreaktion und wurden derlei Positionen rausgedrängt.
 
Die heutige FED-Kritik hat ihre Wurzel eher in den marktradikal-libertären Strömungen in den USA, insbesondere dem Wirken eines Rand Paul, und ist aber auch im Diskurs von Occupy Wallstreet zu finden. Hier geht es vor allem um die künstlichen Geldströme und das Kreditwesen. Und zwar weil durch das künstliche Aufblähen von Krediten auch Enteignung stattfindet, wie wir das aktuell beispielsweise anhand der Austeritätspolitik in Südeuropa beobachten können.
David Graber schätzt, dass inzwischen etwa ein Drittel des Einkommens der normalen Haushalte in den USA über die Zinslast direkt an die Wallstreet fließt.
 
Und auf der anderen Seite geht es natürlich auch um die Rolle des Dollars als Weltleitwährung und dessen imperiale Funktion. Ich habe den Eindruck, dass einige Linke aus Unwissen über solche Diskurse sofort in eine dämonisierende Abwehrhaltung geraten anstatt, was notwendig wäre, hier in die Debatte zu gehen und progressive Antworten zu suchen.
 
Klar versuchen auch Neonazis und Rechtsradikale auf Antiamerikanismus zu setzten, weil sie "Großdeutschland" zurückwollen und das ihrer Auffassung nach am besten auf diese Weise erreichbar ist.
 
Das alles kann und darf aber kein Grund sein, die notwendige Kritik am US-Imperialismus und dessen Unterstützung durch die BRD nicht zu formulieren. Ganz im Gegenteil: Unsere Epoche ist geprägt vom Versuch einer US-amerikanischen Welthegemonie, der vor allem auf militärischer Macht basiert. Und diese Hegemonie muss gebrochen werden. Wir brauchen daher ein starkes friedensbewegtes Projekt weltweit, bei dem es allerdings immer auch darum gehen muss, die
imperiale Rolle der je eigenen Regierung in den Vordergrund zu stellen. Und die BRD ist ein immens wichtiger Teil des westlichen Hegemonieprojektes.
 
Diskussionen um eine notwendige "Abgrenzung nach rechts" gab es aber sehr wohl?
Zu welchem Ergebnis haben diese geführt?

 
Es gab und es gibt immer wieder Versuche von rechtsradikalen Kreisen, die Friedensfrage zu okkupieren. Die Mahnwachen für den Frieden haben sich deswegen immer wieder in Positionen nach rechts abgegrenzt. Das erste Mal auf dem bundesweiten Orga-Treffen in Weitersroda, dann auf dem 2. Bundestreffen in Zeitz.
 
Darüber hinaus wurde der gut getarnte rechtsradikale Autor Elsässer zuerst in Berlin und dann auch bundesweit von allen Veranstaltungen offiziell ausgeschlossen, nachdem er auf insgesamt 3 von 100 Mahnwachen gesprochen hatte.
 
Dass rechte Kreise immer wieder versuchen, in den Mahnwachen zu agieren, kann man nicht ganz verhindern. Es wurde aber viel und erfolgreich versucht, diese rauszudrängen. Im Projekt Friedenswinter haben Rechtsradikale aber nie einen Fuß drin gehabt, dafür war der Rahmen klar zu ausschließend für sie.
 
Sie betreiben auf Facebook ja auch einen eigenen Videokanal, auf dem Sie Medienkritik und Sachaufklärung betreiben. Haben Sie ob der ganzen Geschehnisse und aktuellen Entwicklungen Ihr Vertrauen in die Medien etwa endgültig verloren oder wie kam es dazu?
 
Mein Vertrauen in den etablierten Medien hielt sich schon immer in Grenzen. Wir wissen aus vergangen Zeiten: Wenn es hart auf hart kommt, ist es vorbei mit der differenzierten Berichterstattung. Man denke nur an die 60ern Jahre und was es da an Hetze gegen die Studentenbewegung gab.
Oder an die Zeiten des Jugoslawienkriegs.
 
Allerdings war auch für mich erstaunlich, wie extrem einseitig und in welch Propaganda-Manier die Russlanddebatte in den großen Medien verlaufen ist.
Das muss man klar als Kriegsvorbereitung einstufen.
 
Und wie mobilisieren die Kriegsgegner nun weiter zu Friedensdemos in diesen Zeiten?

Also, ich denke, wir brauchen einen gewissen Alarmismus, weil die Konflikte wirklich gefährlich sind. Dennoch brauchen wir auch Geduld und langen Atem und gute Analyse und Sachaufklärung.
 
Im letzten Jahr ist es unseren Gegnern leider gelungen, die spontane Dynamik einer neuen Friedensbewegung durch Verleumdung stark zu bremsen. Es ist regelrecht "gefährlich" geworden, sich in der Friedensbewegung zu engagieren: Du hast deinen Ruf riskiert, wenn Du auf Demos gegangen bist! Mit dem Friedenswinter brechen wir das nun auf. Eine nachhaltige Spaltung der Friedensbewegung konnte verhindert werden. Der Demagogie gegen unsere Positionen wird man allerdings weiter begegnen müssen.
 
Und wir brauchen jetzt eine Verstetigung der Aktionen. Denn auch wenn wir erst einmal viele sind: Die neue Friedensbewegung muss permanent in der Öffentlichkeit präsent sein, um weiter zu wachsen und Druck auf die Politik aufzubauen. Außerdem gilt es, über zivilen Ungehorsam nachzudenken. Die ersten Aktionen gegen Rüstungskonzerne laufen inzwischen an  so beispielsweise am 7. März in Krefeld.
 
Und wir müssen die neue Friedensbewegung mit kapitalismuskritischen Aktivitäten verbinden. Bei der Blockupy-Demo am 18. März in Frankfurt gegen die Europäische Zentralbank und ihre üble Politik in Südeuropa werden daher auch viele Friedensaktivisten dabei sein. Denn auch "EZB" steht für ein imperiales Projekt, das es zu brechen gilt.
 
Wann finden denn welche nächsten großen Aktionen des Friedenswinters statt?
Der nächste Höhepunkt des Friedenswinters sind die Demos am 10. Mai anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Faschismus. An diesem Tag gilt es, an den Schwur von Buchenwald "Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg" zu erinnern und diesen ins Land hinaus zu tragen. Wir sollten hier massenhaft auf die Straße gehen. Für Frieden mit Russland und gegen den westlichen Imperialismus.
Ich bedanke mich für das Gespräch.


Das pazifische Bündnissystem des Westens...
Der Weg zur Normalität

Die Bundesregierung befürwortet künftige Auslandseinsätze der japanischen Streitkräfte. Dies bestätigen Berliner Regierungskreise. Wie es anlässlich der jüngst beendeten Japan-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel hieß, "schätze" man "die Übernahme internationaler Verantwortung durch Japan" sehr. Tokio habe sich bereits in der Vergangenheit "bei vielen Krisen" betätigt, meistens durch "finanzielle Unterstützung". In Berlin halte man es jedoch für einen "Weg zur 'Normalität', wenn sich die japanischen Selbstverteidigungskräfte" - so heißen Japans Streitkräfte - "an internationalen Friedensmissionen militärisch beteiligen". Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe strebt dies an und will dazu die Verfassung des Landes ändern, die - eine Konsequenz aus Japans Aggressionen im Zweiten Weltkrieg - Militäreinsätze strikt auf die Landesverteidigung beschränkt. Die geplante Verfassungsänderung ist in der Bevölkerung höchst umstritten. In Berlin heißt es, zu dieser Frage könne man nichts sagen, weil man sich nicht in innere Angelegenheiten fremder Staaten einmische. Das tue aber der deutschen Wertschätzung japanischer Auslandsaktivitäten keinerlei Abbruch.

Bereit zur Kooperation
Deutschland hat bereits vor Jahren begonnen, Japans Pläne für künftige Militäreinsätze im Ausland mit praktischen Schritten zu unterstützen. Seit 2009 lotet das Heer Möglichkeiten für eine engere Kooperation mit den japanischen Landstreitkräften aus. Auch die Luftwaffe knüpft Kontakte nach Japan...aus http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59075
 

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VON H. J. EIN - LESER- BEITRAG IN DER RATIONALGALERIE :
SEIT ETWA ELFTAUSEND JAHREN!
Vor ca. 11 T.J. im Mittleren Osten `domestizierte´ (in´s Haus bringen, zähmen?) ein männlicher Wildbeuter ein junges Wildschaf. Damit begann die Viehnomaden-`Kultur´der `Hirten´ (=Pastoren!), die ihre Schafe züchteten, vermehrten, hüteten, scherten und schlachteten. Ihr `Besitz´ zählte nach `Schafs- Köpfen´ (Kopf = Caput = Capital). Von da ab wollten die `Hirten´ mehr Wert kriegen, mehr Profit "kriegen": Mehr Schafs-Köpfe, mehr Weideland, mehr Wolle, mehr Milch, mehr Fleisch und mehr Macht(!) über das Alles `kriegen´. Ab da wurde alles nach diesem `Kultur´-Muster von den gierigen Ober- Hirten diktiert: `Ihre´ Frauen und Kinder wurden `wie das liebe Vieh´ zu dummen Schafen erzogen, gehütet, gezüchtigt. Der `Hirte´ ist der Vater (=Patriarch) des sog. KAPITALISMUS, der KULTUR, des KRIEGES!

Dem "OBERHIRTEN-USA" wird seine Weide jetzt trocken, er giert nach Weidegründen in aller Welt ... und nennt es "FREIHANDEL"! Wie sagte schon Romain Rolland (*1866 -1944) so treffend:
"Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle abzuscheren."
Und das ist seit 11 Tausend Jahren aktuell !
 

MIT SCHNEEGIDA GEGEN DIE EISLAMISIERUNG DEUTSCHLANDS
WIRD SCHNEEGIDA ERFOLGREICH SEIN KÖNNEN IST HIER DIE FRAGE?

Der Winter brachte seinen bösen, bösen Schnee sogar bis nach Dresden, in die Hauptstadt der Empörung. Er hat fast das ganze Land zugedeckt und sich mit unzähligen Spott-Bürgern vereinigt, um Pegida, die Dresdner Wutbürger-Bewegung gegen die angebliche Islamisierung des Abendlandes, frech und ironisch aufs Glatteis zu führen. Nach dem Motto: Wenn die Abendlandretter nur schimpfen und mit niemandem über ihre Ängste und Sorgen reden wollen, dann sollen sie wenigstens was Lustiges um die frostkalten Ohren bekommen. Unter #Schneegida grübeln, dichten, ätzen und spotten Twitterer seit dem ersten Wintereinbruch, was das weiße Material draußen und das graue im Hirn an Kalauern hergeben.

EINE LAWINE AUS SPOTT
Ängstigt Pegida die Islamisierung des Abendlandes, fürchten die emsigen Twitterer die Schneeisierung desselben. In der Tat  ist offensichtlich viel Bedenkliches beobachtet worden: "Ich habe nichts gegen Schnee in seinen Heimatländern. Aber die deutsche Leitkultur ist nun einmal Regen!", meint Twitterer Hellojed. "Man wird doch wohl noch mal sagen dürfen, dass Schnee kalt ist, oder?", nimmt jemand einen Verwurf der Pegidisten aufs Korn, bestimmte Dinge dürften aus Gründen einer politischen Korrektheit in Deutschland schon lange gar nicht mehr ausgesprochen werden. "Jetzt hat's auch hier geschneit. Fühle mich fremd im eigenen Innenhof, schlimm", twitterte eine Madame de Larenzow. "Ich bin kein Schneehasser. Es kann aber nicht angehen, dass sich der Schnee an unseren Streusalzvorräten bereichert", findet ein NahGehtDoch.

Dem montäglichen Zornesbeben in Dresden -
sie hatten am 29. Dezember erstmals seit drei Monaten Pegida-Pause! -
Dem tritt Schneegida im Netz mit Witzausbrüchen entgegen. Denn schuld an allem Schlimmen in Deutschland ist nun einmal der böse, hinterhältige Schnee, ein heimtückischer Stoff, gegen den es sich zu wehren gilt. Erst tut er so, als wäre nichts, kommt unschuldig weiß daher und dann, über Nacht, überrennt er Deutschland. Das wird man ja wohl auch so deutlich sagen dürfen - meinen die Schneegidisten und wettern ungeniert gegen Eislamisierung und Schneelafismus. Ralf Reski ist auch so einer: "Nicht jede Schneeflocke ist kriminell", twittert er. "Aber treten sie in Massen auf, liest und hört man doch überall vom Wintereinbruch." insa. oh insa:"Ich habe nichts gegen Schnee, solang er sich an unser Klima anpasst und Regen ist."
Simon: "An dem Regen ist doch nur dieser Schnee schuld!"
 
Offensichtlich ist Schneegida erfolgreicher als Pegida, zum Glück!
Denn nu am 1. & 2. Tag des neuen Jahres ist zunächst ein voller Sieg für Schneegida zu verbuchen!
Der Weiße Dreck: Alles is wieder weg... beruhigt euch Freunde der nächste Sommer kommt bestimmt..
Ali

Attac Deutschland
* Neuwahlen in Griechenland: Eine Chance für die Demokratie
* Attac: Nicht Alternativen destabilisieren, sondern die Austeritätspolitik

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac begrüßt das endgültige Scheitern der Präsidentschaftswahl im griechischen Parlament und die daraus folgenden Parlamentswahlen als Chance für einen demokratisch durchgesetzten Kurswechsel, weg von der Umsetzung der Troikapolitik. "Die griechische Bevölkerung hat nun die Möglichkeit, dem neoliberalen Austeritätsspuk ein Ende zu machen. Erstmals in einem der von der Krise am stärksten betroffenen Länder kann eine Regierung gewählt werden, die Alternativen zu den aufgezwungenen Einsparprogrammen der Troika durchsetzt", saget Werner Rätz vom bundesweiten Attac Koordinierungskreis. "Nicht diese Alternativen destabilisieren. Im Gegenteil, sie sind dringend, denn die Austeritätspolitik gefährdet Millionen, zerstört Demokratie und Wirtschaft."  Die Ankündigung von Syriza, die griechischen Schulden nicht zu bezahlen, entspricht der von Attac schon lange erhobenen Forderung nach einem Schuldenaudit beziehungsweise umfassender Schuldenstreichung unter breiter demokratischer Beteiligung. Dazu Thomas Eberhard-Köster, ebenfalls im Attac- Koordinierungskreis: "Ein abgestimmtes Vorgehen der Krisenstaaten, wie es Syriza vorschwebt, wäre der genau richtige Schritt, um der schon breit vorbereiteten Angst- und Hetzkampagne gegen ihre Regierungsübernahme Paroli zu bieten. Aufgabe aller demokratischen Akteure, die sich für eine emanzipatorische Krisenpolitik einsetzen, muss es sein, diese Bemühungen jetzt zu unterstützen. Griechenland könnte zu einem Ort der Hoffnung werden."
 
Zum Weiterlesen:
* Attac-Forderungen zur Eurokrise:
www.attac.de/kampagnen/eurokrise-blockupy/forderungen/
* "Fighting Austerity in Greece and beyond. A historic moment for the
European Left" von Lisa Mittendrein und Valentin Schwarz (Attac Österreich):
http://t1p.de/Fighting-Austerity-in-Greece-and-beyond
 
(Originallink:
http://momentum-kongress.org/cms/uploads/PAPER_Mittendrein-Lisa-Schwarz-Valentin_Fighting-austerity-in-Greece-and-beyond.-A-historic-moment-for-the-European-Left.pdf)
 
* Studie des IWF:
http://www.imf.org/external/pubs/ft/wp/2013/wp1301.pdf
 
Nachdem es dem Athener Parlament am Montag im dritten Anlauf nicht gelungen ist, einen Staatspräsidenten zu bestimmen, steuert das Land auf Neuwahlen zu. Bei der Abstimmung am 25. Januar werden womöglich reformkritische Parteien gewinnen. Das könnte die Bemühungen der Europäer zunichtemachen, das überschuldete Land zu stabilisieren.

EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici rief die Griechen indirekt auf, bei der Parlamentswahl ihre Stimme nicht der linken Syriza oder anderen Populisten zu geben. Damit es dem Land bessergehen und es in der Euro-Zone bleiben könne, sei ein "starkes Bekenntnis zu Europa und eine breite Unterstützung unter den griechischen Wählern und Politikern" für Reformen nötig.

Ähnlich äußerte sich der Chef der christlich-konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU). Er sagte der Berliner Zeitung: "Europa und Griechenland sitzen in einem Boot. Wir sind zu Solidarität und Unterstützung bereit, wenn Griechenland seinen Weg beibehält." Der grüne Finanzexperte Sven Giegold sagte mit Blick auf Syriza: "Es ist abenteuerlich, den griechischen Wählern vorzugaukeln, in Europa ließe sich ein Politikwechsel durch einseitigen Zahlungsstopp abpressen." Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schloss Zugeständnisse aus. "Jede neue Regierung muss die vertraglichen Vereinbarungen der Vorgänger einhalten."

Zuvor war das griechische Parlament mit dem Versuch gescheitert, einen Nachfolger für Präsident Karolos Papoulias zu wählen. Der Kandidat der Regierung, der frühere EU-Kommissar Stavros Dimas, verfehlte im dritten Versuch die notwendige Mehrheit. Die Verfassung verlangt nun Neuwahlen. Derzeit liegt in Umfragen Syriza vorn. Die Partei will den Sparkurs beenden, den das Land eingeschlagen hatte, um an internationale Notkredite zu gelangen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzte am Montag die Notkredite bis zur Bildung einer neuen Regierung aus.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) warnte derweil vor einem Euro-Austritt Griechenlands. Dies würde Folgen für die gesamte Euro-Zone haben, sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher. "Es könnte die Staatsschuldenkrise nochmals deutlich vertiefen und ein Entkommen aus der Rezession verzögern." Er setze aber darauf, dass auch Syriza sich bewusst ist, "dass ein Euro-Austritt einen politischen und wirtschaftlichen Selbstmord bedeuten würde", sagte der DIW-Chef.

"Schlägt Griechenland einen anderen Weg ein, wird es schwierig."
Wolfgang Schäuble, Finanzminister

GEGEN DISKRIMINIERUNG
Juden in Deutschland werden oft mit Israel gleichgesetzt. Doch haben viele Juden ein distanziertes oder auch kritisches Verhältnis zu Israel. Ein Gespräch über das Verhältnis von Deutschen und Juden zu Israel mit der Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin, Cilly Kugelmann.
Von Richard C. Schneider, ARD Tel Aviv
http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/nahostkonflikt-111.html?r=&lid=384863&pm_ln=12
 

Zinsknechtschaft, oder warum Zins und Zinseszins in einer
endlichen Welt unendliches Wachstum erfordern! Als Beispiel:
Der Josefspfennig
Wenn Josef von Nazareth für seinen Sohn Jesus zu Beginn unserer Zeitrechnung einen Cent mit fünfprozentiger Verzinsung bei einer Bank angelegt hätte, dann hätte Jesus bei einer Wiederkehr im Jahr 1750 Anspruch ...
... auf einen Goldklumpen in der Grösse unseres Erdballs gehabt.
Im Jahr 2000 wären es schon etwa 150 Milliarden solcher Goldkugeln gewesen.
Wenn die 5 Prozent Zinsen in der Zeit nicht mit verzinst, sondern auf einem zinsfrei geführten Konto gesammelt worden wären, so wäre aus dem Cent bis heute ein Euro geworden.


Moderner Feudalismus (Meudalismus) in Deutschland
Die wirtschaftlichen Verhältnisse in einem feudalistischen Gemeinwesen waren und sind immer so, dass die “Masse” für ihre Arbeit gerade mal so viel Lohn erhält, wie sie für das Nötigste braucht. Insbesondere Mieten (die ja die Besitzenden kassieren) schneiden immer größere Löcher in die mickrigen Haushaltskassen vieler. Gelegentliche Ersparnisse dort von wenigen Hundert oder Tausend Euro im Jahr sind einfach lächerlich gegenüber dem, was die Superreichen jährlich an Kapitaleinkünften haben.

Frei nach der attac- Aktion Karten auf den Tisch: 1,2,3,4,- Nur Hartz für uns? pdf. HIER


Gehören Sie noch zur Mittelschicht? Die 25.000-Euro-Frage!
Wenn Sie also zur Mittelschicht gehören, dann verfügt Ihr Haushalt in dieser Sekunde ungefähr über 24.086 € in Form von Bargeld, Girokontoguthaben und/oder Tagesgeld.
Wenn Sie (wie etwa 95 % der Bevölkerung in Deutschland) weniger als diesen Betrag haben, dann gehören Sie zu den Verlierern in dieser Gesellschaft. Wenn Sie mehr haben, dann gehören Sie zu den Gewinnern.
http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/mittelschicht.htm  
Sie haben bestimmt schon von der Definition gehört oder gelesen, wonach "relative Armut" vorliege wenn das Einkommen geringer als die Hälfte des Durchschnittseinkommens in dem betreffenden Land sei . In Anlehnung an diese Definition gehören Sie zu den Armen in Deutschland, wenn Ihr Haushalt im Moment weniger als 12.000 € Geld hat.
 ( http://de.wikipedia.org/wiki/Armut#Relative_Armut  )

Der Bruttostundenlohn aller Arbeiter von 1948 entspricht heute: 119,05 €
http://www.kiwifo.de/html/60_jahre.htm#4

Vermögen & “Stundenlohn” des reichsten Deutschen: 17,55 Mrd. € / 491.652,- €
http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/stundenloehne2008.htm

Im folgenden Cartoons von K. Herweg
Dr. Karl Herweg ist Geograf an der Universität Bern. Sein Arbeitsgebiet ist die nachhaltige
Nutzung natürlicher Ressourcen, u.a. in tropischen Ländern. Das Zeichnen von Cartoons
ist nicht nur Hobby, sondern eine andere Art der Auseinandersetzung mit seinem Forschungsumfeld
im Bereich Entwicklung und Umwelt.  Kontakt: karl.herweg@cde.unibe.ch


a_Wirtschaftszauberer



a_Wachstum_Krebs


a_Ein_Boot



a_Mein_Konig_mein_K
                                                                 
Nun, ähm ... mein Volk, der Staat – c‘est moi –
                                        garantiert eure Spareinlagen,
                                                             aber ihr müsst den Gürtel enger schnallen!

                                                                                                                                        
Die Cartoons sind entnommen einer Arbeit über eine “unsichtbare Hand” ppt:
http://www.rheinahrcampus.de/fileadmin/studiengaenge/diplwima/dokumente/EineAndereUnsichtbareHand.ppt

Abgespeckte Fassung als pdf:
http://www.rheinahrcampus.de/fileadmin/prof_seiten/kremer/masterunsichtbarehand.pdf
 

Antwort auf die Frage warum nennst du die Seite Freimus?
Na ja das ist so’ ne Geschichte an sich mit Frei: Freizeit -Jacken -Hosen -Hemden; freie: Arbeitsplatzwahl -Wahlen -Wirtschaft -Gedanken und nicht zu vergessen vor dem Zigarettenautomaten auch, da kannste wählen zwischen HB; Lord und Stuyvesant und manchmal sogar rote Hand -aber die Euro die bringste mit”.

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